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Jetzt ist Schildkrötensaison auf den Seychellen

Ich wollte immer schon mal sehen, wie die Babyschildkröten schlüpfen. Es muss ein tolles Gefühl sein, möglichst viele davon ins rettende Meer zu begleiten. Dieses Jahr wird vermutlich nichts aus diesem Traum, denn die Saison dafür läuft gerade. Ich kann mich noch gut erinnern, wie wunderschön und bewegend es gewesen ist mit einer Meeresschildkröte vor der thailändischen Insel Koh Tao zu schwimmen. Eine Viertelstunde bin ich mit dem Tier geschwommen, habe sie durch meine Schnorchelbrille beobachtet. Sie hat sich nicht von mir stören lassen. Das war ein wunderschönes Erlebnis, das ich nicht vergessen habe.

Platte Island in den Seychellen, ein bedeutender Nistplatz für Meeresschildkröten, befindet sich derzeit mitten in der aktiven Nistsaison der Hawksbill-Schildkröten (Eretmochelys imbricata). Die Nistsaison dieser leider bedrohten Schildkröten dauert in der Regel von September bis März. Auch die Grüne Meeresschildkröte (Chelonia mydas) nistet auf Platte Island, üblicherweise zwischen Januar und September. Ich beneide die Touristen, die derzeit dieses Natürwunder erleben dürfen.

Naturschutz unter Anleitung

Während der Saison machen sich die frisch geschlüpften Schildkröten auf den Weg ins Meer, vor allem in den frühen Morgenstunden und späten Nachmittagen. In der Hochphase der Schlüpfperiode haben Gäste des Waldorf Astoria auf Platte Island die einmalige Gelegenheit, dieses magische Naturschauspiel unter der Anleitung eines Naturschutzteams hautnah zu erleben. Schildkrötenspuren, Nester und schlüpfende Jungtiere sind an den Stränden von Platte Island keine Seltenheit.

Naturschutz im Fokus

Um eine sichere und respektvolle Interaktion mit den Tieren zu gewährleisten, werden geführte Strandspaziergänge angeboten, bei denen geschulte Mitarbeiter die Gäste begleiten. Diese Spaziergänge bieten die perfekte Gelegenheit, mehr über das Verhalten der Schildkröten, die Naturschutzbemühungen der Insel und die wichtige Rolle von Platte Island im Schutz der Meeresschildkrötenpopulation der Seychellen zu erfahren. Der Schutz der Tiere steht dabei an oberster Stelle, und unser Team achtet darauf, dass die Tiere nicht gestört werden.

Weitere Highlights

  • Platte Island’s Schildkröten-Überwachungsprogramm trägt maßgeblich zu den nationalen Naturschutzbemühungen bei. Die gesammelten Daten fließen in Initiativen ein, die dem Schutz dieser gefährdeten Arten dienen.

  • Gäste haben außerdem die Möglichkeit, an der Überwachung der Nester teilzunehmen und so einen tieferen Einblick in die Naturschutzarbeit auf der Insel zu gewinnen.

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2 Kommentare

  1. Hallo,
    ich kenne die Welt nicht vom Reisen. Ich erlese mir die Welt. Daher lese ich gerne bei dir mit.
    Schildkröten sind für mich spätestens seid Tabaluga (Nessaja) , aber eigentlich bereits in der Unendlichen Geschichte ( die Uralte Morla -da war ich noch sehr jung) interessant geworden.
    Ich bin sehr froh über den Kommentar von g.satansbraten und den Hinweis über den Schildkröten-Schutz vor der eigenen Haustüre. Wir bzw. ich vergesse oft, dass mein Konsumverhalten nicht nur meine direkt Umgebung beeinflusst, sondern unsere Erde einfach ein großes Konstrukt ist, in dem alles ineinander übergreift.
    Vielen Dank für deinen Beitrag.
    Liebe Grüße
    Britta

  2. Das Amuesante an den Winzlingen – jedoch wohl auch bei deren ‚Elterngroesse‘ (so lange man diese noch heben kann 😉 !) ist: wenn in die Luft gehoben, fangen sie SOfort an zu ‚Schwimmen‘. D.h., nicht ein Pfoetchen vor’s Andere zum Gehen auf dem Lande/Sande, sondern schoene grosse ‚Aermel-Zuege‘ zum flotten Vorwaertskommen wie im Wasser.
    Achtung: nur Touristen-Fuehrungspersonal darf dies evtl. vorfuehren/zeigen; ansonsten oftmals Strafe in einigen Laendern!

    … und vorsichtshalber bei evtl. zukuenftigen Bade-Interaktionen mit Schildkroeten aufpassen, dass der ‚Neue Freund‘ keine Alligator-Schildkroete ist, denn sonst schaut man seeehr schnell ’seeehr alt‘ aus. Auch wenn klein, so trotzdem kein ‚Respekt‘ vor evtl. ungeniessbaren und groessenmaessig dominanteren Menschen.
    … und deren Praesenz ist mitunter nicht einmal bekannt bzw. eigentlich auch nicht natuerlich gegeben, da diese oefter mal einfach von ‚Hmm-Tierliebhabern‘ ausgesetzt werden!

    Eigentlich muesste man die kleinen Schildkroeten ja sogar schon auf ihrem direkten Weg ins Wasser bzw. ein grosses Stueck weit IM Wasser mehrfach verteidigen:
    – Boote mit zwischen sich gespannten (Fein) Netzen gegen die immer schon lauernden fliegenden Fress-Interessenten?
    – ebenso: schwimmende auch den Kuestenbereich wartend umzirkelnde Gross-Fische o.ae. ordentlich ‚An-Buhen/-Bellen‘ (= weiss ich aber leider noch nix Funktionierendes; Ihr vielleicht?)?

    Keine Ahnung, in wie weit f. die Kleinen der Uebergang/Eingang vom Sand ins Meer wichtig ist oder ob man evtl. welche per Boot viiiel weiter ins Meer bringen sollte und dann sozusagen ‚auskippen/verteilen‘ ?
    O.k., zuerst einfach mal als Mensch vor der ‚eigenen Haustuere kehren‘ mit dem Schildkroeten-Schutz: im Wasser treibende Plastiktueten sehen noch immer wie fressbare Quallen f. die armen Dinger aus und ueblicherweise wandern diese schliesslich auch nicht ‚auf eigenen Fuessen zum Baden‘ ins Meer, oder ?

    – ob ich irgendwann auch einmal aufhoeren muss, deren Futter (= u.a. eben Quallen) selbst zu essen, werde ich noch eine Weile beobachten.

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