Nachhaltigkeit

Einfach köstlich: schnelle Rezepte für entspanntes Mealprep

Ob Home-Office oder wieder zurück im Büro, die Frage nach einer befriedigenden Mahlzeit in der  Mittagspause stellt sich jeden Tag. Wer eine tolle Kantine hat es, der hat natürlich Glück. Aber viele, auch wir in unserer Agentur, haben so etwas leider nicht. Und nicht mal allzu viele Optionen in der Umgebung. Außerdem ist jeden Tag essen gehen doch ziemlich teuer. Was also tun? Natürlich kann man jeden Abend für den nächsten Tag vorkochen. Aber das muss nicht sein, es geht auch unkompliziert.

Wir haben hier zu Hause eine Reihe von erprobten Rezepten, die wir am Sonntagabend vorbereiten, um dann die nächsten drei Tage eine tolle Grundlage fürs Mittagessen zu haben. Also Linsen Salat, Kichererbsen Salat, Humus, Linsenaufstrich oder Couscous. Das kann dann jeden Tag ergänzt werden: mit einem gebratenen Halloumi oder Manuri-Käse, Feta, gebratenen Tomaten, Salaten, und – wer Fleisch mag – auch mit gebratenem Hühnchen. So wird es auch nicht langweilig. Wer will schon täglich das Gleiche essen?

Linsensalat/ Kichererbsensalat

Die Salatrezepte stammen von meinem sehr kochbegabten Freund Christian. Wir teilen uns die Arbeit am Herd, für mich ein großer Segen.

Für den Linsensalat 150 Gramm Berg-Linsen über Nacht einweichen und am nächsten Tag ca 20 Minuten weichkochen, dann abkühlen lassen. Mit zwei Stangen gehacktem Sellerie, einer feingehackten roten Paprikaschote vermischen, ein simples Essig-Öl-Senfdressing. Der Clou sind die Gewürze: Salz, schwarzer Pfeffer, je ein halber Teelöffel Paprika und geräuchertes Paprikapulver (Chipotle). Aufpeppen kann man mit getrockneten Tomaten in Öl, schwarzen Kalamata-Oliven und Feta-Krümeln.

Im Prinzip genauso funktioniert der Kichererbsen-Salat, nur kommt hier statt der Linsen eine große Dose abgetropfte Kichererbsen mit den weiteren Zutaten in die Schüssel. Hier allerdings ist der Feta absolutes Muss. Mein Tipp: den Feta an jeden Tag frisch zugeben, im Salat wird es alles leicht sauer.

Geniale Zugabe: gegrilltes Gemüse

Humus

 Unser Humus ist eine super einfache Angelegenheit: einfach eine große Dose ab getropft Öl Kichererbsen mit vier Löffeln guten Tahine und 50 ml eiskaltem Wasser pürieren, bis es sehr glatt ist, dann mit Salz, Pfeffer, einem Schuss Zitronensaft und drei Esslöffel Olivenöl abschmecken. Ich finde, bei solchen Rezepten ist Einfachheit immer noch das beste Rezept. Kichererbsen habe einen so feinen Geschmack, der mit Knoblauch Zwiebeln und was sonst so vorgeschlagen wird, völlig überdeckt wird. Wer mal variieren will kann Kräuter zu geben wie zum Beispiel Koriander, oder mit ein wenig Chili nachschärfen. Im Herbst kann man die Hälfte der Kichererbsen mit Resten von gebackenen Kürbis ersetzen.

Gemischte Bowl zusammensetzen

Diese Salate halten ein paar Tage. Täglich mit frischen Salaten wie Karottenrohkost (angemacht mit Sesamöl, angerösteten Sonnenblumenkernen und schwarzem Sesamöl ein Gedicht), Spinatsalat mit Joghurtdressing oder gegrilltem Gemüse in eine Bentobox (ich liebe meine Bentobox von Picture Organic, aus recyceltem Plastik mit Bambusdeckel) packen – fertig ist ein tolles Gericht für die Mittagspause. Wie gesagt, etwas gegrillter Käse oder Huhn rundet die Sache ab. Die Kollegen werden neidisch gucken…

 

Best Ager über 50. Redakteurin, Bloggerin, PR-Beraterin Infuencer Relations, Twitterfan. Spezialistin für das gute Leben: Nachhaltigkeit, Fair Trade, schöne Dinge aus Manufakturen - if you wanna have a good time, gimme a call

1 Kommentar zu “Einfach köstlich: schnelle Rezepte für entspanntes Mealprep

  1. g.satansbraten

    Und nicht vergessen: die ‚Wraps‘ = alles handlich in wenig(st) Karbs von duennem Brotfladen verpackt/’versteckt‘.
    Uebrigends und obwohl seeehr unglaubwuerdig: kalte Lassagne- oder Mousaka-Reste mit Blatt-Salat und etwas ‚marinierten’* Zwiebelringen schmeckt erstaunlich gut auf diese ‚Wrap‘- Art.
    Man sollte ‚Wraps‘ aber mM erst einmal daheim in seinen 2 natuerlichsten Daseinsformen von frisch-gemacht und abgelagert und/oder ’spazieren getragen‘ ausprobieren. So mag z.B. mein Mann den Brot-Anteil daran absolut nicht, wenn er auch nur geringst ‚matscht‘ (= durchfeuchtet) ist. Eeetwas dagegen hilft – mM – ‚Geduld und Planung‘. D.h.: Essenszeit steht vor der Tuere (= Schreibtisch?) und der Wrap wird ohne Verpackung dann (in seiner Bento-Kiste?) sozusagen ‚angetrocknet‘.
    Auch wenn ich die Dinger im allgemeinen sehr gerne mag, so sind sie mM aber trotzdem immmmmer eine mittlere Herausforderung zum/beim Essen (OHNE Schutz-Overal ^^ /..\ 😉 !). Dies ist dann auch der Grund weswegen mein Mann die Wraps ausser Haus und wenn ohne Besteck ‚zu (be-)arbeiten‘ lieber sog. ‚de-constructed‘ oder ‚Natur-Voelker-Style‘ isst: alles in seiner Bento-Kiste vorgehackt und dann mit Fetzelchens des Fladenbrotes aufschaufelnd \../.

    * marinierte Zwiebel: ist bei mir meist nur kurz eingesalzene Zwiebel; sie ‚beisst‘ und stinkt dann weniger; verliert aber an ‚Knack‘ bzw. wird matschiger je laenger sie eingesalzen ist. Mag man ‚Matsch‘ weniger, dann eben kuerzere Marinier-Zeit. Dies geht fuer Picknick-Versionen cum Essen f. tgl. berufl. Mittagszeiten relativ gut mit ein paar Ringelchen von einer bei mir konstant (!!!) fix-fertig gestrippt-teas-ten Zwiebel in einem Einmachglas im Kuehlschrank einsatzfaehig wartenden Zwiebel abschuerfen und in einem Mini-Transportbehaelter mitnehmen um erst kurz vor der Mittagszeit diese erst gewuenscht kurzzeitig einzusalzen.
    Pssst, die restliche Zwiebel daheim bitte NICHT vergessen wieder im Glas zurueck in den Kuehlschrank stellen.
    Nicht nur dass es ungewuenschte Duft-Noten in der Bude bis zum Abend kreieren koennte, sondern Zwiebel – angeblich – in staerker angegaertem Zustand (= offene Schnittflaechen ohne Kuehl-Einsatz) eher gesundheitsgefaehrdend sind. Die ‚Fix-Fertige‘ (vor allem wenn schon angeschuerft) im Kuehlschrank darum auch innerhalb von 2 – 3 Tagen verwenden? Bei mir erfolgt dies ziemlich automatisch: Zwiebel = Koenigin der Kueche = ausser in Vanille-Sauce (o.ae.) ist sie sowieso SO haeufig im Einsatz, dass ich manchmal kaum mit dem darum ueberaus hilfreichen vorherigen ‚Stripp-Teasen‘ derselben hinterher komme.

    Auch ‚kalter‘ Fisch mit stark reduzierter (eingekochter) suess-saurer Guerkchen-Zwiebel-und-relativ-viel-Zucker ‚Marinade’** finde ich gut so gut transportfaehig wie genuss- und vorbereitungsfaehig.
    Bei ‚kalter‘ Fisch ist bei uns im Haus mittlerweile Rest von paniertem Fisch des Vorabends gemeint; unsere fruehere Bezeichnung von ‚kaltem Fisch‘ fuer Sushi-Style musste – aufgrund praeziserer Separation/Bezeichnung von „Fisch = Fisch“ – mittlerweile auf „japanischen Fisch“, aehem, ‚umfirmiert‘ werden.

    ** kann vorbereitet und vorportioniert im Gefrierschrank bis zum Einsatz ’schlafen‘. Schlafen desswegen, da aufgrund von Zucker/Salz-Anteil kein wirklich solider Gefrier-Zustand erreicht wird. Gutes Durch-Rotieren oder gar Aussortieren wuerde ich darum aus gesundheitl. Gruenden bei derlei Sachen stark empfehlen! Ich koennte diesbzgl. aber auch ganz unnoetig vorsichtig sein = Pruefung noetig!

    Ach, es gibt sooo viele gute Sachen, die man sozusagen ‚unterm Arm‘ mitnehmen kann und – trotz Transport (= ‚Spazierentragen‘) gut schmecken. Man muss NICHT pleite werden, indem man stääändig einen entsprechenden Laden subventioniert. Sie gaenzlich ignorieren ist mitunter aber auch nicht gut: will/BRAUCHT man deren ‚Hilfe‘, gibt’s sie evtl. sonst gar nicht mehr, da fuer sie in Umkehr kein Ueberleben moeglich ist = Leben und leben lassen?

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