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Wie finde ich authentische Küche auf Malta? Einmalige Erlebnisse für alle Sinne

Wenn wir in den Urlaub fahren, zählen kulinarische Erlebnisse zu den ganz besonderen Eindrücken, die wir mit nach Hause nehmen wollen. Aber wir finden wir authentische Lokale? Wo entdecken wir die originalen Spezialitäten eines Landes?? Wie vermeiden wir es in Touristenfallen zu tappen?

Der Hafen von Marsaloxx auf Malta

Tipps für authentische Erlebnisse

Ganz simpel hilft einem das Touristenbüro vor Ort. Fragt einfach dort die netten Mitarbeiter nach Restaurant Tipps oder nach einer hübschen Pension. Dort bekommt ihr viele Geheimtipps, schließlich wollen die Mitarbeiter dort, dass ihr eine wunderbare Zeit habt.

Vorab kann man sich schon im Internet schlau machen, auf den Seiten der Tourismus Behörden we Visit Malta, aber auch auf TripAdvisor oder anderen Bewertungs-Webseiten. Ich habe immer gute Erfahrungen mit Google Bewertungen gemacht und greife gerne darauf zurück.

Es gibt auch Dienste wie get Your Guide, bei denen Einheimische durch ihre Städte führen. So eine Buchung lohnt sich sicherlich, vor allem kann man vom Guide weitere hilfreiche Tipps bekommen.

Überall auf Malta gibt es Märkte, die typische Spezialitäten anbieten, sogar der Flughafen in Malta hat eine eigene kleine Abteilung, die nur für besondere maltesische Produkte vorgesehen ist. Öl, Oliven, Süßigkeiten oder Honig können so noch auf den letzten Drücker besorgt werden.

Unglaublich gute Oliven und Tomaten aus Malta

Als Bloggerin habe ich da natürlich einen Vorsprung: Bei unserer Presse-Reise durch Malta haben wir einige Produzenten besonders guter lokaler Produkte kennengelernt. Ich gebe die Tipps gerne an euch weiter, denn all diese wunderbaren Erlebnisse und Verkostungen können Besucher auf Malta kaufen oder buchen!

Die besten Pastizzi kommen aus Rabat

Die berühmten Pastizzi aus Rabat in Malta

Eine große maltesische Spezialität sind Pastizzi, köstliche heiße, knusprige, fettige Blätterteigpasteten mit einer Füllung aus Ricotta oder wahlweise pürierten Erbsen. ich liebe diese Dinger. Die allerbesten Dinger gibt es im Crystal Palace. Dieses Lokal, bei dem die Pasteten zu Tausenden täglich über die Theke gehen, steht zwar offiziell in Rabat, ist aber nur einen Steinwurf von dem berühmten Tor von Mdina entfernt. Mdina ist ein wahrer Touristen Magnet, nicht erst durch Game of Thrones, das dort gedreht wurde, sondern schon davor.

Mir schmecken Pastizzi super

Jeder, der die Stadt besucht, sollte auf alle Fälle einen kleinen Stopp im Crystal Palace einlegen und die Spezialität probieren. Frischer geht es nicht: Kaum 1 Minute, nachdem die Pasteten aus dem Ofen kommen, landen sie schon auf einem Teller. Traumhaft! Die meisten Besucher nehmen sich ihre Pasti in einer Papiertüte mit, um sie in den umliegenden Parks zu verspeisen, es gibt aber auch einige Tische im Laden. Dazu muss ich natürlich Kinnie trinken, die bittersüße Limonade der Insel.

Der gute Wein von Malta

Die malteser Kreuzritter brachten ihre eigenen Weine mit, die Großmeister hatten üppige, wertvolle Weinkeller mit Weinen aus ganz Europa. Aber Malta würde nicht mitten im Mittelmeer liegen, wenn dort kein Wein wachsen würde. Mittlerweile gibt es junge Winzer, die ganz hervorragende Weine produzieren. Ein Weingut, Ta’ Betta, haben wir besucht. In dem idyllisch gelegenen Weingut nahe Mdina erlebt man stilvollen Luxus.

Es können Weinproben gebucht werden, bei denen die verschiedenen Weine und Rebsorten erklärt werden, und nach einem Spaziergang im Weinberg mit einem feinen Buffet genossen. Die Weine sind nach verschiedenen Großmeistern des Malteserordens benannt – Ein Zeichen der Verbundenheit der Malteser mit ihrer Geschichte.

Idyllisches Weingut Ta‘Betta

Picknick im Weinberg

Es gibt auch die Möglichkeit, romantische Picknicks zu Zweit im Weinberg zu buchen. Oder ganze Menüs für eine größere Gruppe. Auch Hochzeiten können bei Ta‘Betta veranstaltet werden, und ich finde die Idee absolut traumhaft, dort mit meinen Freunden zu feiern. Wer möchte nicht unter Weinreben und Olivenbäumen auf Malta heiraten?

Farm to table: jeden Sonntag ist Braten-Zeit auf Malta

Zu Gast beim Agriturismo Ta‘Gingel auf Malta. Wer die richtige Malteser Küche erleben will, wie sie die Mamas auf den Dörfern kochen, der hat dazu Gelegenheit bei dem beliebten Bed and Breakfast und Restaurant Ta‘ Gingel. Hier wird Farm to table wirklich gelebt. Der selbst gemachte Schafskäse stammt von der Milch der eigenen Schafe, ebenso wie das Fleisch für den Braten von Bauern aus der Umgebung kommt. Die Kräuter und Gemüse werden selbst angebaut, das Brot selbst gebacken.

Es ist ein Geheimtipp, der nicht so leicht zu finden ist, denn der Bauernhof versteckt sich am Rande der kleinen Stadt St. Pauls Bay. Am Sonntag wird dort üppig aufgetischt. Eine wunderbare bruschettaähnliche Brotspezialität mit Kräutern, eine fantastische Gemüsesuppe, verfeinert mit Croutons und dem hauseigenen Schafskäse, als Hauptgang ein riesiger Teller Braten, mit Gemüse und Beilagen wie Yorkshire Pudding, ein Erbe der britischen Kolonialzeit und auch ein Zugeständnis an die vielen englischen Besucher. Und als Nachtisch habe ich mich über sizilianische Cannoli gefreut, selbst gemacht mit hausgemachten Ricotta.

Maltesische Bruschetta mit Kräutern

Wer möchte, kann live erleben, wie die Schafe gemolken werden und wie die Milch sofort frisch zu Käse verarbeitet wird.

Ein tolles Olivenöl – viel Leidenschaft in der Plantage Ta’Xamun

Es ist immer ein bisschen frustrierend für uns Mitteleuropäer: wir können noch so gut kochen, unsere ganze Liebe in ein Gericht stecken, aber es wird nie so gut schmecken wie rund ums Mittelmeer. Uns fehlt einfach die Kraft der mediterranen Sonne, die aus simplen Obst- und Gemüsesorten wahre Geschmacksexplosionen macht.

Und nicht nur das: wusstet ihr zum Beispiel, dass die europäische Olivenölverordnung erlaubt, Olivenöl mit diversen anderen Ölen zu strecken? Solche Verbraucherverarsche macht mich immer extrem wütend. Wer einmal das reine, gute Naturprodukt probiert hat, weiß, wie solche Produkte schmecken können. Gutes Brot, Olivenöl und Salz kann besser schmecken als jeder edle Kaviar Toast.

Eines der besten Olivenöle in Malta

Besonders viel Leidenschaft und Liebe investiert Olivenbauer Charles in seinen Olivenhain namens Ta‘Xamun. Nach seiner Karriere als Ingenieur auf diversen Öl Plattformen, widmet er sich nun dem Olivenöl Maltas. Und das von ihm produzierte Öl ist fantastisch gut. Ich war sehr glücklich, eine Flasche davon nach Hause zu bringen, Unter anderem verwendet Charles die einheimische Olivensorte „Weiße Perle“, diese helle Oliven hervorbringt. Wir durften sie Verkosten, genauso wie andere Olivenspezialitäten.

Auf der instagramseite können Malta Besucher mit dem Biobauern Kontakt aufnehmen und selber eine Probe vereinbaren. Ich kann es nur empfehlen..

Malteser Spezialitäten bei Nenu dem Bäcker in Valletta

Nenu: Stilvolle Traditions Gaststätte in der Altstadt von Valletta

In Valletta müsst ihr unbedingt einmal zu Nenu the Artisan Baker, einer ganz besonderen, stilvollen Gastwirtschaft in der Altstadt der kleinsten Hauptstadt Europas. Gründer Carmel Debono, Spitzname Nenu, stammt aus einer langen Tradition von Bäckern und hat das Handwerk schon als Kind gelernt – und will seinen Gästen zeigen, was echte malteische Küche bedeutet.

Ftajja ist die maltesische Antwort auf Pizza

Dort gibt es deswegen viele tolle Brotsorten und typische maltesische Spezialitäten, die man nur in ganz ausgewählten Gaststätten finden kann: Ftajja, die maltesische Version der Pizza, maltesisches Hasenragout, und natürlich der gewürzte maltesische Kaffee und das an sizilianisches Cassata-Eis erinnernde maltesische Eis.

Hasenragout – eine Spezialität aus Malta

Nenu hat seine Gaststätte in den Kellern einer ehemaligen Bäckerei eingerichtet, durch die gläserne Treppe am Eingang kann man wie in einem Wachsfigurenmuseum einen Blick auf die Handwerker alter Zeiten erhaschen. Wer aber denkt, dass dieses Lokal deswegen nur für Touristen sei, irrt sich gewaltig. Viele Malteser essen gerne bei Nenu.

Wir haben das Vernünftigste getan, was man bei einer großen Speisekarte voller Spezialitäten machen kann: viele verschiedene Gerichte bestellt, von denen alle probieren dürfen. Beste Idee!

Ftajja ist die maltesische Form der Pizza

Es hat alles wunderbar geschmeckt, auch wenn der Hase nicht ganz meins ist. Aber das müsst ihr selber rausfinden. Unbedingt reservieren, die Plätze sind begrenzt.

Fazit: selbst auf einer Insel, die touristisch so erschlossen ist wie Malta, lassen sich viele authentische Geheimtipps finden. Ich hoffe, ich konnte euch mit meinem Artikel ein paar davon vermitteln. Ich würde die besuchten Erlebnisse allen ans Herz legen, die Wert auf gutes Essen und noch bessere Zutaten legen.

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Ein Kommentar

  1. … und „Puddina Maltese“; hoffentlich habt Ihr auch ein paar Stuecke davon abbekommen. Deren Variante(n) erscheinen mir besser als die mir bisher bekannten Brot-Pudding-Versionen.
    Bzgl. Urlaub: muss immer vorher tapfer abnehmen damit ich hinterher daheim w-i-e-d-e-r abnehmen kann/muss um auf mein Normalgewicht zurrueck zu kommen (seufz).
    Aber having said so: habe gerade tollen Urlaub daheim und ….. trotzdem dasselbe Problem mit dem koerpereigenen ‚Uebergepaeck‘ als wenn ich auswaerts verreist waere. M . . t, wenn man nicht nur begeistert kocht, sondern auch futtert.
    Letztens fiel ich doch glatt auf eine (sehr spaet) abendliche Kochsendung herein. Selbige war zwar sehr asiatisch aber mein naechtlicher Kuehlschrank gab max. nur „bunt/fusion-cooking“ her. So wurde es ein schnelles Obst/Gemuese Couscous in die durch anbraten tellerchenaehnlich gewordenen kleineren Mortadella-Scheiben. Selbige waren vor dem Abbraten mit Togarashi (+ extra Portion getrocknet-geriebene Orangenschale) eingestaeubt. Fazit: naechstens doch lieber wieder nach dem Abbraten einstauben erscheint mir ertraeglicher in der Schaerfe mit mehr Dominanz des fruchtigen Anteils dieses Gewuerzpulvers. Mann wurde ich zum ‚Grisu‘ (= der kleine feuerspeiende Drache, welcher so gerne Feuerwehrmann werden wollte, aber sein Feuer-Mach-Koennen nur schwerstens unter Kontrolle bekam).

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