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Sport für Faule daheim: Mach das Wohnzimmer zum Gym während der Ausgangssperre

Trainieren mit dem Balanceboard

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Ich weiß nicht, wie es euch geht, jetzt daheim. Zuerst dachte ich, oh mein Gott, das wird so langweilig. Mittlerweile sind wir hier sehr kreativ. Wir probieren jede Menge aufwändige Rezepte aus, fermentieren Kefir, Kombucha und wagen uns an Sauerteigbrot. Freundinnen laden zu Gruppenmeditationen online, wir ratschen via Skype, Telefon oder Whatsapp. Ronis Yogastudio, wo Claudia Shanti trainiert, bietet tolle Onlinekurse an. Wenn jetzt noch das Wetter wieder wärmer und schöner wird, ist alles zumindest hier nicht so schlimm wie befürchtet. (Aber ich freue mich über Tipps von euch) Wir haben unsere Sorgen, glaubt mir. Engste Verwandte, die nicht aus dem Ausland zurückkommen, das hält uns seit Tagen zusätzlich auf Trapp. Viel machen können wir ja nicht.

Fett auf dem Sofa? Nicht mit Easy Motion Skin

Training mit Easy Motion skinEin weiteres Problem ist der Bewegungsmangel. Die Wohnung ist groß, aber so groß auch wieder nicht. Wir hatten jetzt angefangen zu Schwimmen, um was gegen unsere Polster zu tun. Das geht nicht. Joggen mit lauter hustenden Joggern um einen rum finde ich auch nicht so gut. (Ich finde Joggen eh nicht so spannend, deswegen freue ich mich, eine Ausrede gefunden zu haben, hurra). Yoga ist toll für die Beweglichkeit, aber das reicht nicht. Und ich bin eher Sportmuffel. Deswegen: Was ich mag, wenn Sport effektiv ist, Spaß macht, wenn ich sehr schnell Erfolge spüre – das ist ideal. Und da durfte ich neulich etwas testen, was mich sehr überzeugt hat. 20 Minuten Training und ich hatte am nächsten Tag fiesen Muskelkater. Aber, was noch besser war, ich hatte wesentlich mehr Power in den Muskeln, die 4 Stockwerke, die ich sonst hochächze, schaffte ich nach dem Training recht lässig und schnell. Das war bemerkenswert. Das macht Lust auf mehr. Das System heißt Easy Motion Skin und ist ein EMS-Training für daheim. (EMS bedeutet Elektro Stimulations Training).  Die Muskeln werden zusätzlich zum Training via Elektronik stimuliert, damit wird alles unendlich viel effektiver. Während man in den meisten Anzügen nur in Studios trainieren kann, davor nass gemacht wird, damit der Strom fließen kann, an Kabeln hängt etc, ist Easy Motion Skin anders – ich finde: viel besser. Das System ist für zuhause gedacht, und wenn es Leute wie Sonja Zietlow oder Ralf Möller benutzen, kann es nicht so schlecht sein. Deren Bodys sprechen Bände. Das will ich auch!

Die erste Anstrengung ist, in den sehr engen Anzug zu kommen, ich fühle mich wie ein Schlangenmensch. Aber wenn er sitzt, ist der blaue Superheldenanzug sehr angenehm zu tragen. An der Hüfte wird eine kleine Powerbox angeschlossen, die kabellos via Bluetooth mit dem Handy oder Pad verbunden ist und das Training steuert. Stimuliert werden fast alle Muskelgruppen im Körper, Bauch, Oberschenkel, Po, Oberarme und Rücken. Schon beim Anschliessen fühle ich ein leichtes Bitzeln „Kann bei sehr sensiblen Menschen vorkommen“, erklärt Trainer Frank, der mir den Anzug übergeben hat und mir alles erklärt. Auch wenn es dann einfach ist – ohne professionelle Einweisung geht es am Anfang nicht. Aber das muss auch sein, mit Strom spielt man nicht, weiß jedes Kind. Aber keine angst, grillen kann sich niemand in so einem Anzug, dafür ist die Spannung zu niedrig. Dann geht es auch schon los mit dem Training.

Das Training mit dem Superheldenanzug

Das Training dauert so um die 20 Minuten, einfache Übungen, die aber dank der Elektrostimulation der Muskeln viermal so effektiv sind. Das ist für mich Moppel am Anfang sehr motivierend. Das Training wird – das ist super – mit einer App gesteuert, die ich einfach aus dem App-Store laden kann. Ich kann einstellen, wie hoch ich die Spannung sein soll und welches Training ich wähle. Kraft, Ausdauer, Schnellkraft, aber auch ein spezielles Bauch-Beine-Po und Cellulite-Training wird angeboten. Die Übungen werden von einem Avatar vorgeführt – noch – bald werden es echte Trainervideos sein. Während des Sports kann ich nachjustieren, aber man muss sich am Riemen reißen, nicht dauernd nur an der App zu spielen…der innere Schweinehund ist eine Bitch.  Sobald die Übungen ausführe, jagen sehr, sehr spürbare kleine Stromstöße meine Muskeln hoch. Danach eine ein paar Sekunden Pause, dann wieder Anspannung mit Stromunterstützung.  Es ist wichtig, die richtige Dosierung zu finden, übermotiviert schalte ich die Spannung schnell zu hoch und das rächt sich. Nicht angenehm. Lieber wieder ein, zwei Stufen zurück.

Easy Motion Skin wird via App gesteuert Easy Motion Skin wird via App gesteuert

Ich absolviere ein Training, in dem die wichtigsten Muskelgruppen gefordert werden, aber ich könnte den Anzug auch beim Yoga oder anderen Trainings tragen. Er ist also ziemlich vielseitig. Und – dafür nutzen viele Spitzensportler: nach dem Training sorgt ein spezielles Relax-Programm dafür, dass sich die Muskeln wieder entspannen und schnell bereit sind für Neues. Gut bei Verspannungen – und zur Massage komme ich ja jetzt auch nicht. Drei Mal die Woche zu trainieren macht Sinn, um schnell Erfolge zu erzielen. Ich muss nach dem Test schweren Herzens den Anzug wieder zurückgeben, ich hätte ihn gern für einen Langzeittest behalten. Aber, jetzt kommt der dicke fette Nachteil, der (noch) schwerer wiegt als mein Hintern: Der Easy Motion Skin ist Hightech – und damit ziemlich teuer. Über 2950 Euro muss man ausgeben, allerdings kann man das in Raten ab 49 Euro abstottern. Wenn ich jetzt wüsste, wie lange diese Corona-Ausgangssperre dauert, könnte sich das doch rentieren. Ich denke ernsthaft drüber nach, der Easy Motion Skin hat mich sehr überzeugt.

Spaß daheim, das Plankpad mit App

Trainieren mit dem Balanceboard Trainieren mit dem Balanceboard

Viel günstiger, aber auch nicht ganz so effektiv ist das Plankpad, das ich jetzt in der Coronakrise auch wieder häufiger nutze.  Das Board macht die beste Übung von allen, das Planken, effektiver – und unterhaltsamer. Das Brett ist leicht instabil, man muss mit dem ganzen Körper dagegenarbeiten und ausgleichen. So arbeitet die Rumpfmuskulatur nochmal heftiger. Für mich als Couchpotatoe in den Wechseljahren eher ein Folterbrett als Spaß…oder? Damit auch solche Leute wie ich Vergnügen am Planken haben, hat das Plankpad, das vermutlich viele aus der Höhle der Löwen kennen werden, ein tolles Zusatzgadget. Zum Pad gehört eine App, mit den Bewegungen des Bretts kann man einfache Games steuern, einen Surfer, der einem Hai ausweichen muss oder einen Vogel, der alle Kuchen schnappt. Ich spiele – und plötzlich ist über einen Minute rum. Super! Ich muss mich austricksen, ich bin leider nicht so diszipliniert wie andere. Für Sportler gibt es verschiedenen Trainingsprogramme, die sie auf dem Pad ausführen können…aber da taste ich mich gerade erst ran, ich muss erstmal eine Grundfitness neu aufbauen. Das geht mit dem Board aber prima. 99 Euro kostet es, gut investiertes Geld.

Weitere Tipps, wie man die Krise daheim gut übersteht, kommen demnächst! Bleibt gesund!

4 Kommentare zu “Sport für Faule daheim: Mach das Wohnzimmer zum Gym während der Ausgangssperre

  1. Sehr cool.
    Ich habe meinen EasyMotionSkin schon seit einigen Jahren und möchte diese Freiheit und effiziente Form von einfachem Training mit schellen Erfolgen nicht mehr missen.
    Ich trage Ihn beim spazieren gehen, beim laufen, bei einfachen Übungen Zuhause, manchmal auch im Gym mit Trainer. Sehr cool übrigens auch beim Staubsaugen, Treppen fegen oder Fenster putzen 🙂
    Er passt in jedes Handgepäck, lässt sich einfach waschen,…
    Für mich absolut perfekt und Top Qualität die ich bei anderen Produkten nicht bekommen habe ( Ich habe auch andere getestet weil ich erst geld sparen wollte)

    • katrin hilger

      Danke für deine Erfahrungen. Ich finde die Idee, den Anzug bei der Hausarbeit zu tragen, ziemlich lässig…

  2. Hey,
    davon habe ich schonmal gehört. Damals war es so ein Gürtel, den man um den Bauch legt und der dann Stromstöße aussendet und somit die Bauchmuskulatur ansprechen soll.
    Klingt sehr interessant und ich denke, es wird sicher einen gewissen Effekt haben. Doch der Preis wäre mir da doch zu teuer, ehrlich gesagt.
    Habe mir Zuhause ein Homegym eingerichtet. Mit verstellbarer Hantelbank, Langhantel mit verschiedenen Platten, Kurzhanteln in verschiedenen Gewichtsklassen sowie Widerstandsbändern.
    Das hat mich unter 300 Euro gekostet. Und ich kann damit dieselben Übungen absolvieren wie im Fitness Studio.
    Bankdrücken, Kniebeugen, Rudern, Kreuzheben usw.
    Die klassischen Übungen aus dem Kraftsport sozusagen ;).

    Ich denke, wenn man Erfolge sehen möchte, dann kommt es hauptsächlich auf zwei Dinge an:
    Motivation und Durchhaltevermögen.

    Aber wenn der Anzug für dich eine gute Lösung ist, dann finde ich das schön ;).
    Auf jeden Fall interessant ;).
    LG

    • katrin hilger

      Ich probiere grad Dinge aus. Ich war totaler Fan vom bootcamp draußen, aber ich kann nicht zweimal die Woche fix einen Abend reservieren…deine Lösung klingt toll mit Hantelbank etc, auch eine Überlegung wert

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