Maison Common – deutsche Eleganz ist kein Widerspruch mehr!

Neulich hat Kolumnistin Wais Kiani in der FAZ beklagt, dass der deutsche Stil irgendwann verloren gegangen ist. Ich kann sie teilweise nachvollziehen, aber ich muss ihr bei Labels wie Strenesse etc recht geben – das geht leider alles gar nicht mehr. Aber dafür besinnen sich immer mehr deutsche Labels auf etwas, was ebenso urdeutsch ist wie es mal der klare Purismus war: Qualität. Und es kommt etwas dazu, was eigentlich völlig undeutsch ist, nämlich Grandezza und Eleganz. In letzter Zeit sind mir immer mehr deutsche Labels untergekommen, die genau dafür stehen. Eins der neuesten und auch eins der schönsten zeigt jetzt dieses Mal zum ersten Mal bei der Fashion Week in Berlin: Maison Common. Ein Label, das jeder im ersten Moment nach Italien stecken würde, wo die Frauen nun wirklich verstehen, sich gut zu kleiden.

Maison Common, das sind sehr selbstbewußte Drucke, schillernde Stoffe, Animalprints, Tweet und Seidenqualitäten fantastisch kombiniert. Feminine Schnitte schaffen eine elegante, aber extravagante Mode, die einlädt, sie auffällig und gewagt, aber geschmackvoll zu kombinieren. Eine Frau, die nicht selbstbewusst ist, kann ich mir in diesen Kleidern nicht vorstellen. Maison Common ist  die perfekte Garderobe für Powerfrauen, die was darstellen und die gerne den Rahmen sprengen. Welches Alter sie hat, ist dabei völlig egal – genauso wie die Figur. Denn das Label schneidert von 36 bis Größe 50, Maison Common hat also auch verstanden, dass Powerfrauen nicht nur in Größe 36 daherkommen. Schon allein deswegen finde ich das Label fantastisch und wünsche ihm allen Erfolg dieser Welt.  Mir gefällt es, dass da so ohne großes Aufhebens alles richtig gemacht wird – ohne sich sofort ein blödes Label wie „Plussize“ oder „Damenhaft“ aufdrücken zu lassen. Es stimmt nämlich einfach nicht. Es hat einfach ganz große Klasse.

Goldglanz zu Animalprint – bei so schlichten Schnitten geht das auch tagsüber

Es ist klar, dass hinter so einem Label kein frischer Absolvent von der Modeschule stecken kann. Die Frau hinter Maison Common ist Rieke Common, die schon bei legendären Modehäusern tätig war: 1999 erfüllte sie sich Ihren großen Traum und ging als Designerin zu Oscar de la Renta nach New York. Nach drei Jahren in den U.S.A. zog es sie 2001 nach Deutschland zurück, um einem Angebot des Couturehauses Rena Lange zu folgen. Hier hatte sie zuletzt als Chefdesignerin bis 2007 die kreative Leitung des Unternehmens inne.
Nachdem sie der deutschen Traditionsmarke erfolgreich ihre feminine Handschrift geliehen hatte, entschloss sich Rieke Common ihre eigene Vision einer Marke und Kollektion zu realisieren und stieg 2008 in das Münchner Unternehmen M.A.C.S. Munich ein. Im Jahr 2014 erwarb Sie die Firma und nannte sie ganz selbstbewusst Maison Common.

Das Label hat seinen Preis, aber die schönen Stücke sind jahrelang tragbar. Sie werden einfach immer neu kombiniert. So ein Stil ist zeitlos, der kommt nicht aus der Mode. Ich freue mich schon, jetzt bei der Fashion Week dabei zu sein und die neue Kollektion zu erleben. Ich werde berichten, versprochen!

Verfasst von

Best Ager über 50. Redakteurin, Bloggerin, PR-Beraterin Infuencer Relations, Twitterfan. Spezialistin für das gute Leben: Nachhaltigkeit, Fair Trade, schöne Dinge aus Manufakturen - if you wanna have a good time, gimme a call

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