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Ein Prost auf den Tag der Biene – mit einem Shyravalli

Heute, 20. Mai, ist der offizielle Tag der Biene. Dieses beliebte Insekt hat wahrhaftig einen eigenen Tag verdient, es ist ein Symbol für eine neue Sicht auf die Umwelt und deswegen das beste Aushängeschild für eine Petition, die in diesem Jahr einen Unterzeichnerrekord geschafft hat. Und nun gibt es dank Bienen eine komplette Neuordnung der bayerischen Umweltpolitik. (Jetzt müssen wir es nur schaffen, dass Glyphosat auch in Europa giftig ist und nicht nur in Amerika, wo Leuten Milliarden zugesprochen werden, wenn sie von Glyphosat geschädigt wurden)

München ist voller Bienenvölker

Auch in München gibt es immer mehr Bienenvölker – und Münchner Honig

Da dank Glyphosat die Felder ziemlich Blumenfrei sind, haben die Viecherl in der Stadt teilweise bessere Chancen, ihr Futter zu finden. In München gibt es deswegen überall Bienenvölker, sogar nahe der Fußgängerzone. So etwa die Polizeibienen, deren Stöcke sehr sicher auf dem Dach des Polizeipräsidiums in der Ettstrasse stehen, Stadtteil-Honige, die auf den Märkten angeboten werden oder  Imker aus der Umgebung verschicken ihren Honig mit dem Startup NearBees. Wer braucht denn Honig aus Neuseeland, wenn er welchen von vor der Haustüre bekommen kann?

Die heimische Antwort auf Rum aus bayerischem Bienenhonig

Anstoßen können wir passend mit einem Tässchen Honigtee, Met oder  – ganz exklusiv – mit einem Shyravalli. Was das ist? Nichts, was in irgendeine bekannte Kategorie passt. Denn er ist der erste seiner Art: ein besonders edler Honig-Brand, geschmacklich nahe am Rum und ein bisschen am Whisky, gänzlich unsüß, aber mit Honignoten und weich. Mir hat er sehr, sehr gut geschmeckt. Entstanden ist der originelle Shyravalli aus einer Laune am Bienenhof Pausch in einem Tal nahe Scheyern (daher der Name), wo Imker Albrecht Pausch 160 Bienenstöcke hält, und dort zusammen mit seiner Frau fair produzierten Biohonig, Met, Honigessig herstellt und feine Biofruchtschnäpse brennt. Vor zwei Jahren wollte der erfinderische Imker sehen, ob sich auch Honig brennen lässt und opferte 1,5 Tonnen Honig. Der wurde zweifach gebrannt und zwei Jahre im Eichenfass gelagert, immer wieder verkostet und letztendlich auf 51 % verdünnt. Das Ergebnis sind nun 450 Liter feinster Biobrand, hellgolden im Glas. „Wir dachten, das ist die bayerische Antwort auf Rum. Wir haben hier kein Zuckerrohr, sondern Honig. Deswegen ist die Basis bayerischer Waldhonig“, so Albrecht Pausch. Tolle Sache, wenn Biobauern kreativ  werden, kommt immer was unerwartet Leckeres dabei heraus. Wer den Shyravalli mal kosten will, es gibt ihn exklusiv in München im Vollcorner am Weißenburger Platz.

2 Kommentare zu “Ein Prost auf den Tag der Biene – mit einem Shyravalli

  1. Das ist ja krass, was es alles gibt. Toll recherchiert und nett geschrieben

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    • katrin hilger

      Ich finde es immer wieder spannend, was es alles so gibt. Eins der Privilegien, wenn man einen Blog führt…

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