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Die geheime Wunderzutat für traumhafte Gerichte – Aromaöle!

kalter Joghurt mit heißen Tomaten und selbstgemachtem Fladenbrot

Überall auf der Welt kennt man das Geheimnis der perfekten Würzung. Im Gegensatz zur oft etwas faden deutschen Küche fahren andere Länder ganz andere Geschmacksgeschütze auf, die den Gaumen zum Explodieren bringen. Da werden nicht nur frische Kräuter oder Gewürze zum Kochen genutzt, sondern auch Blütenwasser wie Rosen- oder Orangenblütenwasser, und Würzöle aus Kräutern und Blumen. Das persische Reisgericht Shirin Polo wir etwa mit Orangenschalen un deren Öl, Pistazien, Kardamom, Safran und Berberitzen gewürzt, eine Geschmacksfülle, die umhaut. Königlich lecker! Wenn ich einen Wusch frei hätte, dann den, deutsche Köch*Innen von ihrer Angst vor zuviel Würze zu befreien. Klar, ab und an wird ein Essen mal zu scharf, zu salzig, ein Gewürz überlagert die anderen – aber dafür werden die eigenen Geschmacksknospen und die von bekochten Freunden immer wieder mit ganz besonders tollem Essen belohnt. Experimentieren lohnt sich.

Milchreis von Sonnentor mit aromatischen Würzölen

Da ich versuche, möglichst viel Power ins Essen zu bekommen, bin ich immer auf der Suche nach neuen Gewürzen – und bin auf der Biofach fündig geworden. (Die Messe war eins er letzten Highlights vor Corona, ich bin so froh, dagewesen zu sein) Am Stand von Sonnentor kochte jemand Milchreis. Schön cremig, mit unnachahmlichem Aroma – mit Tonkabohne und zwei Gewürzölen, Orange und Zitrone. Ich war so begeistert, ich hab mir die Öle gleich organisiert und verwende sie momentan überall.  Gemüsesuppen bekommen einen echten Frischekick damit, Kuchen und Süßspeisen werden luxuriös und unvergleichlich aromatisch. Und mein absoluter Favorit ist griechischer Joghurt mit Salz, Pfeffer und Zitronenöl verrührt. Dazu im Ofen gebackene Minitomaten. Die heißen Tomaten mit dem eiskalten Joghurt und dazu frisches Fladenbrot…bestes Abendessen der Welt. Die Idee stammt leider nicht von mir, sondern meinem Küchenguru Yotam Ottolenghi aus dem Kochbuch Simple. Ich hab das Rezept noch weiter vereinfacht.

Einfach griechischen Yoghurt (10 Prozent) direkt aus dem Kühlschrank mit zwei, drei Tropfen Zitronenöl, Salz und Pfeffer verrühren. in der Pfanne Olivenöl erhitzen, zwei Handvoll halbierte Datteltomaten anbraten. Mit Salz, Pfeffer, fein gehacktem Knoblauch, koreanischen Chilliflocken, Kreuzkümmelpulver und etwas Zucker anbraten, dabei die Schalen schön dunkel werden lassen. Den Yoghurt in einen tiefen Teller füllen, die heißen Tomaten aus der Pfanne darüberhäufen. Fertig. Dazu hausgemachtes (oder frisch gekauftes) Fladenbrot. Das ist ein Rezept für eine Person, maximal zwei, weil es für mich Soulfood ist, das ich geniesse, wenn ich nur schnell für mich koche.

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4 Kommentare zu “Die geheime Wunderzutat für traumhafte Gerichte – Aromaöle!

  1. Orangenöl oder Zitronenöl zum Kochen verwenden – das ist einmal eine sehr gute Idee! Ich kenne das nur aus der Weihnachtsbäckerei.
    LG
    Sabiene

    • katrin hilger

      Dafür sind die Öle eigentlich auch gedacht gewesen, aber ich hau die mittlerweile in alles rein 😂😂😂

  2. Dr. Lena Hummel

    Ich fürchte, der Begriff „ätherische Öle“ ist hier nicht ganz glücklich gewählt. Definitionsgemäß sind ätherische Öle extrem flüchtig und überdies potenziell hochgradig allergen, weshalb sie normalerweise in Speisen nicht verwendet werden. Eher ist hier wohl von normalen Würzölen die Rede, die, chemisch betrachtet, zu den fetten Ölen zählen, was natürlich nicht so chic klingt.

    • katrin hilger

      Das ist ein guter Hinweis – dann werde ich das ändern.

Kommentare sind geschlossen.