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Biospitzenküche via Videokochkurs – mit Sternekoch Rainer Hensen

Ist euch auch langweilig? Wollt ihr mal was Neues in der Küche ausprobieren? Dann hätte ich da eine Idee: ein feines Abendessen kreiert von Sternekoch Rainer Hensen! Ich durfte das Menü schon kochen, zusammen mit Rainer und der lieben Maja Nett von Moey’s Kitchen.  Das Menü ist nicht nur besonders lecker, es hat auch eine wichtige Botschaft: alles kann verwertet werden. Rainer Hensen ist nicht nur großer Fan von regionalen Bioprodukten, er macht auch aus dem kleinsten Fitzel noch etwas: So wird der Trester, der beim Auspressen des Kürbissafts übrig bleibt, eine Zutat für die Gnocchi, die Kürbiskerne werden geröstet und über das Gericht gegeben, ein Lamm wird komplett gekauft, Filet etc verwendet, weniger attraktive Fleischstücke kommen ins Hackfleisch. Nose to Tail nennt sich das. Vegetarisches Äquivalent wäre vermutlich Schale zu Kern. So wird nichts verschwendet – dafür steht er und die Initiative Biospitzenköche, von der Initiative ökologischer Landbau, die ich euch  ans Herz legen will.

Eine Erfahrung: Kochen via Videoschaltung

Es war das erste Mal, dass ich per Video einem Kochkurs gefolgt bin. Und ich muss sagen, es war durchaus eine Herausforderung, auch wenn die Zutaten alle fein abgewogen und portioniert in einer Kiste kamen. Ich war einfach nicht schnell genug. Einmal hab ich in der Hektik an einen heißen Pfannenstiel aus dem Ofen gefasst, einmal ist mit mitten beim Kochen das Gas ausgegangen und mein Freund musste erst mal die Gasbehälter wechseln. Ich kam mir ein wenig so vor wie das Pärchen bei dem uralten Film „Kentucky Fried Movie“ , das einer Schallplatte mit Anleitungen zum perfekten erotischen Abend folgen will und plötzlich aus dem Tritt kommt – und dann geht alles ziemlich schief… Deswegen war der Teller am Ende optisch auch nicht soo der Hammer, aber geschmacklich voll der Hit. (Das Beitragsbild hab ich bei Herrn Hensen geklaut, so könnte das Essen auch aussehen – ich bin mir sicher, ihr bekommt das hin!) Die Gnocchi sind mittlerweile fester Bestandteil unserer Küche, ich rolle sie allerdings in der Form von Schupfnudeln und serviere sie zu Braten oder Gemüseeintöpfen. Es gibt: Pulled Spaghetti-Kürbis, Kürbis-Schoko-Chutney, Kürbis-Gnocchi, Lammfrikadellen mit Feta und Paprika und Kräuterquark und Kürbispüree. Volle Kanne Kürbis. Für eine vegetarische oder gar vegane Variante einfach Fleisch und Quark weglassen oder mit veganen Alternativen ersetzen.

Das Video zum Mitkochen

Das Video unserer Kochexperience ist mittlerweile auf YouTube – und ihr könnt es alle mitkochen.

Ich kann euch versichern, das Ergebnis wird toll – aber bitte, stellt sicher, dass ihr alle Zutaten fertig abgewogen neben euch stehen habt, sonst kommt ihr so aus dem Takt wie ich – aber ihr könnt natürlich, anders als ich beim Livekochkurs – das Video kurz anhalten und erst in Ruhe fertigmachen, was fertig zu machen ist. Ich empfehle auch, das Kürbischutney etwas länger einkochen zu lassen, mir war es bei der angegebenen Kochzeit noch zu stückig und zu wenig verbunden.

Die Zutatenliste findet ihr hier

Guten Appetit! Wenn ihr gute Rezepte zum Nachkochen kennt, bitte lasst es mich wissen…

3 Kommentare zu “Biospitzenküche via Videokochkurs – mit Sternekoch Rainer Hensen

  1. g.satansbraten

    … etwas Oel vor (mit?) dem Wuerzen einmassieren und auf einem ofenfesten Blech (o.ae.) „gib‘ ihm“! Aber beobachte das Zeug, denn je nach verbliebenem ‚Fleisch-Anteil‘ dauert’s etwas unterschiedlich. Ganz bis ‚moeglichst nackt‘ (= ohne Fruchtfleisch-Reste) waer‘ natuerlich Optimum zum Knusprig-Werden.
    Die Schalen brauchen leider schon etwas Platz und sollten wirklich nicht ‚hoch-stapeln‘ sondern frei auf ihrem Bauch liegen. Max. auf ihren „Knien“; d.h.: wenn manche irgendwie dreieckig/-kantig standfaehig auf jedweder Seite werden. Dieses schafft man aber meist nur mit ‚Bloedheit’/Zufall; streng‘ Dich nicht Xtra dafuer an, da dieser Schnitt nicht einmal noetig ist f. ein gutes Ergebnis. Wenn welche dieser Art dabei sind und beim auf’s Blech Schuetten zufaellig so stehen bleiben …
    Keine Ahnung welche Art von Ofen Du hast; ich fange entweder mit normaler Ober- Unterhitze (in der oberen Ofenhaelfte) und knapp ueber 200 Grad an und schalte evtl. bei (meinem 😮 !) mangeldem Wartevermoegen den Grill dann irgendwann dazu. ‚Braune Farbe’* vertragen sie eigentlich ganz gut!
    ‚Wartevermoegen‘ wird angenehm unterstuetzt, wenn man ab und zu per schnellem ‚Ofen-Tuere kurz oeffnen‘ ueberschuessige Feuchtigkeit ablueftet. Wenden ist auch eine Moeglichkeit. Pass‘ aber auch dann auf bzgl. ‚Hochstapelei‘.
    Ich koennte mir dies sogar in ’suesser Variante‘ vorstellen (= f. Kinder ?), aber Kuerbis wird – sogar die Schale alleine – ohnehin durch ‚Back-Ofen-Behandlung‘ intensiver und meist automatisch auch leicht suesser (= mM).

    Mach’s gut und halt‘ den Kopf oben auch wenn Dein ‚Inner-Ich‘ mit der Doof-COVID-Sit. wohl furchtbar leidet: Du schaffst (auch!!!) DAS; DAran stirbt man wenigstens nicht – zumindest gesicherter nicht!

    LG, Gerlinde

    * Ich schwoere, sie sind insgesamt seeehr unpolitisch und trotzdem ‚gruen‘ (obwohl meist in Orange-Toenen)
    1/2 Sorry fuer den leicht boshaften ‚Schulter-Schubser‘ hier 😉 😉 😀

    Ein anderes Rezept f. Kuerbis (Butter Nut-igen?):
    Fruchtfleisch wuerfeln; leicht geoelt im Back-Rohr zu Dir tollerablem Weichheitsgrad backen (‚Braune Ohren‘ – die vom Kuerbis – nicht Deine, schmecken auch hier nicht uebel = mM).
    Aus dem Ofen nehmen und noch heiss uebergiessen mit dem Saft einervoln einer ganzen groesseren sehr saft-ergiebigen** Zitrone gemischt mit gequetschtem Knoblauch (= 2 groessere Zehen auf 1/2 Kuerbis = f. 2 Personen) und eine satte Prise Chilli (o.ae.) Pulver und Salz und Pfeffer. Die Kerlchen (= Kuerbis-Varianten wohl aller Art?) vertragen mM guuut Wuerze. Ich gestehe allerdings, dass wir in u/Haushalt einen leicht asiatisch-lastigen Chilli-Geschmack haben.
    D.h.: Chilli-Pulver neben den Teller zum Nachwuerzen stellen ist eindeutig einfacher als …

    Das Zeug mind. ein paar Std. ziehen lassen; einmal wenigstens umschuetteln/-mischen waere optimal (so man drann denkt). Diese Mischung kannst Du ’so‘ aber auch mind. 3 Tage stehen lassen!
    Dann: Ruccola-Salat (inkl. feine Zwiebel-Ringe) mit ca. 100 g zerbroeseltem Feta (Deiner Wahl; schaetze aber, Du bist diesbzgl. ‚Griechin‘) mit der Kuerbis-Mischung ’salatieren‘ und zum Schluss – und nach Belieben: geroestetes ‚Nuss-Zeug‘ (Pinien-Kerne bei uns; ab und an aber auch andere Mischungen) drueber strassern, wenn die einzelne Salat-Portion schon auf dem Teller ist und das geroestete Nusszeug dadurch nicht mehr unknusprig werden kann. Weissbrot dazu = Sommer-Essen?!

    ** Sorry, ich bin ‚reich‘: ich habe Eigene aus dem Garten und die sind mM meist viel saftiger.
    Nimm‘ lieber 2 Port. Zitronen-Saft, wenn trockenere Kaufware! Die Sauce ist schliesslich Deine Marinade auch f. den gesamten restl. Salat. MM: Kuerbis ’saeuft‘ und Feta auch!
    Evtl. kannst Du noch eine gute Prise Zucker in die Zitronen-Marinade geben; Meine sind sog. ‚Myer‘ und die haben – mM – ohnehin einen Stich ins Suessere. 3 Tage liegen gelassen bekommt deren Saft ueblicherweise fast einen ‚Orangen-Stich‘. Es ist aber eben DIE Zitrone, welche auch etwas Kaelte (und alle paar Jahre hier auch moeglich!) fuer ein paar Stunden Schnee vertraegt.
    Ab ‚fast Orangen-Beigeschmack‘ verwende ich sie darum nur noch zum Backen und/oder Saft pur!
    … Gegrillte Zitronen-Scheiben schmecken uebrigends auch noch sehr gut und Zitronenschale leicht mit Salz bestreuen und mind. 1 Std. bis hin zu mehreren Tagen gemeinsam schwitzen lassen…..
    Auf ‚Weiss der Teufel‘ (Fisch; Fischiges; gebackene Weisskraut-Scheibe/-Geschnetzeltes usw. usw. = ausprobieren; ‚Sued-Mediterran‘ auf aaalle Faelle!) draufgestreut… auch nicht uebel!

    Dazu: Du verreist dabei im Geiste … bis DIEs wieder einmal im Original geht !!!
    VORfreude, Maedel: aufgeschoben ist nicht aufgehoben !!!

    Ach ja und nicht vergessen:
    Zitrone hat auch (kaum) Abfall – ausser ein paar Kernen und ein wenig ‚weissen Unterschalen-Pelz‘.
    Saft: Ueberschuss eingefrieren
    Schale(nhaelften/-Viertel): eingefrieren; lassen sich ’so‘ uebrigends viiiel leichter in Kuchenteig (usw.) reiben!
    Fruchtfleisch: kleingehackt und wieder zusammengeschaufelt eingefrieren. Eignet sich meist blendend entweder portioniert aufgetaut oder – noch feiner dosiert – durch die Gemuese-Reibe geschickt, als netter ‚trockenerer‘ Zitronensaft-Geschmack. Auch als ‚Fuell UND Geschmacks-Zutat‘ f. manche Marmeladen zu entsprechend spaeter anfallenden Zeiten …..
    Ich gestehe: geizig UND faul bin ich auch noch; TROTZ Frischware an Zitronen sind Vorraete obiger Art bei dann letztendlich ‚fast & furious‘ Koch-Aktionen schon von enormen Vorteil!

  2. g.satansbraten

    Bzgl. Kuerbis schlaegt eine ungarische Nutzung sogar das Ofen-Roesten der (gewuerzten; „chaaarf“ incl. 😉 !) Kuerbis-Rinde vor. Um ehrlich zu sein: ‚verkauften‘ sich in u/Haushalt besser als sogar sehr gute ‚professionell-gekauften‘ Kartoffel-Chips.
    Gestaendnis: bisher aber nur erst die kleingefetzte Rinde von einem Butter-Nut getestet. Auf diese Tour bleibt allerdings wirklich nix, niente, silch von einem Kuerbis fuer meinen armen Kompost uebrig; ich rechne darum schuldbewusst mal mit einem gelegentlichen Tritt gegen meine Beine, wenn ich an ihm vorbeischleiche /..\ 😉

    • katrin hilger

      Das ist echt eine gute Idee. Wie wird das knusprig?

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