Bei Irmi schmeckt es wie bei der Oma: Münchens beste Schnitzel haben Konkurrenz bekommen

Ich bin ja immer auf der Suche nach dem perfekten Schnitzel, weil ich die, wie 99 Prozent der Menschheit, so gerne esse. Ein wirklich Gutes zu finden ist nicht leicht – weil die Kombination aus gutem, saftigem, aber nicht wässrigem (Bio)Fleisch, knuspriger Panade, leckeren Beilagen doch einen erfahrenen Koch und gute Zutaten erfordert. Neulich hatte ich das Glück, endlich mal wieder fündig zu werden. Und das ausgerechnet in der Umgebung des Münchner Hauptbahnhof, wo man sich sonst ausschliesslich von Pizza oder Döner ernähren kann, hat etwas versteckt ein kleines Juwel aufgemacht: die Irmi in der Goethestr 4- das Konzept ist einfach, aber schlüssig. Dort soll es bayerische Küche geben, qualitativ hochwertig, nur leicht modernisiert, in großen Portionen, aber bezahlbar und unkompliziert. Wie das Essen bei der Oma früher. Deswegen heißt das Lokal Irmi, wie die von Erni Singerl gespielte Haushälterin beim Monacofranze. Irmi ist die perfekte Oma. Bei ihr ist es gemütlich, das Essen schmeckt einfach toll, weil sie kennt seit langem die besten Händler: wie zum Beispiel die Metzgerei Vogl in Haidhausen z, wo jeder Einheimische, der sich auskennt, Wurst und Fleisch einkauft. Da holt auch die Irmi zB ihre Bratwürste. Das Bier kommt vom Giesinger Bräu. Das passt.

Das Lokal ist geräumig, aber nicht stylisch leer, viel Holz, kleine Blumenvasen auf den Tischen – weit weg vom Bayernkitsch. Die Gäste haben die Wahl zwischen verschiedenen Tischhöhen, mit schlichten, aber bequemen Lederstühlen. Für größere Runden eigenen sich die runden Tische mit gepolsterten Sitzbänken. Das Essen ist exakt das, was versprochen wird: Sehr gute bayerische Küche ohne Chichi und ohne Albernheiten. Das Wiener Schitzel vom Kalb oder das Münchner Schnitzel mit Senf und Meerrettich unter der Panade sind meine Favoriten, aber die Ente mit traumhafter Sauce oder das Giesinger Gulasch sind auch nicht zu verachten. Die Knödel sind locker, die Bratkartoffeln resch und mit Zwiebeln gebraten. Nicht wundern, woher ich das alles weiß. Weil ich alles probiert habe: Unsere Runde hat sehr viel bestellt und einmal durchgereicht. Das Essen kommt auf schlichten Tellern oder in kleinen, altmodischen Emailtöpfen, was mir ganz besonders gut gefällt. Passend zum Essen gibt es das gute Bier vom Giesinger aus dem Fass, in der Flasche gibt es zB den Lemon Drop, ein fruchtiges, leicht zitroniges Craftbeer.

Große Portion Kaiserschmarrn

Auch der Nachtisch kommt sehr traditionell daher, die Spezialität ist Kaiserschmarrn, wunderbar, mir persönlich fast zu süß, aber ein richtiges Hauptgericht von der Mächtigkeit her. Da reicht eine Suppe vorweg. Die Schokokücherl sind perfekt, feine Krume und innen zart zerlaufend…ein modernes Highlight ist das Eis: Apfel Basilikum, Sauerrahm und Beereneis platzen vor Geschmack. Nicht so süß, säuerlich, frisch – herrlich. Da hätte ich eine Riesenportion verdrückem können!

Fazit: die Irmi kommt auf alle Fälle auf die Liste der sehr guten Lokale in München, für Schnitzel ist sie ein Toptip!

Irmi München
Goethestr. 4
80336 München
Telefon: +49 89 2422 2410
schreib@irmi-muenchen.de

täglich 17.00 Uhr – 23.30 Uhr

 

 

Verfasst von

Best Ager über 50. Redakteurin, Bloggerin, PR-Beraterin Infuencer Relations, Twitterfan. Spezialistin für das gute Leben: Nachhaltigkeit, Fair Trade, schöne Dinge aus Manufakturen - if you wanna have a good time, gimme a call

4 Kommentare zu „Bei Irmi schmeckt es wie bei der Oma: Münchens beste Schnitzel haben Konkurrenz bekommen

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