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Nachhaltig, fair und wunderschön in allen Größen: Yogamode von Chakrana

Es gibt ein Sprichwort: Weniger ist mehr. Und ich finde, bei Mode stimmt das total. Je weniger ChiChi, Aufnäher, Muster, Drucke, Applikationen, Raffungen ein Teil hat, umso schöner ist es. In diesem Sinn ist die Loungewear und Yogamode der Hamburger Firma Chakrana die vielleicht schönste Yogamode überhaupt. Maximal reduziert, aber mit feinen Details, wie etwa kleinen Schlaufen, um Oberteil und Unterteil zu einem rutschsicheren Overall zu verbinden, besonderer Schnittführung für maximale Bequemlichkeit und Zweckmäßigkeit ist die Mode genau richtig für diese Zeit. Denn sie wurde designt, damit sich Leute darin wohl fühlen, schön fühlen, in ihrer Haut und in der Kleidung. Alle Leute, nicht nur die, die mit der Figur gesegnet sind, die die Modewelt immer noch für die Norm hält, btw zur Norm erklärt.

Yoga ist für alle da – auch Plussize soll sich wohlfühlen

Was mir besonders gefällt: anders als viele andere Yoga-Label achtet Chakrana auf Inklusivität, es gibt die Bekleidung bis Größe XXL, was ungefähr einer 50/52 entspricht. Da geht noch was, aber es ist ein wichtiger Schritt – denn faire, nachhaltige Mode in Plusgrößen ist noch rar. In der Yogaszene findet gerade ein Wandel statt: Während auf Instagram wunderschöne Models hochkomplizierte Posen zeigen, hatte der Großteil der Frauen immer mehr das Gefühl – „Yoga ist nichts für mich“ – aber nichts könnte falscher sein, denn gerade Yoga ist toll, um den Körper gesund zu halten. Es geht nicht um irre Verrenkungen und einen Beautywettbewerb. (Bei Krautreporter gibt es einen tollen Artikel dazu.) Da knüpft Chakrana an und will mit ihrer Mode auch ältere Menschen und Plus Sizes ermutigen, sich (wieder) an Yoga zu wagen. Die optik-bezogene Welt von Instagram hat so viel Bodypositivity kaputt gemacht…

Ein Label aus Liebe zum Yoga

Daria hat aus Liebe zum Yoga das Label gestartet – und will anderen ihre Liebe vermitteln. Gemeinsam mit  YogalehrerInnen wurde an der Kollektion getüftelt, damit sich jede darin wohlfühlen kann: allein an ihrem Hero-Produkt, der Shakti-Leggings, hat sie unzählige Anpassungen vorgenommen. „Die perfekte Yogahose ist das Herzstück unserer Kollektion und der wichtigste Part eines Yoga-Outfits. Es war mir wichtig, dass die Shakti gleichzeitig stützt und Sicherheit gibt, aber an Bauch und Fesseln nicht zwackt oder den Atemfluss beeinträchtigt“, erklärt die Designerin. Dazu entwickelte sie Modelle und Schnitte für all jene, die sich in engen Leggings nicht wohlfühlen. Insgesamt zwölf Pieces umfasst die Kollektion bislang, jeweils in den Größen XS bis XXL. Ich gefalle mir darin gut und trage T-Shirt und Hose oft zusammen, mit einer Strickjacke drüber auch als Outfit ins Cafe oder zum Spaziergang. Indie Urlaubsgarderobe kommen die Teile garantiert.

Yoga-Mode made in Germany

Chakrana wird in Hamburg von Darja Noschenko designed, die zuvor unter anderem beim Couture-Label Talbot Runhof arbeitete und in einer kleinen Manufaktur in Sachsen genäht, die Stoffe und weiteren Zutaten, wie beispielsweise Garne, sind OEKO-Tex zertifiziert und stammen aus Europa, was die CO²-Bilanz deutlich reduziert. Sie sind zu 100% vegan und daher ist Chakrana sogar offiziell PETA-Approved.  Und nicht nur die Kleidung ist nachhaltig, auch die Verpackung: recycelte Pappe, Wasserlösliche Umverpackungen, Etiketten aus Recyclingpapier (aus Agrarabfällen) – da stecken viel Gedanken drin – und viel Liebe.

 

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