Nieder mit Vorurteilen: Warum eine Reise nach Israel so lohnt

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Israel hat viel zu bieten: Geschichte, Baden, Sehenswürdigkeiten und eine wirklich tolle Küche wie hier im Carmel Markt in Tel Aviv

Wir Deutschen reisen ja gerne. Und am liebsten dahin, wo alles geboten wird: gutes Essen, Strand, Kultur, Shopping, Nightlife, Wellness. Und in wenigen Ländern bekommt man all das so geballt und so gut wie in Israel. Nun wäre es naiv, wenn ich sagen würde, ich habe keine Ahnung, warum das Land als Reiseziel nicht beliebter ist. Die allgemeine Lage im Nahen Osten, die strengen, verstörenden Sicherheitsmaßnahmen am Flughafen und  zum anderen ist natürlich die Geschichte, die vom Besuch abschreckt. Ich möchte aber sagen, gerade deswegen ist es so notwendig, nach Israel zu reisen. Ist man erst einmal dort im Land unterwegs, vergisst man schnell, dass man wegen der Sicherheit besorgt war. Alle Leute um einen rum benehmen sich völlig normal. TeL Aviv und Jerusalem sind extrem moderne Städte geworden, der See Genezareth ein familienfreundliches Ferienparadies und ganz, ganz viel ist zum Entdecken am Toten Meer. Es baut viele Vorurteile ab, wenn ihr das Land besucht.

Und der Abbau von Vorurteilen ist wichtiger denn je in einer Zeit, in der unsere Welt sich derartig schnell verändert. Ein wichtiger Aspekt ist auch, dass wir jetzt Botschafter unseres Landes sind. Und zeigen können, dass wir Deutschen uns verändert haben und fähig sind, offen auf Menschen zuzugehen. Auch wenn uns eine fürchterliche Geschichte entzweit hat.  Israel ist ein gastfreundliches Land, keine Frage. Und ich will, dass Leute, die diesen Blog lesen und die ich alle für intelligente, freundliche Menschen halte, die Botschafter sind. Nicht die Bürger mit Brett vor dem Kopf. Von „Besorgten Bürgern“ will ich schon mal gar nicht sprechen. Die sollen bitte in Deutschland bleiben und uns nicht weiter blamieren im Ausland.

Ich hab das nicht nur in Israel, sondern auch in Kairo gesehen. Da haben wir uns „auf eigene Gefahr“, wie der Reiseleiter betonte, absentiert vom offiziellen Programm und sind ins ägyptische Museum und hinterher ins moderne Kairo gewandert. Es war ein Augenöffner. Wir besuchten Cafes und Geschäfte, in denn es mehr gab als Gips-Nofretetes und Kaftane. Es war toll und 180 Grad anders als die enervierenden Erfahrungen in den Tourismuszentren. Der nahe Osten ist nicht das,was wir täglich in den Nachrichten sehen. Bitte, fahrt selbst hin und überzeugt euch davon.

Wen ihr nach Tel Aviv kommt, ist es den meisten egal, dass ihr Deutsche seid. Hauptsache, ihr seid tolerant und weltoffen. Ich habe wunderbare Menschen dort kennengelernt und will so schnell wie möglich diese Stadt und dieses Land länger besuchen. Eine Woche in Tel Aviv und eine am Toten Meer – ist genau die richtige Balance aus Action und Ruhe. Viele Israeli leben wieder in Berlin, viele Beliner Startups zieht es nach Tel Aviv, der Austausch in der digitalen Szene ist bereits rege. Es wäre cool, wenn der Rest nachzöge.

 

6 comments

  1. Noch mit meinem Mann, waren wir 7 mal in Israel, – und hätten am liebsten dort eine Wohnung gefunden, – war leider (noch) – 🙂 – nicht möglich ! – Jedoch es waren immer sehr schöne Reisen, – ganz abgesehen, von all dem was wir dabei Gutes erfahren, gesehen, gelernt, und erlebt haben ! – wir haben diese Reisen im GLAUBEN und Vertrauen auf Gott – gemacht ! – Werde es nie bereuen ! – und möchte es nie missen ! –

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  2. Ich kann das zu 100% bestätigen! Ich selbst habe nach meinem Schulabschluss 1986 ein Jahr in Israel verbracht, danach war ich in jede UNI-Ferien dort. Seit ich berufstätig bin schaffe ich es leider nur jedes 2. Jahr. Es ist ein traumhaftes Land voller Gegensätze mit offenen, wunderbaren Menschen. Ich bin infiziert… 😉

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  3. Ich war schon fünf Mal in Israel und ich war, bin und werde gern immer Botschafterin für Israel sein.
    Ich für meinen Teil fand die Sicherheitsmaßnahmen nie streng oder verstörend, wir sind von unserem Jugendleiter gut darauf vorbereitet worden. Im Gegenteil, man fühlt sich dadurch gut aufgehoben. Was in Israel genauso der Fall ist.
    Sicher, wenn du als Jugendliche in dieses Land kommst und dich noch nicht so mit der dortigen Problematik auseinander gesetzt hast, dann kann so ein Soldat, der immer und überall in kompletter Uniform mit Waffe anzutreffen ist, irritieren. Doch schnell hatte man den Hintergrund verstanden und immer was zu erzählen.
    Sechs Jahre ist mein letzter Besuch her. Viel zu lang, aber derzeit leider nicht zu ändern.

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