Konsum Nachhaltigkeit Tu Gutes!

Wir sind die besten KrisenmanagerInnen!

Momentan ist die Welt im Aufruhr. So viel Chaos, so viel Umwälzung, so viel, mit dem wir nicht gerechnet haben und unsere Leben werden gerade durcheinandergewirbelt wie selten zuvor. Ich bin das irgendwie gewohnt, mein Leben war bisher ein wildes Auf und Ab durch die Wellen des Lebens, aber für alle, die mit ihrem Lebensboot bislang in ruhigen, sicheren Gewässern geschippert sind, mag das alles eine besonders neue und erschreckende Erfahrung sein. Deswegen suchen viele nach Halt. Ein Halt, den derzeit die Welt nicht liefern kann. Was ist denn derzeit sicher? Unser Wirtschaftssystem, das so unerschütterlich erschien, ist in der größten Krise nach dem zweiten Weltkrieg. Der eigene Job ist vielleicht in Gefahr. Hotellerie und Gastronomie bangen um ihre Zukunft. Das kann uns alle nachhaltig erschüttern. Wer da cool bleibt, hat Eiswürfel statt rote Blutkörperchen in den Adern.

Partnerschaften und Freundschaften auf der Probe

Und auch im privaten Umfeld wurde viel auf die Probe gestellt. 24 Stunden am Tag mit dem Partner in einer Wohnung zusammen, da lernt man sich mal so richtig kennen. Denn diese Situation hat man normalerweise nur romantisch im Urlaub, nicht mit Zwangsurlaub, Homeoffice und schlechtem Wetter, einem Virus vor der Tür und schlechter Laune. Wie es Eltern mit kleinen Kindern oder Pubertieren geht, will ich mir gar nicht ausmalen…

Ich habe zum Beispiel gelernt: es ist nicht so wichtig, dass wir uns streiten, aber es wichtig, wie wir mit einem Streit umgehen…(Nämlich mit Reden am kommenden Morgen und dem kleinlautem Geständnis, der oder die andere ist so falsch nicht gelegen) Auch der Freundeskreis bekommt eine neue Bewertung. Wer ist da, wer hört sich die Sorgen an? Ich bin sehr glücklich, dass sich meine Freundschaften als belastbar und schön herausgestellt haben. Dazu demnächst mehr…Wie ist es euch so ergangen?

Wir können stolz auf uns sein

Aber – wie alle haben das bislang super gemeistert, ich finde, wir können alle stolz auf uns sein und uns ein wenig auf die Schultern klopfen. Ich hab zum Beispiel meine soziale Seite entdeckt und helfe nun regelmäßig bei den Tafeln mit – etwas, was ich auch nach der Krise beibehalten will.  Wir haben verrückte Klopapier-Hamsterkäufe vermieden, haben bescheuerte Rezepte ausprobiert, Sauerteig angesetzt und zumindest ein paarmal Brot davon gebacken (bis es zu stressig geworden ist und der Sauerteig im Kühlschrank vergeblich auf den nächsten Einsatz wartet) wir sind kreativ geworden oder haben uns auch mal faul auf dem Sofa mit einer Packung Mon Cherie dem netflixen hingegeben, wir haben die Schönheit des Spazierengehens und Radelfahrens entdeckt, wir haben völlig neue Ecken unserer näheren Umgebung erkundet. Wir wissen jetzt, wie langweilig es ohne Cafes und Restaurants sein kann, wir haben die Erfahrung gemacht, dass wir gar nicht so viel shoppen müssen und dass wir in unseren Schränken mehr als genug haben. Dass die Sommermode von diesem Jahr auch für kommendes Jahr noch gut sein wird. Wir haben mehr oder weniger tolle Handarbeiten produziert (zum Beispiel dick machende Strickjacken in Knallfarben), wir haben Diäten ausprobiert und wieder sein gelassen. Oder auch nicht. Tomaten auf dem Balkon gezogen. Wir haben alle irgendwie das Beste aus dieser Zeit gemacht, oder?  Ich mein, wir sind nicht komplett durchgedreht und haben uns dem Xavier und Attila-Fanclub verschrieben. Und wir halten Angela Merkel nicht für einen Reptiloiden. (Bei Trump bin ich mir nicht so sicher) – insofern, das hätte schlimmer kommen können, oder?

Was habt ihr so Besonderes ausprobiert? Habt ihr noch Tipps, wenn es noch ein paar Monate so weitergeht?

 

0 Kommentare zu “Wir sind die besten KrisenmanagerInnen!

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.