Gutes Gewissen geht günstig: Gusti Leder -Taschen sind nachhaltig, schön und preiswert

Ich bin schon öfter an dem kleinen Laden in der Türkenstrasse hinter der Uni vorbeigegangen – die Taschen, Rucksäcke, Portemonnaies, Laptoptaschen, Beutel, Federmäppchen aus meist naturfarbenem Leder erinnerten mich an meine grüne Hippiejugend. Damals verkauften Hippies solche Taschen und bestickte Lederfellmäntel in kleinen Buden an der Leopoldstrasse. In den 80ern waren die Art Naturleder-Rucksäcke wieder hip, bemalt mit Kugelschreiber und Edding. Streetart-Streetwear, ohne dass wir damals diese Namen gekannt hätten. Ich hab mir oft beim Blick ins Schaufenster überlegt, ob ich mir wieder so einen Bagpack zulegen sollte…

Was ich da noch nicht wusste: der Laden vertreibt eine einzige Marke, Gusti Leder. Das erfuhr ich, als ich eine Anfrage bekam, euch diese Marke vorzustellen. Das mache ich gern, denn Gusti Leder betreibt sein Geschäft sehr idealistisch und stellt gute, ökologisch nachhaltige Produkte in Indien in kleinen Manufakturen her, die garantiert gute Löhne zahlen und auf Kinderarbeit verzichten: Ökologisch und transparent hergestellt, das Leder umweltfreundlich gegerbt, sehr schön designt und dazu äußerst günstig. Das geht kaum besser. Bei Gusti Leder nature wird Ziegenleder (von Ziegen, die zum Verzehr geschlachtet wurden, nicht nur als Lederlieferant) mit Gerbstoffen aus Baumrinde gegerbt und mit Pflanzenölen gefettet, ohne Chromsalze. Das Ergebnis ist eben dieser ganz eigene, besondere Vintagelook der Taschen, der mir so gefällt. Doch noch wichtiger als Schönheit ist das gute Gewissen:

„Höchste Priorität hat bei Gusti die Sicherung des Lebensunterhalts der indischen Produzenten und deren Familien und wir wollen Kinderarbeit verhindern. Das muss jeder der Kleinstbetriebe uns vertraglich zusichern. Ich besuche auch jedes Jahr unangekündigt die Manufakturen.“, so Gründer und Inhaber Christian Pietsch. Der hatte übrigens in seiner Jugend eine Streichel-Ziege namens Gusti, die dem Geschäft den Namen gab. Bei Reisen durch Indien kam ihm die Idee mit dem Taschenlabel. Es sah die kleinen Hersteller, die indischen Preise und erkannte, dass mit etwas mehr an Gehalt für die Arbeiter ein riesiger Unterschied gemacht werden könnte – und die Tasche sich immer noch günstig produzieren und in Europa verkaufen ließen.

Das Geschäft boomte – und weil immer mehr Kunden auch ein moderneres Design wollten, gibt es mittlerweile eine zweite Linie, bei der Rinds- und Büffelleder verwendet wird, teilweise auch mit Chromsalzen gegerbt, aber nach wie vor fair hergestellt in etwas größeren Fabriken in Indien und Italien. Weil beide Linien ohne Zwischenhändler vertrieben werden, sind die sehr günstigen Preise möglich. Der schöne Rucksack (aus der Biolinie), den ich mir ausgesucht habe, kostet knapp unter 100 Euro!

Wer seine Tasche personalisieren möchte: im Geschäft gibt es zwei Tische zum basteln. Leder für Anhänger, eine Möglichkeit, sein Monogram in die Taschen zu brennen und viele andere Verziermöglichkeiten.

Verfasst von

Best Ager über 50. Redakteurin, Bloggerin, PR-Beraterin Infuencer Relations, Twitterfan. Spezialistin für das gute Leben: Nachhaltigkeit, Fair Trade, schöne Dinge aus Manufakturen - if you wanna have a good time, gimme a call

Bitte hinterlasse einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.