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Trends von der Biofach – Algenschokolade, Fermentiertes und eine Marmelade namens Nina

Werbung, weil Namensnennung

Wie im letzten Artikel gesagt, in guten Produkten steckt Leidenschaft. Und jede Menge gute Geschichten. Ich war leider nur einen Tag auf der BioFach und Vivanesse unterwegs, viel zu wenig, all die tollen Produkte und ihre Hersteller kennen zu lernen. Es hat so Spaß gemacht, sich umzusehen und überall zu probieren. Die Biofach ist für mich die reine Freude. Alles Bio, alle machen sich Gedanken um die Umwelt, tüfteln an besseren Verpackungskonzepten, an veganen Varianten oder an Fleischprodukten ohne Tierleid. Ich sehe, dass sich unsere ganze Art zu essen und zu kochen gerade vollkommen wandelt. Selten zuvor gab es in Deutschland einen derartigen Reichtum und eine so wunderbare Vielfalt an Möglichkeiten, sich gut und gesund zu ernähren. Mir hat der Kopf geschwirrt, so viele Kräutermischungen, Teemischungen, Körner, Käse, Saucen, Suppen, Würzideen gab es zu entdecken. Deswegen will ich euch heute einige ganz besondere Erzeugnisse vorstellen, die ich so gefunden habe…einiges mehr kommt im laufe der kommenden Wochen. (Werbung, weil Verlinkungen)

Marmelade als Liebeserklärung

Das Storytelling rund um die Erzeugnisse fängt schon bei den Namen an: die Schüttel-Limo aus Nürnberg heißt zum Beispiel so, weil so viel Ingwer drin ist, dass man die Flasche erstmal schütteln muss, um die Flocken im Getränk zu verteilen. Die Hersteller der kleinen Kosmetik-Marke „Beauty Garden“ ernten wirklich ihre Kräuter und Blumen  im eigenen Garten und trocknen sie schonend nach alter Art, nicht bei 80 Grad im Dörrofen, sondern ganz, ganz langsam.  img_6176Am Stand von Serbien kamen mir die Tränen: dort habe ich die vermutlich beste Himbeermarmelade der Welt entdeckt. Die kleine Firma „Nina“ stellt wirklich nur Himbeermarmelade her – mal mit Zimt, pur oder mit Ingwer. Die Ingwervariante ist der Wahnsinn. Nina hat eine traurige Bedeutung: „es ist der Name meiner Schwester, sie ist ertrunken, und mit dem Produktnamen möchte ich an sie erinnern“, sagt der Hersteller. Wunderschön und herzzerreißend zugleich. Von Ghitela aus der Tschechei stammen diverse Nußcremes, die einen Nutella vergessen lassen. Besonders genial auf Toast: geröstete Mandeln mit Kaffeesplittern. Mega!!! Da schmilzt nicht nur die Creme…

img_6167Ausgesprochen lecker war der Tiger – Thai Tea– eine Bio-Variante des thailändischen Eistees, den ich im Urlaub kennen-und lieben gelernt habe. In der Biovariante aber ohne Orange Speisefarbe, gezuckerte Kondensmilch und noch mehr Zucker. „Die Thais lieben starke Aromen, deswegen hat sich der Tee so gewandelt-aber das, was wir hier zubereiten, ist das Original Rezept.“

Hanf, Algenschokolade und Fermente im Trend

Einiges, was unter Foodies schon lange beliebt ist, erreicht nun den Bio-Massenmarkt. Ich habe sehr viele Produkte aus Algen gesehen, darunter so ungewöhnliche wie Senf mit Algen oder sogar Algen-Schokolade mit Spirulina namens „Algenheld“. Die hat mir richtig gut geschmeckt. Algen sind für uns in Bayern besonders wichtig. Denn hier mangelt es an Jod, wir essen zu wenig Seefisch. Da sind Algenpulver im Essen eine hilfreiche und gesunde Ergänzung. Bei Viva-Maris gab es allerlei Senfsorten mit Algen. Keine Sorge, das fischelt nicht, es sind nur geringe Beimengungen, die aber nährwerttechnisch einen gewaltigen Unterschied ausmachen. Und ich habe mich lange mit den Leuten von Fairment unterhalten. Derzeit braue und fermentiere ich zu Hause, was das Zeug hält. Kefir, dank der tollen Knollen von de wunderbaren Kochbloggerin Küchenlatein, ist eigentlich jeden Tag frisch fertig, die Knollen produzieren wie der Teufel, dazu wird Joghurt selbstgemacht, Frischkäse, Kombucha und jetzt – hoffe ich – bald Wasserkefir, der eine bitzelige, urgesunde Limonade zaubern soll. Der Kombuchapilz stammt von Fairment, mit dem war ich hochzufrieden, deswegen will ich auch beim Wasserkefir auf dieses Berliner Startup setzen. Neben den Fermenten in Milchprodukten wird derzeit auch Miso populär, das es nicht nur im Japanvillage gab. Ich wette, bald gibt es Miso-Ramen von Maggi oder Dr. Oetker… genauso wie Hanf, der  in allen Produktkategorien mitmischt. Hanfkosmetik, Hanfmehl, Hanfkekse oder Hatcha, Hanfpulver statt Matcha. Sehr gesund und durchaus lecker.

Trends von der Biofach
Trends von der Biofach

Mealprep – Suppen und fertige Mischungen werden nachhaltig

Da war auf der Biofach einiges zu finden, was uns gestressten Büroarbeitern helfen soll, schnell was Gutes zu zaubern. Beendhi aus Frankreich zum Beispiel, die nicht nur Instant-Couscous anbieten, sondern auch jede Menge getrockneter Gemüse unter die Körner mischen: „Wir wollen mehr Gemüse auf dem Teller“ erklärt die freundliche Köchin am Stand. Das war überaus köstlich – nur noch ein paar frische Zutaten beimischen und ein tolles Essen steht in der Büroküche. Ich hoffe, die Firma gibt es bald in Deutschland zu kaufen! Bei Sonnentor hat man endlich eine der fiesesten Zutaten aus Fertigbrühen entfernt: Zucker. Der hat da eh nix verloren, gut, dass er weg ist. Das macht es mir wesentlich einfacher, Fertigbrühe zu benutzen. Sehr lange hab ich mich mit der netten Mannschaft von „Frieda kocht“ unterhalten. Deren Credo ist auch: „Bio ist der Normalzustand, eigentlich sollte man alles andere kennzeichnen“. Damit rennen sie bei mir offenen Türen ein. Ich sage immer: Bio ist, wenn wir einfach wieder zu einer normalen Herstellung zurückkehren. Frieda kocht übrigens sehr leckere Suppen und hat ein sehr durchdachtes Konzept. Den die witzigen Gläser sind nicht mit Papier beklebt, nur ummantelt, niemand muss mühevoll Etiketten abpfriemeln…img_6155Ich hoffe, euch hat der kleine Rundgang gefallen, wie gesagt, im Laufe der kommenden Zeit werden Rezepte mit Bioprodukten vorgestellt, sehr viele davon vegan oder vegetarisch!

5 Kommentare zu “Trends von der Biofach – Algenschokolade, Fermentiertes und eine Marmelade namens Nina

  1. Super Artikel! Und wenn es erlaubt ist, ich weiß, wo Ihr wirklich hochwertige CBD-Produkte bekommt:

    https://markusebeling.kannaway.com

  2. Jepp, fermentieren ist voll cool!

  3. Vielen Dank für diese Tipps.

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