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Ganz persönliche Teetassen mit Geschichte(n) – aus wundervollen Manufakturen

Abwarten und Tee trinken – der Spruch passt selten besser als auf die Coronazeit. Gerade jetzt im Herbst ist es gut, wenn man daheim sitzen kann, gemütlich bei einer großen Tasse Tee und warten, bis die Pandemie vorbei ist. Ich hab eigentlich immer einen Tee am brodeln, sei es beim Homeoffice, beim Fernsehen, sogar in der Tram hatte ich bislang immer einen Tee to Go dabei – aber das geht ja nun nicht mehr, ich will derzeit die Maske nicht absetzen.

Abwarten und Tee trinken
Abwarten und Tee trinken

Durch diese Leidenschaft hab ich mir eine größere Sammlung an Teetassen zugelegt – und ich liebe jede Einzelne davon. Denn sie sind alle was Besonderes, sie erzählen alle eine Geschichte. Da wäre zum Beispiel die Krakentasse der Seemannsbraut. Ich hab die liebe Künstlerin via Twitter kennengelernt. Die Tasse ist eigens für mich gefertigt worden, liebevoll und mit viel Sinn fürs Details und in meiner Wunschfarbe – mittlerweile ist auch noch ein grüner Drache dazugekommen. Der Kraken erinnert mich immer an meine Zeit bei den Piraten – eine tolle Demokratieerfahrung, die ich nie missen möchte. Ich hätte der Partei mehr gewünscht als nur das Aufblitzen wie eine Sternschnuppe. Auch die Möwentasse von Mutterland und die Tasse mit Tattoomotiv der schwedischen Manufaktur by Mutti haben einen maritimen Background. Die Möwentasse ist ein Hamburg-Souvenir, ich besuche diese Stadt wahnsinnig gern und freue mich immer, den tollen Mutterland-Laden am Hauptbahnhof zu besuchen. Der gehört zum Pflichtprogramm, tolles Bioessen, unglaubliche leckere, originelle Manufakturlebensmittel.

Von ByMutti hab ich mittlerweile viel Geschirr. Das blauweiße schwedische Design ist mit Seemanns-Tattoomotiven verziert, mit Dreimastern und Meerjungfrauen. Ich liebe es und viele Gäste, die ich bewirten darf (durfte), sind auch immer hin und weg. Ich hab von meiner Mutter ein blauweißes Geschirr geerbt, das man so wunderbar kombinieren kann. Dazu kommen noch diverse blau-weiße Chinaschalen und so entsteht ein prächtiger, spannender Kontrast auf dem Tisch, weit weg vom langweiligen Mamageschirr – denn der Tisch soll schon cool daherkommen und auch irgendwie festlich. Und ich hab nix wegwerfen müssen. Das ist mir schon wichtig, zum einen hat das Geschirr meiner Mama was bedeutet, zum anderen hab ich keine Lust, da nochmal Unsummen für Geschirr auszugeben. Lieber ergänzen, mal wieder wieder hier und da ein kleines Set für zwei – aber nicht  alles für 6-12 Personen…bekommen wir Besuch, gibt es eben Mamas Blau-Weisses.

Die Rosenheimer Heimattassen und Hygge aus Österreich

Die kleine Tasse mit Maus und Hirsch macht mich immer ein wenig traurig. Denn ich weiß, sie wird nie wieder ersetzt werden können. Der Traditionsbetrieb Vogt in Pang, aus dem sie stammt, hat im April für immer seine Tore geschlossen. Meine Eltern und sogar meine Oma haben dort viel Keramik gekauft. Die war mit Hühnern oder Blumen bäuerlich verziert. So wird die Tasse immer eine Kindheitserinnerung sein, ich nutze sie für Cappuccino, nicht für Tee. Die Rosenheimtasse mit Bildern der Wahrzeichen meiner Heimat von Mila-Design ist ganz besonders besonders – sie ein Musterstück von einer Messe, die Tasse ist nie in Serie produziert worden. Ich nehme sie deswegen eher selten her – sie bedeutet mir viel. Ganz häufig nutze ich jedoch meinen Becher der Gmundner Manufaktur. Diese Keramik mit dem Schnurmuster ist ein alpenländischer Klassiker, die Firma existiert seit 1492. In feinen, urigen Cafes oder Stuben wird diese Keramik verwendet, auch die kenne ich schon seit ewigen Zeiten von meiner Oma. (hab ich erwähnt, dass ich Traditionalistin bin?) Gmundner Keramik ist bayerisch-österreichisches Hygge, Gemütlichkeit pur. Und auf der Hilgerschen Kaffeetafel so daheim wie im Hotel goldener Hirsch in Salzburg. Eigentlich wollte ich die Manufaktur diesen Sommer besuchen – aber nun ja, das hat aus den sattsam bekannten Gründen nicht geklappt.

Die Manufaktur hat jetzt neue Designs, das mit den Schneeflocken gefällt mir sehr gut. Und jetzt der Winterlockdown, bietet ja viel Gelegenheit, sich mit weiteren Teetassen auszustatten. Wir sitzen vermutlich noch länger drinnen. Abwarten und Tee trinken, wie gesagt…

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