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Verbietet das Mikroplastik!

Heute ist Worldoceanday – aus diesem Anlass ein Artikel aus dem Jahr 2017, der traurig macht, weil immer noch nicht so viel passiert ist. Mittlerweile schwimmt mehr Mikroplastik als Plankton in den Meeren herum.

Vermutlich hat jeder heute schon die Weltmeere ein kleines bisschen schmutziger gemacht. Ohne es zu wissen und im besten Wissen und Gewissen, etwas Gutes gekauft zu haben. Denn in den meisten Kosmetikprodukten, vor allem solchen mit Peelingeffekt, steckt etwas ganz Heimtückisches: Mikroplastik. Und das bei weitem nicht nur in Billigmarken, nein auch edelste Kosmetika, sogar solche, die das „Bio“ im Namen führen, sind voll damit. Wie immer beim Einkauf: Teuer schützt nicht davor, doch umweltbelastenden Quatsch zu kaufen. Mikroplastik wird als Füller und Bindemittel benutzt, als Glitzer, für den Peelingeffekt, in Puder oder Lippenstift. Jede Dusche schwemmt laut einer Studie über 100.000 solche Teile ins Wasser, eine Tube Peeling 2,8 Millionen. Und jetzt einfach mal alle Haushalte zusammenzählen…

Mikroplastik, der Name sagt es schon, sind Teile, die kleiner als 5 Millimeter sind, häufig sind sie viel, viel winziger. Deswegen werden sie in den Kläranlagen kaum ausgefiltert, sondern rutschen durch die Siebe. Sie gelangen so in die Flüsse und irgendwann ins Meer. Dort werden sie von den Kleinstlebewesen, dem Plankton und dem Krill, mit deren Nahrung aufgenommen oder durch die Kiemen eingeatmet – und gelangen so in die Nahrungskette. Am Ende landet ein plastiniertes Fischfilet wieder auf unserem Teller. Keine schöne Vorstellung. Für die Meere ist das Mirkoplastik aber tödlich.Muscheln, Seehunde, Fische – alles voller Mikroplastik. Wer sich genauer informieren will, hier geht es zu einem guten Video dazu!

Schnorcheln am Riff
Schnorcheln am Riff

Wer wissen will, in welchen Marken das Zeug steckt, hier eine Liste, die der Bund für Umwelt und Natur herausgegeben hat Da sind Marken wie AOK dabei, Biotherm, Laura Mercier, Benefit oder Nivea. Es sind Biotherm, Avene, L’Oreal, Shiseido, Kneipp und Olaz, sogar in Penaten Babykosmetika sind die Partikel enthalten. Hier die Namen für Mikroplastik, wenn man auf den Inhaltsangaben selbst suchen will: Kunststoff (das Kürzel dahinter ist die Abkürzung)

Acrylates Copolymer AC
Acrylates Crosspolymer ACS
Nylon-6
Nylon-6
Nylon-12
Nylon-12
Polyacrylate PA
Polyethylen PE
Polyethylenterephthalat PET
Polymethylmethacrylat PMMA
Polypropylen PP
Polyquaternium P
Polystyrene PS
Polyurethan PUR

Unsere Regierung tut mal wieder das, was sie am besten kann: sie tut nichts. Bis 2020 soll eine freiwillige Verpflichtung für die Kosmetikindustrie geben, aber wie das mit Freiwilligkeit so ist, wird da nicht viel passieren. Deswegen müssen wir leider mal wieder selbst ran. Entweder durch Verzicht oder durch Petitionen Druck auf die Hersteller machen, damit wir nicht jedes Mal, wenn wir selbst sauberer werden, die Erde etwas dreckiger wird.