Konsum Mode Nachhaltigkeit

Damit Mode in Deutschland nicht unter geht – Handeln für den Handel

Vor kurzem erreichte mich eine Pressemitteilung, die mich tief getroffen hat, weil sie genau die Verzweiflung beschreibt, die ich gerade fühle. Die deutschen Modedesigner, Modehäuser und der Einzelhandel lassen ihrer Verzweiflung freien Lauf. Auch mir macht es momentan Sorge, wie sehr der Politik alles egal zu sein scheint, was der Kultur dient. Und ja, auch Mode gehört zur Kultur. Mode macht das Leben schöner. Ich will mehr als Zara oder HM, ich will individuelle Mode von deutschen DesignerInnen. Gerade die Label, die nachhaltig arbeiten oder besonders schöne, exklusive Mode anbieten, stehen am Abgrund. Das darf einfach nicht sein. Ich will nicht immer nur online bestellen müssen, ich will Stoffe anfassen, ich will Schnitte und Größen vergleichen, ich will Farben im Realen sehen. Ich will mir Tipps von guten Verkäuferinnen holen, Ideen und Inspiration, auf die ich vielleicht allein nicht komme. Ich habe keine Lust mehr, mich nur durch Webseiten zu klicken. Das ist eine Notlösung, eine Ergänzung – aber für mich einfach nicht das Wahre. Vielleicht bin ich altmodisch, aber ich sehe auf der Straße, dass Online-Shopping zu einem Einheitslook führt. Was viel gekauft wird, sehen andere  -und die kaufen das dann auch. Gääääääääääääääääääähn. Natürlich möchte ich gern wieder in ein Geschäft – aber vor allem möchte ich, dass es nach der Pandemie noch Geschäfte und Label gibt! Auch die Münchner Modedesignerin Rieke Common ist sicher: „Der Mode-Einzelhandel ist kein Corona Hot Spot!“ Das sehe ich genauso.

Edelmarke Riani klagt gegen den unfairen Lockdown

Für die Händler und Modedesigner geht es natürlich um viel mehr, es geht ums Überleben. Deswegen klagt Riani und über 100 andere Label gegen die unlogischen Lockdown-Bestimmungen: Am Donnerstag, den 11.02.2021 gab das Premium-Label RIANI bekannt, gegen den Dauer-Lockdown und für die Gleichstellung des Einzelhandels mit Friseur-Betrieben zu klagen. Auslöser hierfür war der neueste Beschluss der Bundesregierung vom 10.02.2021 über eine weitere Verlängerung des Lockdowns für den Einzelhandel und zur Öffnung von körpernahen Betrieben wie Friseuren.

Maison Common steht für Farbe Mustermix und eine großartige Qualität

„Die erneute Verlängerung auf unbestimmte Zeit ist herber Rückschlag für den Einzelhandel, die Modeindustrie und die hunderttausenden Existenzen, die damit in Deutschland in Verbindung stehen. Der Umgang der Politik mit der Modeindustrie und dem Einzelhandel ist nicht weiter tragbar, daher sieht sich die Branche gezwungen, gegen die erneute Verlängerung des Lockdowns vorzugehen. Es gibt weder für die Industrie noch für den Handel realistische Perspektiven und Planungssicherheit.

Weitere teilnehmenden Unternehmen sind u. a.:

RIANI, Rich & Royal, Raffaello Rossi, Seidensticker, Engelhorn, Marc Cain, Drykorn, Luisa Cerano, Apropos, Bungalow, Iris von Arnim, Olymp, Robert Ley, L&T, Maison Common, SiNN, Bugatti, Kennel und Schmenger, Création Gross, Grace, Fashion Cloud, Hermann Lange, Wagener in Baden Baden, TC Buckenmaier, Modehaus Jung in Augsburg, Mensing, Henschel, Hochstetter, Zinser, Reischmann, Keller-Warth, AlpenHerz, CJ Schmidt, u.v.m.