Meine liebsten Brotsorten in München

Ja, ich esse Kohlehydrate. Gern sogar. Mit NoCarb bis Lowcarb kannst du mich jagen. Pasta, Kartoffeln, Brot. Yes! Deswegen will ich euch heute meine liebsten Brotrsorten und gute Bäckereien in München verraten. Denn natürlich ist Brot nicht gleich Brot – da gibt es ja viel Gruseliges unter der Hitze der Backöfen. Wie ich ein gutes Brot definiere? Aromatisch, knusprig, mit duftiger Krume und Charakter. Es gibt nichts Schlimmeres als gummiartiges Brot aus der Plastiktüte. Oder das Brot aus den Schnellbackautomaten, das bereits nach einem Tag hart und ungeniessbar ist… In dem wunderbaren Film „Ratatouille“ schwärmt eine Köchin vom guten Brot und wie man es erkennt: „An dem Knacken der Kruste..“ Stimmt. Ich lasse Brot nie aufschneiden, weil ich der Meinung bin, dass jeder Belag eine besondere Brotdicke verlangt. Ich bin ein bißchen komisch, ich weiß. Viele der Brote, aber nicht alle, sind bio. Da bin ich beim Brot liberal.

Bildergebnis für brot ratatouille disney
Szene aus Disneys Ratatoille: die Köchin erklärt dem Lehrling, was gutes Brot ausmacht.

Wer in München über Brot spricht, kommt um die Hofpfisterei nicht herum. Die Brote gehören zu den Wahrzeichen Münchens, manche lassen sie sich sogar in andere Städte nachschicken oder nehmen sie eingeschweißt in den Urlaub mit. Kein Wunder, die Mühle ist zum ersten Mal 1331 erwähnt. Da sind es noch 160 Jahre, bis Amerika überhaupt einmal entdeckt wurde! Ganz viele Leute kaufen dort ihr Brot bereits geschnitten, ein Unding, wie ich finde (siehe oben).

Pfister Dinkelkastenbrot

Das Brot ist leicht säuerlich, knusprig, ein wunderbares Alltagsbrot, leicht getoastet, mit Marmelade und Frischkäse schmeckt es mir am allerbesten.

Pfister Karotte Sesam

Dieses besondere Brot gibt es nur jeden Freitag. Es ist sehr saftig, leicht süßlich, mit gut sichtbaren Karottenstreifen und Sesamsamen drin. Ich mag es am liebsten mit Chilli-Mango oder Rote Beete-Meerrettich Streich von Zwergenwiese.

Bauernkruste von der Bäckerliesl am Viktualienmarkt

Münchens älteste Standlfrau (mittlerweile 92) verkauft ihre Brote am Viktualienmarkt. Seit 1950 ist sie eine Institution, alle Münchner kennen und lieben die herzlich-grantelnde Dame, die irgendwie so etwas ist wie die Seele des Marktes ist und alles hat, was positiv an München ist. Leider verschlägt es mich zu ihr seltener als mir lieb ist, denn das Brot dort ist besonders gut, vor allem die doppelt gebackene Bauernkruste, die lange frisch und saftig bleibt. Ich esse sie immer mit Frischkäse oder den diversen vegetarischen und veganen Aufstrichen, die es mittlerweile überall gibt. Ein richtig gutes Brotzeitbrot, vor allem für Menschen, die gerne Käse und Wurst essen. Die Bauernkruste stammt, wie der Rest des Sortiments, von…

Brotmanufaktur Schmidt

Früher hab ich direkt neben einer Filiale von Schmidt gewohnt und hab den Laden nicht selten einfach im Schlafanzug besucht, nur mit Mantel drüber. Von denen kenn ich das gesamte Sortiment. Am liebsten hab ich früher dort Rosinensemmeln gekauft, aber igendwie sind die nicht mehr ganz so gut wie früher. Kleiner und ich vermisse das Orangeat im Teig. Dafür die Bauenkruste (siehe oben) und der gewaltige Laib das italienischen Brots, aus dem sich deliziöse Mozzarella-Tomaten-Sandwiches basteln lassen!

 

Ihle Pane Sole

Ihle mag in dieser Aufzählung überraschen. Und die haben auch mich überrascht, wie gut deren Backwaren sind. Aber diese Bäckerei, die viele Filialen in München hat, ist ein schwäbischer Familienbetrieb, der seine Anfänge bereits 1890 hat. Einige Rezepte stammen noch aus dieser Zeit. Ich mag deren Pane Sole am allerliebsten. Es ist ein besonderes Weißbrot, das sich absolut perfekt zu italienischem Essen eignet. Es ist geschmackvoller als klassisches Kastenweißbrot oder Baguette. Durch den verschlungenen Teig und seine Form hat es eine ganz besondere Konsistenz. Es ist nicht extrem knusprig, das mag ich gern. Zu Tomatensuppen, zum Überbacken von Zwiebelsuppe, mit Meersalzbutter und zu Antipasti. Manchmal stippe ich das Brot auch nur in gutes Oliven oder Trüffelöl – Wahnsinn.

Brot von Joseph bei Käfer
Brot von Joseph bei Käfer

Joseph Brot mit Traubensaft

Es ist im Käfer Stammhaus an der Prinzregentenstrasse zu kaufen, das Brot von Joseph aus Österreich. Die verschiedenen Sorten muss man alle probieren, das sind alles extrem geniale Brote, oft mit originellen Zutaten, wie etwa das Honig Lavendelbrot oder das Roggenbrot mit Apfelmus. Mir hat es mal wieder ein reines Dinkelbrot angetan, das mit Traubensaft verfeinert wurde. Dieses Brot ist ein absoluter Hammer. Ich liebe es mit allem, zu allem. Eigentlich mein Lieblingsbrot…

Rischart Tomatenbrot

Rischart hat für mich viel gute Sachen, im Fasching bin ich echt süchtig nach den Krapfen mit Himbeeren und Creme. Aber von den Broten ist und bleibt das Tomatenbrot das Highlight. Mit vielen getrockneten Tomaten im Teig ist es richtig würzig und schmeckt einfach so pur zu Suppen und Salaten gut. Toll auch, wenn die Grillsaison beginnt – vor allem, wenn man milderes Fleisch wie Hühnchen grillt, ist es wunderbar.

Rischart Filiale am Ostbahnhof

Das Brot vom Gandl

Zum Schluss noch ein echter Geheimtipp: Das Gandl am Annaplatz verkauft ein unglaublich gutes Brot, entweder pur oder mit Oliven drin. Buttrig, schwer, von der Konsitenz fast wie Brioche ist das Brot eine Mahlzeit für sich. Man kann es vorbestellen und dann abholen. Wenn man Gäste geladen hat und das perfekte Dinner plant – das ist das Brot dazu!

 

Verfasst von

Best Ager über 50. Redakteurin, Bloggerin, PR-Beraterin Infuencer Relations, Twitterfan. Spezialistin für das gute Leben: Nachhaltigkeit, Fair Trade, schöne Dinge aus Manufakturen - if you wanna have a good time, gimme a call

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