Quality Time und ein Tofugericht

15327776_10154667973210256_2095195860_nVon Claudia Shanti

Ganz wichtig in der kalten Jahreszeit ist, dass wir uns Oasen schaffen, die uns fröhlich stimmen und Wohlgefühle auslösen. Ich gehe zum Beispiel, wenns richtig zapfig wird, einfach ins Bikram Yoga, das ist Yoga in einem 38 Grad heissen Raum. Da kommt sofort Summerfeeling auf. Wenn ich mich nicht bewegen mag, tuts auch die gute alte Sauna. Oder ein heisses Bad mit Zitronengras- oder Orangenbadekugeln, das hebt die Stimmung. Wärme ist einfach essentiell. Ich mümmel mich auch gern mit meinem Liebsten auf dem Sofa ein und dann betreiben wir Extremcocooning und glotzen stundenlang Netflixserien (zum Glück haben wir zu 90 % den gleichen Geschmack, was Filme und Serien betrifft) und essen lecker Pizza, Suppen, Mangos, schlürfen Cappuchino oder Tee. Manchmal kuschelt sich auch der Sohnemann dazu – einfach herrlich. Apropos, ich war neulich an einem langweiligen Sonntag mit meinem Minime in der Neuen Pinakothek und sogar er mit seinen 11 Lenzen war überaus beeindruckt von den ausgestellten Kunstwerken. Ganze 2 Stunden hat er es mit mir dort ausgehalten und die teilweise unfassbar schönen Bilder bewundert. Im Winter kann man all die Museen, die sonst nur Touris anschauen, wunderbar besuchen, Sonntag kostet der Eintritt überall nur einen Euro. Ein weiterer Geheimtip ist der Botanische Garten – insbesondere das Kakteen- und Sukkulentenhaus, da ist es ganz muckelig und tropisch warm und man kommt aus dem Staunen nicht heraus, wieviel Arten von Kakteen es gibt.

Gern treffe ich mich auch mit Freunden, der Winter ist ideal für Klamottentauschpartys und dabei lecker zusammen kochen, essen, Wein trinken und ratschen. Ich hatte schon superlustige Abende mit meinen Girls inklusive witziger Modenschauen, wenn wir unsre neu getauschten Sachen vorgeführt haben. So manche sah schon mal aus wie die Wurst in der Pelle :-)))))))))

Am allerliebsten treffe ich mich aber mit meiner kleinen Schwester (okay sie ist 3 cm grösser als ich, aber 4 Jahre jünger) und koche mit ihr. Leider sehen wir uns nicht so oft, aber wenn, dann ist es immer superlustig und unterhaltsam da wir die letzten Wochen in ein paar Stunden gemeinsam abratschen und erörtern müssen. Das Ganze geschieht in ihrer oder meiner Küche und wir schnibbeln zusammen was wir vorher gemeinsam eingekauft haben. Dabei ist auch folgendes leckeres, wie soll es anders sein, asiatische Gericht herausgekommen.

Mein Lieblingskohl Pak Choi mit Reisnudeln, Ingwer und Kokosmilch.

Zutaten: 4 Pak Choi , 1 kleines Pack Reisnudeln, 1 Dose Kokosmilch , Sojasprossen, Koriander , Tofu, 3 Knoblauchzehen, 1 kleine Zwiebel, 2 Tomaten , Sesam hell oder schwarz, Chili oder evtl. rote Thaicurrypaste , Ingwer , Sojasausse, Kokoszucker, Limette

Zubereitung: Knofi und Zwiebeln fein würfeln, den Ingwer in dünne Streifen schneiden und Tofu in 1 mal 1 cm Würfel oder auch gern größer schnibbeln. Diese Zutaten und den Sesam in einer Wokpfanne in Kokosöl anbraten, bis der Tofu ein wenig Farbe bekommt. Dann die Tomatenviertel hinzufügen und anbraten lassen. In der Zwischenzeit die Reisnudeln mit kochendem Wasser übergiessen und 5 min gar ziehen lassen. Dann das Wasser abgiessen – sonst werden sie zu weich. Den Pak Choi in Streifen schneiden. Den Tofu und die anderen Zutaten mit 2-3 ELSojasauce aufgiessen und kurz einköcheln lassen, dann etwas Chili oder einen halben Löffel rote Currypaste untermischen. Mit einem Teelöffel Kokoszucker bestreuen und gut vermengen. Jetzt die Kokosmilch hinzugiessen, muss nicht die ganze Dose sein. Wer keine Kokosmilch mag einfach etwas vegane Fischsauce (Rezept im vorherigen Eintrag) dazugeben und die dicken Enden vom Pak Choi kurz mitköcheln lassen, dann die weichen Blätter hinzufügen und die Reisnudeln dazugeben. Alles gut durchmischen , in Schälchen füllen, mit Koriander und den Sprossen bestreuen, evtl. etwas salzen oder mit Sojasauce nachwürzen. Ein Viertel Limette dazu reichen.

Bon Appetito ❤

Ihr könnt das Gericht komplett in Bioqualität kochen oder die Zutaen im asiatischen Supermarkt kaufen, dort gibt es eine größere Auswahl an geschmackvollen Kräutern, wie Thaibasilikum oder Pirilla, die auch gut dazu passen. Ihr könnt auch Gemüse wie Zucchini, Auberginen, Brokkoli je nach Geschmack hinzufügen. Ich bevorzuge Pak Choi, weil ich den milden Geschmack mag und er schön knackig bleibt, wenn man ihn zum Schluss hinzugibt, ausserdem ist er voll mit Vitamin C, Kalium, Carotin, Kalzium, sekundären Pflanzenstoffen und B-Vitaminen, also auch noch supergesund. Wenn das nix ist…

 

 

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s