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Frankfurt erleben – Deutschlands unterschätztester Städtetrip

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Wenn ich erzähle, wie toll ich Frankfurt finde, kommt meist ein Schulterzucken: „Frankfurt? Das kenne ich nur von der Durchreise.“ Das ist wirklich ein Fehler, Frankfurt hat so viel zu bieten: traumhafte, internationale Restaurants mit authentischen Gerichten aus aller Welt (Vor allem in little Inda, little Istanbul oder little Chinatown im Bahnhofsviertel), moderne Architektur und die einzige ernstzunehmende Skyline Deutschlands, coole Museen mit wegweisenden Ausstellungskonzepten, Boutiquen wie das Hayashi mit Designern, die sonst kaum zu kriegen sind und urgemütliche Apfelweinkneipen. Frankfurt ist ein Lebensgefühl. Im Sommer mit einem Apfelwein am Main sitzen, den Sonnenuntergang hinter der Skyline genießen – fantastisch.

Das Premier Inn im Europaviertel

Ich habe eine Zeitlang in Frankfurt gewohnt und bin sehr glücklich gewesen. Letzte Woche bin ich auf einen kleinen Erinnerungsausflug in die Mainmetropole zurückgekehrt. Ich durfte nämlich eine Nacht im Premier Inn (Europa-allee 44, 60327 Frankfurt) verbringen, und das Hotel mit den lila Akzenten liegt keine 100 Meter von meiner ehemaligen Wohnung entfernt. Als ich nämlich damals völlig überstürzt von München nach Frankfurt gezogen bin, habe ich eine Wohnung nicht in den so beliebten Stadtteilen Bornheim oder Sachsenhausen bekommen, sondern im damals brandneuen Europaviertel. Viel stand noch nicht, es gab keine Geschäfte, keine Cafés, dazu musste man in das charmant angeschmuddelte Gallusviertel oder gleich ins Bahnhofsviertel. Es war komisch, in einem Viertel aus der Retorte zu leben. Nichts außer Wohnungen und Baustellen und nach und nach jede Menge Hotels, denn die Messe liegt ums Eck. In Frankfurt lebe ich nicht mehr. (was ich manchmal schade finde, deswegen komme ich gern zurück) Und deswegen übernachtete ich im Hotel. Auch nicht schlecht…und: Wow, jetzt gibt es im Europaviertel alles – nette Cafés, eine große Shoppingmall, Restaurants – alles, was ich früher so schmerzhaft vermisst habe.

Schlafen wie die Queen im Premier Inn

 

Das Hotel war das Premier Inn, relativ neu, seit drei Jahren steht das Haus an der Europaallee. Sehr hübsch, sehr gemütlich – das zeigt sich gleich in der Lobby. Weiche Sofas voller Kissen laden zum Verweilen ein, ein Wohnzimmer: während in den Hotels der Nachbarschaft sich alle Gäste am Abend rasch in die Zimmer zurückziehen, ist hier noch reger Betrieb, die Leute lesen, ratschen oder sitzen auf den Sofas und führen Telefonate. Es gibt auch Speisen, Burger, Bowls und Suppen für den kleinen und großen Hunger. Aber mich zieht es ins Zimmer, denn da wartet auf mich eine Attraktion: eine Badewanne. Meine daheim ist nämlich durch Umzugsgerümpel vollgestellt. Eine große Badewanne – ich hab mir extra Badesalz und eine Maske mitgebracht- wunderbar. Das Bett ist das Feature, auf das das Premier Inn den größten Wert legt. Alle Matratzen stammen von der britischen Firma Hypnos, die mit ihren Produkten auch das Königshaus beliefert und auf denen ich so bequem geschlafen habe, dass ich die Firma und deren Bezugsquellen gleich gegoogelt habe. Worauf die Queen schläft, kann nicht schlecht sein. Zusätzlich hat der Gast die Wahl zwischen weichen und harten Kopfkissen – und, was ich immer liebe – es gibt einen Wasserkocher und Teebeutel auf dem Zimmer! Optimal!

Das Frühstück ist das, was man bei einer britischen Kette erwarten kann: gut, herzhaft, viel – garniert mit viel Freundlichkeit und einer sehr, sehr guten Teeauswahl (ihr merkt, ich bin Teefanatiker). Für alle, die ein Zimmer zu Messezeiten in Frankfurt suchen: Beim Premier Inn sind die Zimmerpreise auche während der buchmesse oder der IAA auf knapp über 200 Euro gedeckelt. Gut, denn woanders können schon mal 600 Euro die Nacht aufgerufen werden…

Tipps für Frankfurt hab ich einige:

die Picknickbank (Weißadlergasse 7 60311 Frankfurt), ein kleiner, feiner Laden mit Plätzen drinnen und draußen, die eine Reise nach Marrakesch ersetzt. Unbedingt probieren: den Minztee und den Falafelteller. ein besseres Hummus bekommt man nirgendwo sonst! Empfehlenswert ist das japanische Café Imori (Braubachstraße 24, 60311 Frankfurt am Main), wo ich zum ersten Mal Macha Kuchen probiert habe. Das Cafe ist eingebettet in das neue alte Herz Frankfurt, die wiederauferstandene Altstadt, die erstaunlich schön renoviert dasteht und niemand von den Touristen glaubt, dass alles brandneu ist.  Im Bahnhofsviertel lockt das Plank (Elbestr. 15 60329 Frankfurt) die Hipster und das Maxi Eisen (Münchnerstrasse 18, 60329 Frankfurt am Main) mit toller jüdischer Küche wie in New York. Sehenswert ist neben dem Senckenbergmuseum (mit T-Rex) natürlich die Schirn und das ganz neue, kleine, feine Goldmuseum (Kettenhofweg 27, 60325 Frankfurt), das die Geschichte des Goldes nacherzählt und alle Facetten dieses magischen Werkstoffs zeigt. Zum Goldmuseum gehört auch ein exklusives Restaurant und Cafe – für goldene Momente.

Für mich ist Frankfurt immer eine Burgerstadt: sei es die Kuh, die lacht, das Whats Beef, Luna Burger, das neue Five Guys, Flechter Better Burger oder Jamys Burger. Vielleicht deswegen, weil ein Burger irgendwie zu Frankfurt passt:  solide, grundehrlich, macht von außen nicht immer viel her, aber die inneren Werte sind der Hammer. Und Apfelwein passt auch dazu!

Ich bin eingeladen worden, eine Nacht im Premier Inn zu verbringen.

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