Was mir bei Blasenentzündung wirklich hilft

Letzte Woche war ich mal wieder krank – Blasenentzündung. Sauunangenehm und fast eine typische Frauenkrankheit, die meisten Frauen haben damit zu kämpfen, es ist egal, ob als Honeymoon-Zystisis, wenn immer wieder fremde Bakterien in der Scheide vorbeikommen (auch davor schützen Kondome übrigens) oder in den Wechseljahren, wenn sich das ganze System umstellt. Dazu begünstigen Kälte, Stress, ein schwaches Immunsystem, zu wenig Trinken, völlig mangelnde oder zu aggressive Intimhygiene, die die körpereigene Abwehr ruiniert, diese Krankheit. Hier findet ihr genauere Informationen, wie die Krankheit entsteht. Ich leide leider auch immer wieder daran – deswegen hab ich mir ein paar einfache, aber wirksame Routinen dafür erarbeitet, die mir meist zuverlässig helfen – ohne sofort auf Antibiotika zurückgreifen zu müssen. Ich versuche, das Ganze erstmal mit Natur in den Griff zu bekommen. Wichtig: ich bin keine ausgebildete Ärztin, ich erzähle euch nur, was für mich sehr gut funktioniert. Natürlich solltet ihr nie Quacksalbern im Internet vertrauen – meiner Hausärztin habe ich von meiner Methode erzählt, sie findet sie gut. Deswegen traue ich mich auch, sie euch vorzustellen, vielleicht findet die eine oder einen der Tipps hilfreich. Wenn die Krankheit nicht besser wird, komme auch ich nicht um Antibiotika herum, aber ich will die nicht einnehmen wie Bonbons.

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  1. Schnell reagieren

Wenn ich auf der Toilette merke, ui, da könnte sich eine Blasenentzündung entwickeln, handle ich sofort. Auch um drei Uhr nachts. Ich habe – weil es eben ein wiederkehrendes Problem ist, immer einen Vorrat an Naturheilmitteln daheim.

2. Nicht abwarten – Tee trinken

Als erstes gehe ich in die Küche und koche einen halben Liter Blasentee, da ist eigentlich egal welchen. Nur schauen, dass die Tees nicht mit Pestiziden belastet sind, da haben einige nicht gut abgeschnitten. (Der Tee von Bad Heilbrunner bekam jedoch ein „gut“) Es gibt bestimmte Pflanzen, deren harntreibende und antibakterielle Eigenschaften da super wirken. Schachtelhalm, Brennnesselblätter, Birkenblätter, Goldrute und Hauhechelwurzel. Es geht einfach darum, die Keime schnell auszuschwemmen. Das ist für mich der allererste Notfallschritt, dann ab ins Bett und warm halten, eine Wärmflasche wirkt angenehm und entspannt. Übrigens, Kräuter und Pflanzen sind Naturheilmittel, die wirklich effektiv heilen können – keine Globuli, deren Wirkung mehr als umstritten ist (ich glaube nicht an deren Heilwirkung)

3. Cranberry-Direktsaft hinterher

Wer jetzt noch Cranberrysaft pur zu Hause hat, Glück gehabt: Den Direktsaft verdünnen und runter damit. Schmeckt nicht toll, aber den Bakterien in der Blase schmeckt er noch weniger. Bitte, nicht glauben, dass der ultraverdünnte zuckrige Saft im Supermarkt etwas bringt. Es muss leider der teure, pure Saft sein, den man selbst nach Bedarf mit Wasser verdünnen kann. Warum das so ist? Da hab ich auch Wikipedia bemühen müssen: Cranberrysaft enthält Gerbstoffe (Tannine), die die Innenwände der Harnwege, sowie die Blase vor Bakterienbefall schützen, indem sie die Anheftung der Bakterien an die Schleimhaut des Harntraktes verhindern.Auch davon so viel trinken, wie man nur runterbekommt.

4. Mein Medikamenten-Tipp (ich werde nicht von der Pharmaindustrie dafür bezahlt) Aqualibra

Die Tabletten sind rein pflanzlich und helfen mir am schnellsten, eine blöde Blasenentzündung wieder verschwinden zu lassen. Auch hier stecken Hauhechelwurzel und Goldrute drin, dazu eine Pflanze namens Katzenbart – also wenn das nicht wirkt. Ich hab sie immer daheim und nehme auch eine Packung auf Reisen in meiner Notfallapotheke mit. Ich nehme am Anfang ein bisschen mehr, als die Anweisung empfiehlt und ein paar Tage über das Abklingen der Symptome hinaus, damit die Krankheit nicht mit Wumms wiederkehrt.

Falls ihr Tipps habt, bitte gerne in die Kommentare, ich freue mich, vielleicht kann ich davon noch was abschauen?