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Mehr Farbe im Kleiderschrank – das hebt die Laune im Homeoffice

Ich will euch mit diesem Artikel keine Tipps geben – ihr wißt eh alle gut, was euch allen steht  -aber eine kleine Inspiration. Ich möchte ermutigen, mal die gesamte Farbpalette auszuprobieren. Viele Frauen in meinem Alter, so um die 50, denken – kann ich das noch tragen? Und ich sag: freilich können wir das. Wenn ihr was seht, was euch wirklich gefällt und ihr überlegt, ob ihr es kaufen sollt, obwohl es „zu bunt“ ist – tut es. Farben machen fröhlich – und das brauchen wir derzeit doppelt und dreifach…Während es früher hieß, wir würden im Alter ins Grau und Beige abdriften, ist es genau umgekehrt bei mir: Seit einigen Jahren wird mein Kleiderschrank immer bunter. Womöglich hängt das auch mit einer gewissen Wurstigkeit der Meinung anderer Leute gegenüber zusammen. Es ist wichtig, dass ich mir gefalle. Wem sonst? Und da entwickle ich eben meine bunte Fashionpersönlichkeit erst spät.

Ich liebe bunte Kleider in leuchtenden Farben. Es gab mal eine Zeit, da hab ich mich auf die Farbpalette Grau-Schwarz-blau-Weiß beschränkt. Mag ich immer noch, aber längst nicht mehr so. Ich will es lebendig. Gerade jetzt, in der Krise mag ich es, zuhause farbenfroh durch die Wohnung zu laufen – und zum Lebensmittel einkaufen. Es muss ja nicht gleich das ganz große Styling sein. Im Gegenteil. Der Charme dieser Kleider und Jumpsuits liegt auch darin, dass sie so einfach zu tragen sind. Die sprechen für sich und bedürfen nicht mehr viel, um gut auszusehen, Einfach nur anziehen und man ist sogar für die Videokonferenz präsentabel…Dieses Jahr sind die Kleiderschnitte alle unglaublich figurfreundlich, weit, mit Puffärmeln. Schön. Schade nur, dass ich bei dem Kauf nicht immer auf nachhaltige Produkte zurückgreifen kann, denn die Labels sind in diesem Bereich nicht sonderlich gut bestückt, leider. Allerdings gibt es im Bereich Ethnomode tolle Designs. Normalerweise bringe ich mir die immer von meinen Reisen mit – aber derzeit… nun ja… Was ich gut finde: der Look ist günstig, die Kleider, die ihr hier seht, sind fast alle keine Hochpreismarken (mit Ausnahme von Closed vielleicht) und machen dennoch viel her. Die Kleider kommen nicht aus der Mode. Jedenfalls nicht bei mir. Vieles trage ich schon viele Jahre und werde sie noch lange tragen. Zu guter Letzt als Urlaubsgarderobe, die auch mal dreckig oder nass werden kann…

Accessoires machen den Look – alles geht

Ich habe grade erklärt – es geht auch völlig ohne Accessoires. Allerdings – manchmal rocken Taschen, Schmuck oder Schuhe in Komplementärfarben das Outfit so richtig. Wobei ich gestehen muss – derzeit wird maximal für ein Foto aufgestrapst, ansonsten trage ich nicht mal viel Makeup. Es wäre vielleicht angebracht, eine Form der Selbstdisziplin und auch Selbstliebe, aber ich empfinde das eher als Stress. Deswegen bleibe ich en Nature. Die Haare werden mit einem Glitzerhaarband einen Tag weiter über den Bad Hair Day gerettet und die rosa Sonnenbrille macht gute Laune. Die wünsche ich euch auch!

 

Best Ager über 50. Redakteurin, Bloggerin, PR-Beraterin Infuencer Relations, Twitterfan. Spezialistin für das gute Leben: Nachhaltigkeit, Fair Trade, schöne Dinge aus Manufakturen - if you wanna have a good time, gimme a call

2 Kommentare zu “Mehr Farbe im Kleiderschrank – das hebt die Laune im Homeoffice

  1. Kicher, ich kenne dieses „Bunt im Alter“ eigentlich schon von (sehr; ca. 40 Jahre!) Frueher, wo ich selbst noch im Alter der eleganten Nerd-Farben-Tragenden war und das mM „Alters-Bunte“ trugen damals meine meist viel aelteren Freundinnen. Wobei deren Toechter – so wie ich selbst damals – aus berufs- und finanztechnischen Gruenden eben auf den eleganten, eeewig-gueltigen Klassik Stil griffen und oefter sehr aehnliche Saetze wie nachfolgend zu hoeren bekamen “ … moechte wirklich zu gerne wissen, WER von uns jetzt eigentlich die Juengere ist, wenn’s um farbige Gardarobe geht: meine Tochter (oder auch ich als altersbedingt damals eher zu diesen Youngstern gehoerend) oder ich ?“
    Als nunmehr selbst sehr aeltliche Dame stelle ich aber auch folgendes fest: bunte(re!) Klamotten werden DESwegen im Alter interessanter fuer mich, weil die eigene Seh-Kraft mit evtl. Fehlern der Klamotte (geplatzte Naht; Loch; Fussel; wo/wie in Form ziehen) besser fertig wird. Bei klassischem Schwarz wird mitunter schon der Anzieh-Versuch zur Flucherei; speziell wenn man Zelt-Form/viel Stoff-Fuelle mag.
    Jedoch habe ich als un-bunte (Mittel?) „Youngsterin“ mich auch oefter mal mockiert ueber sog. neonfarbene Werkzeuge/Geraete. Ich verdaechtigte hierfuer NOCH Juengere und evtl. Spiel-Trieb. Weiiiit gefehlt (mM!!!): erscheint mir jetzt im Alter eher eine Erfindung eben „Der Alten“, welche zeitraubende Suchereien satt haben. Dies zumindest so bei mir: rate mal, wer am schnellsten und lautesten flucht, wenn …. und dann oefter als oft das Gesucht/Gefundene dann baldigst und grimmig grinsend mit Knallfarben zur besseren Sichtbarmachung markiert 😉 😀 ?
    Bezuegl. sog. bunten Klamotten stelle ich auch oefter fest, dass diese ERST „zum Problem“ bei meinen Gegenuebers werden, wenn ich mein Alter verrate. Der Grund hierzu ist wohl, dass heutzutage mM eigentlich immer seltener aeltere Leute auch nach alten Leuten aussehen so wie wir das frueher mal kannten und „Dieses Bild“ wohl doch noch oefter in unseren Gehirnen mitschleppen ?

    PS: eine Kuehltasche mit Reissverschluss in eleganter passender Farbe kommt mir z.B. nicht mehr ins Haus; „Scarlett O’Hara Schwur“ hierzu 😉 😀 😀

  2. Na wie schön! Mal ein Einblick, äh Ausblick auf Dich selbst….schön, Dich zu sehen.
    Mein größtes modisches Problem ist ohnehin, dass ich mich weder stilistisch, noch farblich entscheiden kann. Ich halte es auch mit Ü50 so, dass ich trage, was ich will…wobei….kurze Röcke will ich nicht mehr. Egal, was andere sagen….

    LG und schönes Wochenende,
    Nicole

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