Nachhaltigkeit Reise

Wie gestalte ich meinen Urlaub einfach und problemlos nachhaltig? (und trotzdem luxuriös)

Es gibt Leute, die das Wort „Flugscham“ zum Wort 2020 wählen wollen. Ich finde das falsch. Klar, es ist wie überall – es gibt immer „too much of a good thing“. Wer sehr oft im Jahr rumfliegt oder drei Kreuzfahrten macht, der oder die könnte überlegen, ob etwas weniger nicht besser wäre…Vielleicht im Wechsel – ein Jahr Deutschland oder Europa, ein Jahr eine Fernreise. Aber: Ich will da niemandem was vorschreiben – ich reise selbst sehr gern. Außerdem glaube ich, ein gewisses Mass an Reisen ist hilfreich. Zum einen leben viele Länder wie die Karibik, Thailand oder Vietnam, aber auch Griechenland oder Italien vom Tourismus, und den Menschen jetzt ihre Lebensgrundlage zu entziehen, ist auch nicht hilfreich für diesen Planeten. Zum anderen öffnet der Urlaub unser Herz, begeistert uns für andere Kulturen und andere Länder. In diesen dunklen und rassistischen Zeiten ist es wichtig, sich eine gewisse Weltoffenheit zu bewahren. Liebe zu fernen Ländern macht immun für den Hass daheim. Deswegen, Urlaub ja, aber mit Verstand.

Strandbar auf Kho Phangan, Thailand Die Strandbar in Thailand

So buchen wir Urlaub richtig:

Nachhaltig bedeutet, alles in Balance zu lassen. Das heißt, nichts zurücklassen außer vielleicht ein paar Fußspuren. Aber es geht noch mehr. Das Schönste daran: der Urlaub wird so spannender, reicher, bunter.

  1. Darauf achten, kleine, individuelle Ressorts zu buchen, die Einheimischen gehören. Die sind oftmals schöner als internationale Ketten – und mit zuvorkommendem, familiären Service.
  2. Bei den Hotels und Ressorts direkt buchen. Das ist oftmals viel billiger und macht sie zudem unabhängiger von den internationalen Plattformen, die ihre Prozente abkassieren wollen. So stellen wir sicher, dass das  Geld im Lande landet, wo es wirklich hilft, anstatt bei den internationalen Reiseveranstaltern.
  3. Essen gehen in einheimische Restaurants und Ausflüge etc auch bei lokalen Organisationen buchen, wenn möglich. Macht mehr Spaß, wir lernen die originale Küche kennen und es ist gesünder und frischer, weil diese Lokale stark frequentiert sind.

    Ich bin aus diesem Grund auch gegen Kreuzfahrten. Die sind nicht nur schlecht für die Umwelt wegen des CO2 Ausstoßes, sie schaden auch dem Tourismus: denn die Besucher wissen ja, dass sie Essen im Überfluss auf dem Schiff bekommen, sie lassen kaum Geld in den Städten und Häfen, dafür viel Müll. Aber ich will niemand belehren, wer Spaß hat, der soll mit einem Schiff reisen. Aber vielleicht daran denken, bei Landausflügen ein wenig an das Land zurückzugeben – und seinen Müll wieder mitzunehmen. Da wäre schon viel gewonnen.

So verhalten wir uns nachhaltig

Müll ist überhaupt so ein Thema. Wir sollten die Länder nicht zusätzlich mit unserem Mist belasten. Verpackungen, die wir hingebracht haben, nehmen wir wieder mit zurück und entsorgen sie daheim.

  1. Das richtige Sonnenmittel einpacken: Es gibt spezielle Cremes, die wasserfest sind und speziell darauf ausgelegt, die Riffe und Meere nicht zu schädigen. Unbedingt diese benutzen. Neuere Laboruntersuchungen bringen den Inhaltsstoff Oxybenzon (Benzophenone-3) mit Korallenschäden in Verbindung, die bei ausreichender Konzentration zu Korallenbleiche oder Korallensterben führen können. Als Reaktion auf die Forschungsergebnisse hat Hawaii als erster US-Bundesstaat ein Gesetz verabschiedet, das den Verkauf von Sonnenschutzprodukten mit den UV-Filtern Oxybenzon und Octinoxate verbietet. Bei Nähfrosch gibt es eine Zusammenstellung getesteter Produkte
  2. Keine Tiere anfassen, keine Pflanzen abreißen, sich nicht auf  Korallen stellen oder sie anderweitig schädigen. Sowas wie Jetski einfach lassen.
  3. Wasser sparen. Sauberes Wasser ist in einigen Reisezielen ein wertvolles Gut. Sparsam duschen, Wasser nicht verschwenden.
  4. Man möchte es kaum glauben, aber der öffentliche Nahverkehr funktioniert in Ländern wie Thailand bestens, viel besser als in Deutschland. Busse, Bahn oder Sammeltaxis können bedenkenlos genutzt werden. Geld gespart, Nerven gespart, Land kennengelernt. Volle Punktzahl!
  5. Keine Plastikstrohhalme nutzen. In vielen Ländern sind die noch bedenkenlos im Einsatz. Das dem Kellner oder der Kellnerin vorab mitteilen. Das gilt auch bei Plastiktaschen. Immer eine eigene mitnehmen und dann die angebotene Plastiktasche freundlich ablehnen
  6. Shoppen: Lokale Produkte sind ein tolles Mitbringsel. img_4396

Ihr seht also – so schwierig ist es gar nicht. Wir sollten uns das Thema Urlaub nicht vermiesen lassen – mit ein paar kleinen Verhaltensänderungen bleibt der Planet schön – und wir und unsere Enkel können sich weiter an ihm erfreuen.

Best Ager über 50. Redakteurin, Bloggerin, PR-Beraterin Infuencer Relations, Twitterfan. Spezialistin für das gute Leben: Nachhaltigkeit, Fair Trade, schöne Dinge aus Manufakturen - if you wanna have a good time, gimme a call

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