Im Oktober heißt es: Eine Woche ohne Fleisch
Die erfolgreiche Kampagne „EINE WOCHE OHNE FLEISCH“ (NATIONALE WEEK ZONDER VLEES), die seit 2018 jedes Jahr Millionen Menschen in den Niederlanden erreicht und 2023 in Belgien startete, kommt nach Deutschland. Vom 7. bis 13. Oktober 2024 sind alle eingeladen, sich einer inspirierenden Challenge zu stellen: sieben Tage lang eine fleischreduzierte Ernährung auszuprobieren. Die von der Europäischen Union im Rahmen des European Green Deal geförderte Aktion wirbt für einen bewussten, flexitarischen Konsum und nachhaltige Ernährungsgewohnheiten. Namhafte Partner aus Industrie und Handel, die nach und nach bekannt gegeben werden, unterstützen die Kampagne.

Ganz klar: ich bin keine Vegetarierin, Veganerin schon gar nicht. Vegan könnte und will ich nicht. Aber Flexitarier – das ist mein Ding. So um die 200 -300 Gramm Fleisch die Woche reichen mir völlig. Das ist weit weniger als der deutsche Durchschnitt, der um die ein Kilo pro Kopf pro Woche isst. Ich bin überzeugt, die Ablehnung gegen vegetarischer Ernährung kommt daher, weil Deutsche einfach kein Gemüse kochen können. Schmackhafte Zubereitungen wie sie die Küchen Asiens oder des Orients kennen, sind hier unbekannt. Leider. Zu Omas Zeiten war das anders, erst die 50er und 60er Jahre haben in Deutschland das Gemüse in die Schmuddelecke geschickt. Zeit, das zu ändern. Initiatorin Isabel Boerdam lädt zum Mitmachen ein: „Lasst uns gemeinsam neue kulinarische Abenteuer erleben und entdecken, wie lecker, easy und vielfältig Veggie-Gerichte sein können. Schritt für Schritt schaffen wir eine bessere Zukunft für unsere Kinder und deren Kinder.“ Die 7-Tage-Challenge regt dazu an, das eigene Essverhalten zu überdenken. Mit einer einfachen Maßnahme kann jeder einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten und neue kulinarische Horizonte entdecken.
Warum den Fleischkonsum reduzieren?
Viele Menschen denken darüber nach, ihren Fleischkonsum zu reduzieren – nicht nur aus gesundheitlichen Gründen, sondern auch wegen der Auswirkungen auf den Klimawandel. Laut BMEL-Ernährungsreport 2023 schränkt knapp die Hälfte der Befragten (46 %) ihren Fleischkonsum bewusst ein – ernährt sich also flexitarisch. „Diese Menschen wollen wir erreichen und auch diejenigen, die diesen Schritt noch nicht gegangen sind“, sagt Boerdam. Über 80 % der niederländischen Teilnehmer*innen gaben nach der Kampagne an, dauerhaft weniger Fleisch essen zu wollen. „Damit können wir wirklich etwas bewegen!“, freut sich Boerdam.
Die Klimakrise gehört zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Ein Drittel der weltweiten Treibhausgasemissionen stammen aus der Lebensmittelproduktion, dabei 60 Prozent aus der Fleischproduktion. Dieser Zusammenhang ist vielen Deutschen bereits bewusst. „77 Prozent halten es für den Klimaschutz für wichtig, dass die Menschen weniger Fleisch essen“, so ein weiteres Ergebnis des BMEL-Ernährungsreports 2023. Die Reduzierung des Konsums tierischer Produkte ist entscheidend für den Klimaschutz und steht im Einklang mit den Ernährungsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).
Deutschland-Premiere nach Erfolgen in den Niederlanden und Belgien
„Eine Woche ohne Fleisch“ ist die größte Kampagne zur Veränderung des Essverhaltens in den Niederlanden und hat 2024 über 2,8 Millionen Menschen inspiriert, die pflanzenbasierte Küche zu entdecken. „Es ist uns gelungen, ein Fünftel der niederländischen Gesamtbevölkerung für eine flexitarische Ernährungsweise zu begeistern, indem sie während des Aktionszeitraums sieben Tage lang vegetarischen Lebensmitteln den Vorzug gaben“, erklärt Boerdam. „Unser Ziel ist es, ein sehr breites Publikum auf sympathische Weise zu erreichen. Denn eine Woche lang mal kein Fleisch zu essen, das sollten wir doch alle können“, so Boerdam weiter. Ich werde auf alle Fälle mitmachen – und ihr?
#EineWocheOhneFleisch


„…. Ein Drittel der weltweiten Treibhausgasemissionen stammen aus der Lebensmittelproduktion, dabei 60 Prozent aus der Fleischproduktion. ….“
Hmmm, ‚was machen‘ wir eigentlich mit den Reis(an)bauern? Ich meine: die Kuehe werden ja schliesslich argst boese beschuldigt, aber ….
Die/etliche ohnehin mitunter nicht gerade finanzkraeftigen Laender dann …. ?
Es wird nicht leicht, aber sooo viel Fleisch wie mancher-orts/-Landes kann ich wirklich nicht verstehen. In einigen europaeischen Laendern habe ich als Urlauber nach ca. 2 Tagen mich meist hilfesuchendst nach wenigstens einem tuerkischen Restaurant (= ‚Erst-Zugereiste/Auslaender‘, welche anders kochten?) umgesehen, wenn schon ’sonstige Globalitaeten-Restaurants‘ entweder gaenzlich unbekannt oder eben weit duenner gestreut vertreten waren.
… und ich hasse es, wenn bei Bestellung von 1 x ein vegetarisches Gericht und 1 x ‚Mixed Bag‘ die vegetarische Version automatisch der Frau des Zweier-Tisches vor die Nase gestellt wird.
…. und ja: vielerorts besteht Salat und/oder sogar ‚gekocht-verbessertes‘ Gemuese wirklich nur aus ‚SPÖ‘ als beste, aeh, Verschoenerungs-Idee; d.h.: von mir nach alter Obelix-Variante* dafuer nur ein geheultes „… die armen Zutaten“.
Um aber ehrlich zu sein, war die einstige sehr geldsparende Einsatz-/Arbeitskraft meiner Mutter ueberwiegend den sich oftmals ’selbst-kochenden‘ bzw. ‚langsam-und-ohne-weitere-Ueberwachungseinsatz‘ noetigen Fleischgerichten des Haushaltes zuzuschreiben. Und was die gute Frau dafuer alternativ f. Arbeiten/Aufgaben bewaeltigt hat bzw. konnte! Viel Gemuese als Beilage gab’s aufgrund von eigenem Garten und finanziellen Gruenden trotzdem, aber – aufgrund von mitunter weit groesserem Arbeitsaufwand** – vorzugsweise eben auch nur als ’schneller-machbare-Beilage‘. Als Tochter dieser Frau muss ich darum mit dem ’schlechten (Familien-) Ruf‘ einer Vegetarierin fertig werden/leben. Zwar bin ich ein Mix mit aber eben viiiiel Neugierde; die interessantesten Gerichte fand ich naemlich bisher immer bei sog. ‚Fleisch-Mangel-Kueche‘
Mit ‚Steak‘ als Qualitaets-Feature braucht mir gar Niemand mehr kommen. Bei Dominant-Fleisch-Gerichten einer Speisekarte frage ich mitunter schon irritiert, ob man auch was anderes kochen kann; bitte/danke ?
… ausserdem gibt’s das dann daheim viiiel billiger inkl. eben stattdessen mit ‚Beilagen-Dominanz‘ !
LG;
ich bin im Oktober ziemlich sicher automatisch dabei: warum in Umkehr sein Leben aendern nur um anti-zyklisch zu sein?
Vieles lohnt wirklich nicht wegen/auf Biegen&Brechen.
* Orig.: „… das arme Wildschwein …“ Dies als man ihm in ‚Great-Britanien‘ Pfefferminz-Sauce dazu reichte.
** wenn besuchende Gross-Stadt-Verwandtschaft immer neidvoll DAS tolle Gemuese im Garten bewunderte, waren sie immmmer liebevollst eingeladen zum ‚Mit-Kreieren‘: viel Buecken beim Ernten; sorgfaeltigst Waschen und sich nicht selbst versehentlich ertraenken dabei (!); weiteres Puuutzen/Schaelen/Schnippseln und …. dann eben an den heissen Herd stellen und ‚bewachen‘ … viiiiel bewachen, da sonst sehr schnell nur Puerree/Brei ‚von-was-auch-immer-Gemuese‘ 😉 .
DIEsen Einladungen hielt die liebe Verwandtschaft ueblicherweise nur EINEN Tag lang stand, dann war man wieder froh ueber ‚Althergebracht-Schnellere-Fleisch-Kreationen‘ .
Jedoch: mein eigener Garten bleibt ein dominant Nutzgarten bis ich irgwendwann selbst Duenger-Stadium erreiche. D.h., eine der wenigen und beinahe groessten Zier-Pflanze dort spiele ich selbst … mit viiiel Grinsen um die Nase !
Hallo Katrin,
ich wollte morgen in meinem Wochenrückblick auch über „Eine Woche ohne Fleisch“ schreiben. Erstmal nur als kurzer Hinweis. Wenn es okay, verlinke ich deinen Beitrag in meinem Beitrag.
Ich möchte unbedingt mit machen, denn es ist so wie du schreibst. Gemüse aus meiner Kinderheit immer mit Mehlschwitze und heute kein Hit mehr. Alternativen finde ich nur schwer und auch der Salat stirbt quasi an Eintönigkeit. Fleisch gehört bei mir zum Essen hinzu, aber es schmeckt mir immer seltener. Die Metzgereien in unsere Stadt schließen, aus unterschiedlichen Gründen . Da bleibt nur der Supermarkt. In einem gibt es gutes Fleisch und Wurstwaren von einem Metzger aus der Region und auf dem Wochenmarkt kaufe ich auch Fleisch. Hier regelmäßig. Ich sehe, es wird in der Woche im Oktober nicht nur viel zu probieren, sondern auch zu schreiben geben.
Liebe Grüße,
Britta
Probier mal ein Monat ohne Zucker, das habe ich mal gemacht. War echt super schwierig. Zucker ist praktisch überall enthalten.
sehr gute Idee vielleicht probiere ich das auch mal normal essen wir schon wenig Fleisch etwas mehr Fisch .. vielleicht … Danke für die Anregung