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Geheimtipps in Vietnam – Tuy Hoa

Entdecke das unberührte Paradies rund um Tuy Hòa, Vietnam

ich liebe Vietnam. Ich war zweimal dort, jeweils einen Monat lang. Wir haben uns da viel Zeit genommen zum Reisen und versucht, neben den bekannten Touristenattraktionen wie Hoi An, Saigon oder der Ha long Bucht auch unbekanntere Destinationen zu erkunden. Zum Beispiel ist die Gegend rund um Tuy Hòa, eine Stadt in der Provinz Phú Yên, noch immer ein Geheimtipp. Hier erwarten die Reisenden einsame, aber großartige Strände, beeindruckende Basaltklippen (wie man sie auch aus Irland kennt) und ein Tempel, der so bizarr ist, dass er nur staunen lässt. „ist der von Instagram höchst persönlich entworfen worden?“ Habe ich dort meinen Freund ungläubig gefragt,

Begleite mich auf eine Reise durch dieses fast noch unberührte Paradies.

  1. Die Stadt Tuy Hòa: Ein unscheinbares Juwel

Wir sind mit dem Zug entlang der Küste gefahren, wir kamen von Lyson – einer so unbekannten Insel, dass sie nicht mal die Reiseführer kennen. Allerdings ist Lyson für die Vietnamesen ein Urlaubsparadies, die uns eine Freundin dort verraten hat. Mit der Fähre geht es nach Quang Nai, dort sind wir in den Zug gestiegen. In Vietnam gehört zu jedem Ticket auch ein fixerplatz, deswegen mache dort Zugreisen mehr Spaß als mit der DB.  Außerdem kommen in schöner Regelmäßigkeit food Verkäufer am Platz vorbei. 

Tuy Hòa liegt an der zentralen Küste Vietnams, etwa auf halber Strecke zwischen dem Touristenhotspot Nha Trang (viel besser als ihr Ruf, die Stadt ist super) und Quy Nhon. Diese charmante Stadt ist weit entfernt vom touristischen Trubel und hier lernen wir das alltägliche Vietnam kennen. Die dortigen Malls füllen sich allmählich, wenn auch noch nicht mit westlichen Marken. Die Stadt ist sauber, voller Restaurants und moderner Cafés und die Straßen sind breite, grüne Alleen. Aber nicht sonderlich spannend, denn die wahren Highlights liegen außerhalb ihrer Stadt-Grenzen.

  1. Die einsamen Strände von Phú Yên

Phú Yên ist bekannt für seine traumhaften Strände, die sich entlang der Küste wie Perlen an einer Kette aneinanderreihen. Diese Strände sind im Vergleich zu den bekannteren Küstenabschnitten Vietnams weitgehend unberührt.

Wir hatten das Palm Beach Hotel gebucht – am Strand von An My. Hier kannst du stundenlang spazieren gehen, ohne einer Menschenseele zu begegnen. Jedenfalls bis um circa 4:00 Uhr nachmittags. Dann bauen die Händlerinnen und Köchinnen der angrenzenden Dörfer. Ihre kleinen Kochgrills auf die einheimischen kommen an den Strand und baden und schwimmen. Ein außerordentlich seltenes Spektakel, ich hatte bis dahin den Eindruck, dass Vietnamesen das Wasser und das Meer nicht so lieben wie wir und nicht gerne schwimmen. Das war hier anders. Auf alle Fälle ist dann um spätestens 5:00 Uhr nachmittags Rambazamba am Strand. Und es gibt jede Menge zu essen, was wirklich toll für uns als Touristen war. Völlig begeistert waren wir vom frisch gepressten Zuckerrohrsaft und alle möglichen gefüllten Pfannkuchen, die wir für ein paar Pfennige an den Ständen erwerben konnten.

Bãi Xép – Der Goldene Sandstrand

wie immer buchten wir einen Motorroller und erkundeten die nähere und weitere Umgebung. Einer der schönsten Strände in der Region ist Bãi Xép. Dieser Strand besticht durch seinen feinen, goldenen Sand und das kristallklare Wasser, das in allen möglichen Blautönen schimmert. Umgeben von grünen Hügeln und Felsen, bietet Bãi Xép eine Postkartenkulisse, die dich den Alltag sofort vergessen lässt. Ein kleines Fischerdorf in der Nähe sorgt dafür, dass der Strand trotz seiner Schönheit unberührt bleibt.

Bãi Môn – Der Sonnenaufgangs-Strand

Ein weiterer atemberaubender Strand ist Bãi Môn, der besonders für seinen spektakulären Sonnenaufgang bekannt ist. Der Strand liegt in einer abgeschiedenen Bucht und ist nur über einen kleinen Pfad zu erreichen. Die Mühe lohnt sich jedoch, denn die Ruhe und die natürliche Schönheit dieses Ortes sind unvergleichlich. Die Umgebung von Bãi Môn ist wild und unberührt, mit kleinen Felseninseln, die aus dem Meer ragen, und einer faszinierenden Artenvielfalt, die das Herz jedes Naturliebhabers höher schlagen lässt.

  1. Die Basaltklippen von Gành Đá Đĩa

Ein weiteres Naturwunder, das in der Gegend von Tuy Hòa entdeckt werden kann, sind die Basaltklippen von Gành Đá Đĩa. Diese faszinierende geologische Formation besteht aus tausenden sechseckigen Basaltsäulen, die wie aufeinander gestapelte Platten aussehen. Sie entstanden vor Millionen von Jahren durch vulkanische Aktivitäten und wurden durch die Erosion zu dem geformt, was wir heute sehen.

Die Klippen von Gành Đá Đĩa erstrecken sich entlang der Küste und bieten einen beeindruckenden Anblick, besonders bei Sonnenuntergang, wenn das Licht der untergehenden Sonne die Klippen in ein goldenes Glühen taucht. Dieser Ort strahlt eine fast magische Atmosphäre aus, die sowohl Einheimische als auch Touristen in ihren Bann zieht.

Es ist lustig zu sehen, wie Vietnamesen reisen. Die Gruppen ziehen sich gerne in einer Art Gruppen Outfit an, haben gleiche T-Shirts oder Hüte. Für die etwa 100 m vom Parkplatz bis zur Klippe gibt es ein Bimmelbähnchen und mindestens drei Lokale, bei denen man sich für diesen anstrengenden Weg stärken kann. In einem dieser Etablissemts spielen hübsche Vietnamesinnen in Tracht auf Marimbas, die aus dem Basalt der Klippen geformt sind.

  1. Der verrückte Tempel: Chùa Đá Trắng

Der Höhepunkt meiner Reise war zweifellos der Besuch des Chùa Đá Trắng, auch bekannt als der „verrückte Tempel“. Dieser Tempel liegt versteckt in den Hügeln von Tuy Hòa und ist so einzigartig, dass er in keiner Reiseführerbeschreibung fehlen darf. Chùa Đá Trắng ist ein kleiner, abgelegener buddhistischer Tempel, der aus weißem Stein erbaut wurde und durch seine eigenartige Architektur und Dekoration auffällt.

Was diesen Tempel so „verrückt“ macht, ist seine eklektische Mischung aus Stilen und Symbolen. Statuen von Drachen, mystischen Kreaturen und mythologischen Figuren zieren die Anlage. Einige dieser Statuen sind riesig, andere winzig klein, und sie scheinen ohne erkennbares Muster oder Konzept über das Gelände verstreut zu sein. Der Tempel hat eine surreale Aura, die dich in eine andere Welt entführt – eine Welt, in der die Grenze zwischen Realität und Fantasie verschwimmt.

  1. Fazit: Ein Ort zum Verweilen und Entdecken

Die Gegend rund um Tuy Hòa ist ein verstecktes Paradies, das auf seine Entdeckung wartet. Mit ihren einsamen Stränden, beeindruckenden natürlichen Formationen und einem Hauch von Mystik bietet sie eine perfekte Flucht aus dem Alltag. Wenn du auf der Suche nach einem Reiseziel abseits der ausgetretenen Pfade bist, das dir die Schönheit und das authentische Leben Vietnams zeigt, dann solltest du Tuy Hòa unbedingt auf deine Liste setzen.

Mach dich auf den Weg und erlebe das unberührte Vietnam – bevor es alle anderen tun.

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3 Kommentare

  1. Wir waren 2024 im Palm Beach Hotel. Die Strände und das Hotel hatten wir meist für uns. Nachdem wir uns mit den „hoteleigenen“ Hunden angefreundet hatten und auch das Frühstück öfter selbst zubereiteten, waren es traumhafte Tage zum Ausspannen. Die Menschen waren sehr hilfsbereit und freundlich. Wir sind seit einer Woche wieder von unserem diesjährigen Vietnambesuch zurück und haben wieder tolle Orte abseits der üblichen Touristenpfade gefunden.

  2. What a fabulous post and thank you for doing so. I was in Vietnam in November for the first time and very much enjoyed it, reading of your travels wants me to explore further. Although looking at those tiny stools did remind me that they are not what we Westerners are used to.

    1. Idnt this he fun about traveling? Leaving the comfort zone, trying something new? But i have to admit its sometimes hard to adapt. Especially for my boyfriend, who is much taller than average -already in Europe. Image him in Vietnam! He was a sensation an caused a stir – the people wanted to make fotos with him.

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