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Sex sells im HipHop? Oder wenn die Schlange den Apfelpo verführt

Oder sollte ich eher sagen Melonen? Weil es geht um Sex mit möglichst dicken Hintern. Jawohl. Nicki Minajs neues Video Anaconda schießt wirklich den Vogel ab. Zur Bassline des alten Rap-Klassikers “Baby Got Back” von Sir Mix-A-lot “rappt” und räckelt sich die Sängerin und erzählt, dass sie gerne Männer vögelt, die ihren dicken Hintern mögen. Dazu singt eine Männerstimme den Refrain “Meine Anaconda will nicht außer du hast nen Hintern”. Dazu kriecht sie vor einem Mann auf dem Boden rum, macht Lapdance oder isst lasziv Banane mit Sahne. Das ist alles so daneben, ich weiß nicht, wo anfangen. Wenn das die neue Emanzipation ist, dann möchte ich sie nicht. Bin ich einfach alt und spiessig geworden? Ist das Kunst oder kann das weg? Bitte, erklär mich mal wer von den Frauen unter 30, wie sie dieses Video sehen – das würde mich wirklich interessieren. Weil ich versteh die freiwillige Selbstaufgabe nicht…

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1. Oktober 2014 · 10:15 vormittags

Die hässliche Kuh aus Düsseldorf oder: Männer waren schon immer so

AnneClevesAm Wochenende war Landesparteitag der Piraten in Kleve, da hab ich einigen Piraten die Geschichte der berühmtesten Tochter der Stadt, Anna von Kleve, erzählt. Und ich will sie euch auch nicht vorenthalten. Anna von Kleve wurde 1515 in Düsseldorf geboren, als Tochter des Herzogs von Kleve. Der und sein Sohn und Erbe waren Fans der neuen reformatorischen Bewegung, das Herzogtum lag strategisch wichtig mitten im Herzen Europas. Deswegen kam es in Betracht, als Heinrich VIII von England eine vierte Ehefrau suchte. Drei davon waren schon verschlissen, eine geschieden (und vielleicht vergiftet), eine geköpft, die Dritte im Kindbett dahingegangen. Heinrich war zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr der Allerfrischeste, hatte ein offenes Geschwür am Bein und aufgrund des Bewegungsmangels war er extrem fett. Doch so ein Traummann konnte als König trotzdem noch wählerisch sein, deswegen schickte er seinen Hofmaler Holbein an die Höfe Europas, die in Frage kamen und liess die Prinzessinnen und Herzoginnen malen. Eigentlich gefiel ihm Christina von Dänemark am Besten, aber die wollte (oh Wunder) den berüchtigten König nicht. Die Anna von Cleve war zweite Wahl, ihr Portrait hat Heini gut gefallen. Ein etwas farbloses, rundes Gesichtchen mit müden Augen inmitten von prunkvollem rotem Samt und Goldschmuck. Mit 25 Jahren war sie zu dem Zeitpunkt nicht mehr die Allerjüngste und machte als Königin eigentlich eine Superpartie. Eigentlich. Für den Job vorbereitet war sie nicht, sie konnte weder English noch überhaupt lesen und schreiben. Sie spielte kein Instrument – das war damals eigentlich Standard bei adligen Damen.

Nun gut, die Ehe wurde ausgehandelt, die Braut verschickt….und die Enttäuschung war riesig. Anna sah ihrem Portrait nicht ähnlich, war – für damalige Zeit unschick – relativ braun von der Gesichtsfarbe her und war sehr schüchtern. Heinrich nannte sie eine “Kuh” und erklärte “ich mag sie nicht”. Der französische Botschafter Charles de Marillac beschrieb Anna als große, dünne Frau, die eher wie eine 30-Jährige wirke. Sie sei „… von mittlerer Schönheit, mit einem entschlossenen und resoluten Antlitz.” Vielleicht hätte sie uns heute gefallen.

Die Mode, die sie trug, war hinterwäldlerisch und unschick, Heinrich liebte die französische Mode des Valois-Hofes, die Anne Boleyn in England eingeführt hatte.Er schenkte seiner Verlobten diverse solche Outfits, die sie brav trug, aber das Missfallen war nicht mehr umkehrbar. Der Maler wurde in den Tower geworfen, Kanzler Cromwell, der die Heirat eingefädelt hatte und wohlweislich die Diskrepanz zwischen Bild und Person verschwiegen hatte, gleich hinterher. Egal, die Hochzeit musste durchgezogen werden, die verängstigte Braut und der wütende Bräutigam werden ein super Bild abgegeben haben. Vollzogen wurde die Ehe nie, sondern nach einem halben Jahr  geschieden und Anna durfte als freie, reiche Frau mit dem Titel “Schwester des Königs” in England leben, sie wird froh darum gewesen sein. Sie kannte ja die Gerüchte. Sie muss ein sehr netter Mensch gewesen sein, der ganze Hof und ihre drei Stiefkinder liebten sie. Alle außer Heinrich.

Der war in der tiefsten Midlifecrisis: Heinrich bändelte schon während des halben Jahres mit der doofen und sehr sexy 18jährigen Kathrin Howard an, die er gleich nach der Scheidung heiratete und die ihn gleich nach der Hochzeit mit dem doofen, aber sehr sexy Kammerherrn Thomas Culpepper betrog. Der war auch jung und ohne stinkendes Geschwür am Bein. Und diese 5. Frau liess dann Heinrich, tief enttäuscht, sofort köpfen. Anna von Kleve überlebte Heinrich, starb 1557 an einem Krebsleiden.

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Auf Harry Holes Spuren durch Oslo?

Opernhaus in Oslo - Foto: Wikopedia Rufus46

Opernhaus in Oslo – Foto: Wikipedia Rufus46

Ich hab ja schon recht ausführlich über meine Liebe zu den Romanen von Jo Nesbo geschrieben, und die haben in mir den Wunsch geweckt, doch einmal Oslo zu besuchen und in Spaziergängen die Tatorte zu erkunden. Es muss ja relativ einfach sein, die Stadt zu Fuß zu durchqueren. Harry Hole macht das dauernd udn es trägt bestimmt zum Verständnis bei, wenn ich das als Tourist auf seinen Spuren übernehme.

Mit Lastminute.de kommt man schon für 180 Euro in den hohen Norden, einchecken muss man natürlich im Best Western Karl Johan am Bahnhof – vielleicht hat aber auch die Heilsarmee ein Bett (Insider). Der September soll ja laut Nesbo der schönste Monat in Oslo sein, da nehme ich ihn beim Wort! Wobei, auch der Winter hätte etwas, Weihnachten mit Schnee und Polarlichtern in Norwegen…

Natürlich gibt es schon fertige Touren, der Tourismus der Stadt müsste verrückt sein, sich diese gute Gelegenheit entgehen zu lassen: Für 200 NOK besucht man in einer geführten Tour auf Englisch (oder Norwegisch) viele Orte, die die Bücher beschreiben, wie Holes Wohnort Sophies Gate, das Restaurant Schroeder, das vermutlich nicht so versifft ist, wie in den Büchern beschrieben (da bin ich wirklich gespannt drauf), das Gerichtsgebäude, das Underwater Pub, den Friedhof und die Haupteinkaufsstrasse (praktischerweise auch ein Tatort). Das ist schon mal super, man könnte noch weiter ergänzen – einmal die neue norwegische Oper besuchen und auf dem schrägen Dach herumlaufen, das Polizeipräsidium, das Rathaus, die Sprungschanze, auf der das dramatische Finale des “Schneemanns” stattfindet, die Festung Akershus, wo eine Leiche gruselig drapiert gefunden wird – und vieles mehr. Vielleicht bleibt auch Zeit für die Wälder rund um die Stadt, wobei man da nach der Lektüre aller Romane eher Angst bekommen könnte…

Ein paar Aspekte bleiben in den Büchern unbearbeitet, zum Beispiel die norwegischen Spezialitäten. Bis auf das Schroeders wird wenig zum Thema Essen gesagt, da legt der Protagonist Harry Hole wenig Wert drauf, Hauptsache Zigaretten und Jim Beam in Griffweite, das ist eher frugal. Das muss man sich selbst erarbeiten und  da muss ich mich eben selbst auf den Weg machen und erkunden. Die Küche soll ja recht spannend sein, Rentiersteak und so.
Oslo, ich komme! Gibt es auch Bücher, die euch Lust machen, ihre beschriebenen Orte zu besuchen?

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Der Kater Likoli hat schöne T-Shirts

In Japan wirbt ja jedes Produkt mit einem lachenden Tier auf der Verpackung – und damit gewinnt man nicht nur die Japaner sondern auch mich. Wenn eine Tier drauf ist, süüüüß! Der Likoli T-Shirt-Shop wirbt mit einer kleinen Katze. Sure win. Der Shop hat eine gute Auswahl an dem. wIMG_0772as zu 90 Prozent den Kleiderschrank meiner Parteifreunde füllt: witzige Motto-T-Shirts. Mit Anspielungen auf Superhelden, Games, Internet-Memes oder Star Wars. Dazu ein paar hübsche Designer-Shirts, die Graphiker entworfen haben. Die würde ich auch tragen, mit den anderen Motiven hab ich so meine Schwierigkeiten, ich finde sie bei anderen super, aber an mir…hm, weiß nicht. Aber was cool ist, es gibt schöne Formen, mit Ausschnitt und tailliert, die bei Frauen gut aussehen. Mir hat es ein französisches Design mit kleinen Schirmchen angetan. Hat sowas Mary Poppins-mäßiges.

 

 

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Schräge Schuhe: Über- oder Außerirdisch

Ich hab jetzt zwei Paar Schuhe, die ich liebe: Bequem und total schräg. Das eine Paar stammt aus der Star Wars Kollektion von Vans, das andere mit Maria und Jesus drauf sind von YRU von asos. Klar, nicht jedermanns Geschmack, aber ich kann unmöglich zu Schuhen Nein sagen, die mit skatenden Wookies beworben werden. Die alten Filme hab ich wirklich gemocht. Und  was ich sammle Devotioalien, deswegen fand ich es mega, dass Fröken von GenerationCouture mich auf die tollen “Jesuslatschen” hingewiesen hat. Musste ich haben. Ich finde, solche Schuhe werten ein Outfit unglaublich auf von oll zu lustig.

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Tortour de Fashion – wenn Mode wehtut

Die Künstlerin Svenja Ritter hat offenbar die gleichen Assoziationen wie ich beim Anblick hoher Stilettos. Wunderschön, sexy, glitzernd, aber wahre Folterinstrumente, die die Füsse schmücken und zugleich verletzen. Die die Trägerin auf ein Podest stellen, aber sie nageln sie dort auch fest. Auf jeden Fall scheinen die Marterinstrumente die Künstlerin zu faszinieren, denn sie hat ihnen eine ganze Rehe von Kunstwerken gewidmet. Im Rahmen des Out of the Box Events waren sie in der Box am Schadowplatz zu bewundern. Schön und erschreckend zugleich. Ich mag diese Art PopArt-Kunst. An der Grenze zum Kitsch, sehr greifbar, ästhetisch ansprechend. Mal verwandeln sich die Schuhe in ein schillerndes Krustentier, mal erstarren sie zu spitzen Eisnadeln oder werden zu goldenen Schuhen voller Rosen – und Dornen.

Wer sie verpasst hat, kann die Horrorschuhe zusammen mit den Werken von 11 anderer Künstler in der Kunstgalerie Petra Nostheide-Eÿcke bewundern. Die Galeristin beschäftigt sich seit einem Jahr mit dem eigenen Projekt “Kunst + Schuhe” und hat 12 Künstler eingeladen, ihren Beitrag zu leisten. Die entstandenen Arbeiten sind in der Gemeinschaftsausstellung mit dem Titel “ART SHOES –Shoes in Contemporary Art” gebündelt und werden vom 31. Juli 2014 an erstmalig in den Düsseldorfer Räumen der Galerie an der Kirchfeldstr. 84 präsentiert und sind bis zum 27. September 2014 zu sehen.

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Springa Sneakers: Upcycling made in Italy

Aus altem Müll wieder etwas neues Schönes zu schaffen, das ist Upcycling. Auch die italiensche Firma Springa, die auf der Gallery zu sehen war, hat sich diesem Konzept verschrieben. Springa macht Turnschuhe, wirklich coole Unikate, kein Paar der Sneakers gleicht dem anderen. Denn die Schuhe entstehen aus allen möglichen alten Textilien, Kaffeesäcken, Hawaiihemden, Armeehosen, Kravatten, T-Shirts. “Rein theoretisch ist es möglich, dass jemand uns seine alten Kleidungsstücke gibt und wir machen ein Paar Turnschuhe draus”. erzählt Luca, der die Firma Springa in Florenz gegründet hat. “Die Idee lieferte uns das alltägliche Leben, man nimmt gebrauchte Kleidungsstücke und andere Stoffreste und haucht ihnen neues Leben ein. Es entsteht ein Kunstwerk, zusammengenäht in alter italienischer Handwerkskunst für ein einzigartiges Ergebnis”

Spannend war, in Düsseldorf hatte Springa nicht nur fertige Schuhe ausgestellt, die man auf der Messe kaufen konnte (leider passte mir das Paar, das mir gefallen hätte, nicht) sondern auch die Rohlinge dabei und sogar ihre Vulkanisiermachine, die die Sohlen an den Schuhen festschweißt – so konnte man sehen, wie die Schuhe entstehen. Hier findet sich mehr zur Arbeit, die in jedem Schuh steckt. Und hier noch ein Video dazu: http://vimeo.com/54859556

Zu kaufen gibt es Springa bei Le Follie – aber hoffentlich bald in mehr Shops – das war ja der Sinn des Messe-Besuchs.

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