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Auch Regenschirme werden jetzt umweltfreundlich

Es gibt Dinge, über die macht man sich selbst keine Gedanken. Alltagsgegenstände, die man seit Jahren benutzt. Sei es Geschirr und Töpfe, seien es Haushaltsgeräte wie Klobürsten, Besen oder Schaufeln. Oder Regenschirme. Das Zeug ist da, wir benutzen und überlegen nur selten, ob das jetzt umweltfreundlich ist oder nicht. Mein Grundsatz war immer, was nicht Einweg ist, sondern jahrelang nutzbar, das ist gut. Einen ganz anderen Blick darauf haben natürlich Firmen, die diese Gegenstände herstellen. Für die ist es superwichtig, nachhaltig zu werden.

Nachhaltigkeit ist sinnvoll, keine Frage, aber es ist auch ein Begriff, mit dem sich momentan Geschäft machen lässt. Wer sich was Neues anschafft, denkt mittlerweile viel über nachhaltige Alternativen nach. So werden die Firmen kreativ und es kommen ganz erstaunliche Dinge heraus, die unsere Alltagsgegenstände revolutionieren und völlig neu denken. Ein toller Nebeneffekt sind spannende Patente, die nicht nur eine Firma, sondern ganze Branchen nach vorne bringen. Da sei als Beispiel Frosch genannt, die ihre Patente für Flaschen aus recyceltem Plastikmüll für alle Mitbewerber zugänglich machten.

Regenschirm ohne Mikroplastik

So hat jetzt auch Taschenschirmhersteller Knirps sein Angebot um eine extrem nachhaltige Variante erweitert. Was mir daran gefällt? Die Verwendung von Hanf und die Tatsache, dass der Schirm kein Microplastik absondert, weder während der Nutzung, noch später, wenn er mal als Kompost den Weg allen Irdischen geht. Das soll aber sehr, sehr spät passieren, der Schirm ist auf lange Nutzung ausgelegt, er soll nicht zu der einen MILLIARDE Schirme gehören, die jedes Jahr weggeschmissen werden. Der Stoff für das Schirmdach ist aus recycelten PET-Flaschen hergestellt und zusätzlich mit ecorepel® überzogen. Das ist eine PFC-freie, biologisch abbaubare Wasser- und Schmutzabweisende Versiegelung, die dafür sorgt, dass kein Mikroplastik in die Umwelt gelangt. Auf der Innovationsskala ganz oben steht der Einsatz des Biokomposit Werkstoffs Trifilon®, der aus natürlichem Hanf hergestellt wird. Der strapazierfähige Hanf macht das Material in Griff, Schieber, Krone und Top extrem langlebig und ist deutlich solider als herkömmlichen Kunststoff (soviel zum Wegwerfen) Zudem ist Trifilion® im Gegensatz zu herkömmlichem Plastikmüll zu 100 Prozent industriell kompostierbar.

Aus Hanf wird ein robuster Schirm

Kunststoff, der über den Hausmüll entsorgt wird, kann zwar ebenfalls industriell kompostiert werden, baut sich aber in der Regel nicht oder nicht zu 100 Prozent ab. So gelangen dann kleinste Mikroplastikteilchen in das Ökosystem, die sich in den Organismen anreichern und Schäden und Krankheiten verursachen. Der Einsatz des Hanfplastiks bedeutet, dass beim Kompostieren kein Mikroplastik entsteht, es bleibt nichts in der Umwelt zurück. Und kommenden Klimakatastrophen trotzt der Schirm auch, er wurde im Windkanal bis 120 Stundenkilometer getestet.

Die Vision ist ein Schirm mit Funktion und Message für einen weiteren kleinen Schritt in ein nachhaltigeres Leben und den bewussten Umgang mit Ressourcen. Wer die Entwicklung weiterer Produkte in dieser Richtung unterstützen möchte, der kann dies auf der Crowdfundingplattform http://www.kickstarter.com tun. Das Investment wird bei Knirps in weitere Projekte für die Entwicklung nachhaltiger Produkte investiert, denn Vision ist erst der Anfang.

2 Kommentare zu “Auch Regenschirme werden jetzt umweltfreundlich

  1. Hm….angesichts von Klimakatastrophen, die sich potentiell mehren, vielleicht ein lohnenswerter Ansatz….

  2. Es gibt mittlerweile nichts was es nicht gibt…

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