Mode

Inhorgenta: 250 Jahre alte Influencer und ganz viel Meer

Am Wochende war eine ganz besondere Messe in München – die Inhorgenta. Schmuck von unvorstellbarem Wert, wie etwa ein Perlencollier für 1,5 Millionen sind dort nicht ungewöhnlich. Gold, Brillianten und eine ganze Messehalle voller ungefasster Steine… die Messe München verwandelt sich in eine Schatzkammer. Mit netten Bloggern wie Caroline Kynast (danke an sie für das Foto)  Claudia Wagner, 5 Candies a Week oder Zoe Helali waren wir bei einigen Ausstellern auf einem Bloggerwalk unterwegs – und konnten so einige Schmucktrends festmachen.

Marie Antoinette macht Perlen wieder modern

Marie Antoinettes Schmuck bei Sotheby'sMarie Antoinette war die Influencerin ihrer Zeit – und völlig vernarrt in Schmuck. Wenn sie was wollte, wurde es angeschafft und mit einem simplen „Payez“ (Zahlen!) Und ihrer Unterschrift auf der Rechnung bezahlten ihre Diener den Juwelier. Irgendwann hat sie dann doch selbst bezahlt, mit ihrem Kopf. 2018 wurden nun ein paar Schmuckstücke von ihr bei Sothebys verkauft, und eine Barockperle erzielte den höchsten Preis, den je eine Perle gekostet hat: 36 Millionen. Da wäre sogar die Königin selbst erschrocken. Aber dieser Kauf hat einen neuen Run auf Perlenschmuck ausgelöst, einzelne Perlen als Collier, als Ring oder Armband sind wieder im Trend. Und dass Perlenschmuck alles andere als langweilig aussieht, beweisen diverse tolle Marken wie Gellner (deren Kollier „bloß“ 1,5 Millionen kostet) oder Celia von Barchewitz, deren Schmuck ich persönlich liebe und der sehr bezahlbar ist. Ich trage hier auch eine Barockperle als Solostar, die tolle, längenverstellbare Kette kostet allerdings rund 180 Euro. Payez!!!

Das Meer macht voll die Welle

Seesterne, Oktopusse, Fische, Meerblaue Steine und viel Schmuck mit Urlaubsfeeling – ganz klar, Meer und Meerestiere sind ein Schmucktrend. Vor allem der Seestern wird das Schmucktier der kommenden Saison! Zum Beispiel der Schmuck von Monessa, passt zu einem Tag am Meer… Mir gefiel ihr perfekter Ferienschmuck, der mit einem innovativen Magnetverschluss bombenfest hält. Vor allem die Armbänder mit eingearbeitetem Anker waren ein Highlight. Wer mich kennt, weiß, ich liebe nautische Symbole. Der Anker steht für mich für Angekommensein, das Glück festhalten – ein starkes Symbol, das ich gerne trage. (deswegen hab ich ihn tätowiert) Die Schmuckstücke waren auch ferienmässig passend auf kleinen Liegestühlen drapiert – und es gab Schirmchen Drinks am Stand!

Inaha ist ein ebenso junges Label und kommt aus der Schmuckstadt Pforzheim, wie so viele – dort ist einfach das Zentrum der deutschen Schmuckindustrie, dort kommen die Steine her – und dort werden auch die Designer ausgebildet. Die Designer von Inaha haben nicht den Seestern, sondern den Seeigel als Vorbild gewählt, besser gesagt dessen Skelett. Das findet sich als Anhänger in der Kollektion, aber auch die Ringe nehmen die hubbelige Struktur auf. Das Label will rausstechen und setzt auf eine sehr rockige, freche Vermarktung, die zu dem zarten Schmuck so gar nicht passen will…

Coole Labels – Trend Personalisierung

Personalisierter Schmuck des Münchner Labels Evel Jewels

Evél Juwel ist ein Newcomer aus München, die einige Trends vereint: zum ist es sehr zarter Schmuck, der täglich getragen werden kann, zum anderen gibt es unzählige Möglichkeiten zur Personalisierung. Und was ganz Eigenes, Unverwechselbares trägt ja jeder gern. Die Schmuckstücke bieten – im Tattoo-Stil – die Qual der Wahl zwischen Namen, einem persönlichen Motto oder Monogramm. Ob nur die Initialen oder ein ganzer Name – die Diamant-besetzten Ringe sind ein absoluter Eye-Catcher. Das Upgrade zur Namenskette, die Carry noch in Sexy and the City trug…

Sparkling Jewels aus den Niederlanden bietet ein komplettes Baukastensystem, bei dem sich jede Frau ihren Traumschmuck zusammensetzen kann: Stein, Schliff, Fassung und Goldton oder Silber werden gewählt, das perfekte Schmuckstück im Konfigurator zusammengesetzt und bestellt. Dazu unkomplizierte Ketten und Armbänder zum stacken. Mir haben die großen Ohrringe gut gefallen, aber leider gibt es nur Ohrstecker, als Clips hätte ich sofort ein Paar genommen – vielleicht eine Anregung für die Zukunft?

Auf alle Fälle war die Inhorgenta fantastisch, es macht Spaß, über diese Messe zu gehen, auch wenn ich weiß, den Großteil des Schmucks werde ich mir im Leben nicht leisten können – geschweige denn, dass ich viel Gelegenheit hätte, solche Preziosen zu tragen. Aber es ist ein bißchen wie ein Museum, da nimmt man ja auch nichts mit, oder?

 

 

 

 

 

 

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