Schnupperimkern auf Malta – Bienenliebe
„Wenn ich an Honig denke, denke ich an Bienen“ – diese Binsenweisheit kommt von niemand anderem als der Herzogin von Sussex, Meghan Markle. In ihrer cringen Netflix Show präsentiert sie ihre Naturverbundenheit mit eigenen Bienenstöcken und zeigt sich beim Imkern. Damit ist sie nicht die einzige Prominente. Sehr viele Celebs, Influencer und Normalos haben ihre Liebe zur Natur und ihre Liebe zu Bienen entdeckt und pflegen ihre eigenen Bienenstöcke.
Von David Beckham, Morgan Freeman, Sting (hoffentlich ist der Name kein schlechtes Omen) zu Martha Stewart, Scarlett Johansson, Jennifer Garner und sogar Queen B., Beyoncé, kultivieren alle eigene Bienenstöcke. Morgan Freeman hat seine Farm in Texas komplett in ein Sanktuarium für Bienen verwandelt und Beyoncé nennt zwei Stöcke mit 80.000 Bienen ihr Eigen. Auf den sozialen Netzwerken zeigt sie sich stolz mit ihren Bienenhäusern und in Imkerkleidung, Kein Wunder, dass das Thema Imkern immer populärer wird.

Wer einmal Probeimkern möchte: auf Malta gibt es die Gelegenheit dazu. Gleich am ersten Tag unserer Reise nach Malta werden wir vom Flughafen ins Landesinnere gebracht, um mehr über die Bienen der Insel zu erfahren. Der nette Imker Thomas Galea wanderte mit uns durch die Felder, vorbei an Olivenbäumen, meterhohen, Gräsern und wunderschönen Blumen. Er erklärte Flora und Fauna Maltas, erzählte viel über die Bienen und bei welchem Pflanzen sie ihren Nektar finden. Er erzählte auch von der Bedrohung durch Hornissen, die ganze Bienenvölker vernichten können.

Malta hat sogar eine ganz eigene Biene, die nur dort heimisch ist. Es ist eine Mischung aus der sizilianischen und der tunesischen Biene, was geographisch Sinn macht. Nach dem kleinen Spaziergang durften wir Besucher Imkerkleidung anlegen und Thomas zu den Bienenstöcken begleiten. Es hat etwas Meditatives, mit Bienen umzugehen. Man muss selber ruhig dabei bleiben, Nervosität und Angst spüren die Bienen. 🐝

Für mich durchaus eine Herausforderung, schließlich bin ich sehr empfindlich auf Insektengift und Stiche schwellen bei mir zu abnormen Proportionen an. Aber ich liebe Bienen und finde sie ganz wundervolle Geschöpfe. Es ist extrem wichtig, sie zu erhalten und zwar vor allem die wilden Versionen, nicht nur die klassische Honigbiene in den Stöcken, denn Wildbienen sind enorm wichtig für die Bestäubung der Pflanzen. Manche Bienenrassen haben sich auf einzelne Pflanzen spezialisiert, andere sind breiter aufgestellt. Wildbienen sind in Deutschland leider stark bedroht, da ihr Lebensraum durch die intensive Landwirtschaft und die Zerstörung von Grünflächen verschwindet. Es ist wichtig, die Wildbienen zu schützen, indem man naturnahe Gärten und Landschaften schafft und die Verwendung von Pestiziden reduziert.

Deswegen finde ich es toll, aus erster Hand mit Bienen umzugehen und eigene Erfahrungen zu sammeln. Es sensibilisiert für die Wunder dieser Natur. Ich kann euch allen nur empfehlen, wenn ihr in Malta seid, mal bei Thomas vorbeizuschauen. Das Schnupperimkern lässt sich auf seiner Instagram Seite @apis_melitensis buchen.
