It’s all good – ein überraschend gutes Kochbuch

20131113-070003.jpgheute nehme ich mir bei der Bloggeraktion: jeden-Tag-ein-Buch ein Kochbuch vor, dass durch die US-Bloggerszene gejagt wurde wie kaum ein anderes: Das Kochbuch „it’s all good“ von Gwyneth Paltrow musste in der amerikanischen Presse viel Spott und Hohn einstecken. Die Zutaten seien zu teuer, die Rezepte abgedreht. und dass, was die schöne Gwyneth für die Kinderernährung empfiehlt, würde kein Kind je essen wollen. Zugegeben, ihre Erklärung dazu Klang nicht vielversprechend. Sie habe eine Allergie auf Gluten, auf Zucker, auf Nachtschattengewächse, dazu eine Laktoseintoleranz – das müsse nun alles eliminiert werden.
Das klang ziemlich gaga, aber ich war gespannt und hab mir das Buch bei Hugendubel einmal angesehen. Und ich war überrascht. Angenehm. So sehr, dass ich es mir gekauft habe. Denn was da gekocht wird, ist in Europa völlig normal – zumindest bei Leuten, die gerne kochen. Es ist nur in Amerika völlig absurd, solche irrwitzigen Sachen zu kochen wie frisches Gemüse, ab und zu mal kein Fleisch, Vollkornbrot, alles Bio mit gesunden Zutaten. Und wer Angst hat bei der Allergienliste: sie eliminiert nicht alles, weist aber darauf hin, dass Gerichte für Glutenallergiker geeignet sind – und das ist doch sehr praktisch. Wer bei diesem Kochbuch also makrobiotischen Wahnsinn oder die Tofuhölle erwartet, der liegt falsch. Im Gegenteil: die Rezepte sind gesund, das stimmt, aber sie sind vor allem sehr lecker, leicht zuzubereiten und deswegen geradezu ideal für Leute, die sich schnell mal etwas Gutes kochen wollen.

Ich kann den Spott der Amerikaner beim besten Willen nicht nachvollziehen. Viele Gerichte sind mittlerweile Standard in meiner Küche. Die Miso-Mandelsauce für Gemüse, Karotten mit Sesam, die koreanischen Cicken Tacos, Quinoa mit Milch. Ess ich oft und gerne. Dass ich auch mit den Rezepten nie so schlank sein werde wie Gwynny, merke ich an den Mengenangaben, was da für vier berechnet ist, schaffen wir locker zu zweit. (Muss halt jeder selbst ausprobieren)

Diese Rezension nimmt an der Aktion „Jeden Tag ein Buch“ von Arthurs Tochter kocht teil.

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