Hilgerlicious – Luxus ist unsere Natur

Alles, was das Leben schön macht – aber nachhaltig!

Die besten Reisewege für Foodies durchs Salzburger Land – Via Culinaria

Spinatknöderl mit Käsesahnesauce und Kräutern

Wer diesen Blog regelmäßig liest, weiß, ich schätze ein paar Dinge auf dieser schönen Welt ganz besonders: Reisen, Mode – und gutes Essen. Leider beißen sich die Leidenschaften ein wenig, da nicht jede Mode Platz lässt für all die Schmankerl, die ich so gerne probieren möchte. Egal. Mittlerweile gibt es auch in 42 schöne Kleidung und kein Pradakleid dieser Welt wäre es wert, ein freudloses Diätleben führen zu müssen. Barocke Formen, barocker Genuss – das bin ich. Wo wir schon mitten im Thema wären. Nämlich in der Barockstadt Salzburg und ihrem wunderschönen Umland. Das Salzburger Land bietet nicht nur fantastische Bergkulissen, kühle Wanderwege, vielbesungene Seen wie den Wolfgangssee oder Radlstrecken, sondern auch wunderbares Essen, das mich immer wieder über die Grenze fahren lässt. Ja, wir haben in Bayern auch tolle Küche, aber irgendwie ist es in Salzburg und Umgebung immer noch ein bisschen feiner. Ich denke, da haben die Österreicher eine stärkere Bindung zur Tradition und eine Liebe zum Essen. Menschen sind jenseits der Grenze einfach bereiter, mehr Geld für gutes essen auszugeben. Das schmeckt man.

Das kleine Schwarze in Salzburg

Via Culinaria – zehn Routen zum Genuss

Und weil es zwar unendliche viele Gastrotipps im Internet gibt, aber die ziemlich unübersichtlich und nicht immer sonderlich zuverlässig sein können, hat der Tourismus-Verband Salzburger Land nun zehn ganz besondere Touren für kulinarische Entdeckungsreisen zusammengestellt. Insgesamt gibt es 330 Genußtipps, eine wertvolle Sammlung voll ausgezeichneter Gasthäuser, Restaurants, Kaffeehäuser und kulinarischer Leuchttürme. Denn das ist immer eine Frage, wenn man im Urlaub ist: wo ist das Essen wirklich klasse?  Wer hat einen echten Geheimtipp parat? Wo gibt es die besten Salzburger Nockerln? Wer kocht die feinsten Rindsrouladen? Und wo gibt es wirklich herzhafte Pinzgauer Kasnockn, im Eisenpfandl zubereitet? Um den Genussadressen im Salzburger Land eine Landkarte zu geben, wurde die Via Culinaria erdacht. Dort findet sich etwa die urige Almhütte, die für ihre Käsespezialitäten aus kerngesunder Milch bekannt ist. Oder die schlosseigene Fischerei, in der frühmorgens die Forellen gefischt werden, um anschließend über Buchenholz geräuchert zu werden. Wenn das Wild in umliegenden Wäldern gedeihen konnte, wenn die hochprozentigen Genüsse aus vollreifem Obst des Bauerngartls gebrannt wurden, wenn der Bierbrauer zur Führung in sein Hochrefugium einlädt. Auch der Topkoch Eckhart Witzigmann hat eine Tour mit seinen Favoriten erstellt.

Den Gastroweg für „Feinspitze“ würde ich gerne testen, aber Haubenlokal nach Haubenlokal abzuarbeiten, das fände ich eine Sünde an den Köchen. Die Lokale merke ich mir aber und besuche sie lieber zu besonderen Anlässen. Überhaupt nehme ich die Listen als Vorschläge, um so peu a peu neue Lokale auszuprobieren. Es ist fantastisch, mit welcher Kreativität mache Köche aufwarten, um noch nie Gesehenes und Erschmecktes auf den Teller zu zaubern.

Ein Waldspaziergang als Menü – das perfekte Dinner von Vitus Winkler

Ich möchte euch dazu ein Beispiel geben – ein Menü von Vitus Winkler, der uns bei einem Presseevent bekochte – und der natürlich auch auf der Liste der Topköche zu finden ist. Der junge, nette Koch stammt auch aus dem Salzburger Land, er kocht im Hotel Sonnhof in St Veit im Pongau. Es war der Wahnsinn. Sein Menü sollte einen Spaziergang durch den Wald nachempfinden. Es begann bei den kleinen Kieseln am Wegrand. Wir bekamen schwarze Steine mit ein wenig Moos drauf serviert. Äh was? Die Steine waren mit Kohle gefärbte Teighüllen, gefüllt mit Tatar und mit Bergkäutern verfeinert, und das ganze geräuchert mit Flechten.  Es hat unglaublich beeindruckend ausgesehen und mindestens so gut geschmeckt. Danach ging es an einen Seerosenteich mit Forelle. Zum Hauptgang auf eine Blumenwiese mit Kräuternockerln und Wiesenblumen. Der Nachtisch war ein Tanneneis mit Klee und Waldheidelbeeren. Besonders fein und filigran die Verzierung mit einem Schokobaum. Ganz ehrlich – solche Erlebnisse machen das Leben schön und sind der Grund, warum es diesen Blog gibt. Und – es gibt immer noch mehr zu entdecken.

Via Culinaria kann entweder online besucht werden oder es gibt einen kostenlosen Reiseführer im Printformat zu bestellen