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Was Corona uns lehrt: Wir müssen unsere (Nutz)tiere besser behandeln

Gastbeitrag von Saskya Olympio

Wir sitzen jetzt daheim und wundern uns – wir wundern uns, wie das alles hat passieren können. Dass Dinge, die uns völlig sicher erschienen sind, überhaupt nicht mehr sicher sind, dass unsere Wirtschaft von einem Tag auf den anderen ins Bodenlose fällt. Aber die Corona-Krise kam nicht aus dem Nichts. Es gab Warnungen, es gab Empfehlungen, es gab andere Pandemien – weit weg, war ja nicht so schlimm – dachte man. Dachten wir. Doch jetzt sehen wir, wie arrogant diese Sichtweise gewesen ist. Und wir sehen auch, dass unsere Art, mit der Natur umzugehen, sich rächt. Momentan ganz bitter.

Die Welt hat leider nichts aus vorangegangenen Infektionskrankheiten wie Pest, Ebola, Q-Fieber, SARS, MERS, BSE, usw. gelernt. Lange schon war klar, dass Tiere Krankheiten auf den Menschen übertragen können. Eine Lehre daraus hat man jedoch nie gezogen. Im Gegenteil – Tierfabriken wurden hochgezogen. Der Lebensraum von Wildtieren schrumpft durch Abholzung der Wälder drastisch. Dadurch wird die Nähe zum Tier immer größer. Mögliche Virenstämme haben mehr Möglichkeiten auf Menschen überzuspringen, da Wildtiere aufgrund schwindender Fläche immer mehr in urbane Gegenden dringen. Waschbären, Füchse und Wildschweine sind mittlerweile in unseren Städten heimisch, auch Reh und Hirsch kommen immer näher an die Vororte.

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Es ist nicht nur aus ethisch-moralischen Gründen falsch, Tiere in möglichst kleine Ställe zu pferchen, damit der Ertrag des Massenhaltungsbetriebs steigen kann. Es ist nicht nur falsch, sie mit Antibiotika vollzustopfen, damit sie möglichst schnell wachsen, um einen besseren Ertrag zu gewährleisten. Es ist auch ganz eoistisch gedacht wichtig: es ist gefährlich für uns Menschen, mit unseren Tieren derart umzugehen. Nicht nur, weil auch wir die Medikamente, die den Tieren verfüttert werden, beim Verzehr in uns aufnehmen, sondern weil Krankheitserreger, durch wenig Schutzabstände, schnell auf uns Menschen übertragen werden können.

So geschehen im Fall von BSE, SARS, MERS, usw. Bei Corona Covid 19 haben höchstwahrscheinlich Tiere das Virus verbreitet. (s.Artikel von K. Klammt). „Nahezu zwei Drittel aller bekannten humanpathogenen Erreger – Erreger, die beim Menschen eine Krankheit auslösen können – werden vom Tier zum Menschen weitergegeben.Eine Übertragung kann durch direkten Kontakt, über Lebensmittel, z.B. über Milch, Eier, Fleisch oder andere Lebensmittel, aber auch über Vektoren (z.B. Zecken, Mücken) erfolgen. Durch schnelles Bevölkerungswachstum, zunehmende Mobilität, veränderte Tierzucht und -haltung sowie Klimaveränderungen gewinnen Zoonosen immer mehr an Bedeutung. Bei praktisch allen neuen Erregern der letzten Jahre, aber auch bei vielen aktuellen Infektionskrankheiten, handelt es sich um Zoonosen. Dazu zählt zum Beispiel die Infektionskrankheit SARS (Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom).“
Um solche Pandemien in Zukunft vermeiden zu können, muss der Umgang mit der Wild- und Nutztieren unbedingt geändert werden!
Quelle: https://www.bfr.bund.de

Best Ager über 50. Redakteurin, Bloggerin, PR-Beraterin Infuencer Relations, Twitterfan. Spezialistin für das gute Leben: Nachhaltigkeit, Fair Trade, schöne Dinge aus Manufakturen - if you wanna have a good time, gimme a call

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