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Ganz persönliche Botschaften zum Fest – nehmt euch fürs Schreiben Zeit

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Jetzt ist völlig klar: für viele wird das ein ziemlich anderes Weihnachten als jedes andere, das man davor erlebt hat. Einsamer, beklemmender, viel, viel ruhiger. Mir hat diese Vorweihnachtszeit keinen Spaß gemacht, klare Sache. Ich hab so viel vermisst. Konzerte auf Tollwood, Glühwein mit Freunden und mein Geburtstag war eine fade Angelegenheit. Weihnachten wird nicht soo viel besser. Ein paar Leute werde ich dennoch sehen – engster Familienkreis. Alle? Nicht ganz. Meine Tante werde ich dieses Jahr vermutlich nicht sehen. Das geht einer Menge Leuten so – die Abwägung zwischen „Abstand halten und Zuneigung damit zeigen“ und der Angst, die alten Leute total vereinsamen zu lassen. Denn viele haben Angst, zu Weihnachten ihre Eltern zu besuchen, weil sie sie vielleicht anstecken könnten. Das möchte niemand riskieren. Ich auch nicht und halte deswegen seit dem Herbst wieder Abstand von meiner Tante – der einzigen Verwandten, die mir aus der Generation meiner Eltern geblieben ist. Sie ist auch nicht so erpicht auf Besuch aus der Großstadt, sie will noch ein paar Runden auf dem Erdkarussell drehen.

Wertschätzung und Zeit verschenken

Trotzdem ist die alte Dame einsam, das weiß ich, das kommt in den Telefonanten klar zum Ausdruck. Deswegen habe ich zum Fest etwas Besonderes geplant. Etwas, was ein bisschen aus der Mode gekommen ist, aber deswegen so besonders gut ankommt bei den Herrschaften über 70: ich werde einen Brief schreiben. Ihr beschreiben, was mich gerade so beschäftigt, ihr Geschichten erzählen aus meinem Alltag. Am Telefon komme ich eh kaum zu Wort 😉 Briefe machen Arbeit, Briefe machen Mühe, sie haben – gerade heutzutage – bleibenden Wert. Das macht sie so besonders. Wenn wir jemanden schätzen, schreiben wir einen Brief. Liebesbriefe, Einladungen zur Hochzeit, Kondolenzschreiben – das tun wir von Hand. Deswegen ist es gerade zu diesem Weihnachten eine schöne Geste, einen Brief zu schreiben – und damit vor allem Zeit und Wertschätzung verschenken.

Als besonderer Pfiff: die persönliche Briefmarke

Und es soll nicht beim Brief bleiben. Es gibt nämlich jetzt einen Service, mit dem man seine eigene, individuelle Briefmarke erstellen kann. Statt der blauen Mauritius die blaue Hilger sozusagen. Wer weiß, vielleicht hat die in 100 Jahren Sammlerwert und der Urenkel von Horst Lichter gibt dafür bei Bares für Rares 2120 das Händlerkärtchen? Ich finde das eine ausgesprochen lustige, originelle Idee. Es geht supereinfach: einfach auf der Webseite Bilder aus der eigene Fotobibliothek des Handies oder PCs hochladen, Wert der Marke auswählen. Entweder einen Block Marken mit einem Motiv oder ganz unterschiedliche. Da geht gleich mal meine Kreativität mit mir durch und ich kombiniere die MeineBriefmarke-Idee mit der verblüffenden Easysnap-App, die das eigene Gesicht in historische Gemälde reinmorpht. Geradezu ideal für eine extrem lustige Briefmarke (allerdings würde ich im Brief darauf hinweisen, wenn ich das Bild von mir als Pompadour verwenden würde.)

Best Ager über 50. Redakteurin, Bloggerin, PR-Beraterin Infuencer Relations, Twitterfan. Spezialistin für das gute Leben: Nachhaltigkeit, Fair Trade, schöne Dinge aus Manufakturen - if you wanna have a good time, gimme a call

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