Faire Mode – und auch noch fesch! (1.Teil)

Derzeit hat jeder von uns unendlich viel Kleidung im Schrank – und täglich bringen die Großen der Branche neue Kollektionen ins Geschäft, jeden Tag könnte man sich komplett neu einkleiden. Immer mehr, immer schneller – die zwei Kollektionen, die ich noch früher kannte – das ist Schnee von gestern…oder? Nicht unbedingt. Es gibt Labels, die versuchen, die Zeit zurückzudrehen und das Modekarussel wieder langsamer zu machen. Gut so! Ich möchte euch heute Labels vorstellen, die mir ins Auge gestochen sind. Alle Fair Trade – alle auf ihre besondere Weise, alle wert, sie mal anzusehen. Es gibt Mode, die in ärmeren Regionen gut bezahlte Arbeit schafft, andere Labels machen aus Müll Mode, verwenden fair gehandelte Rohstoffe, gewährleisten faire Arbeitsbedingungen oder sind zum Teil sogar vegan. Weil es so viele geworden sind, hab ich den Artikel in zwei Teile geteilt. Außerdem folgt nachhaltiger Denim!

Mode, die hilft

Mode von Anooko

Der Name des österreichischen Labels Anukoo ist aus dem Hindi inspiriert (anukool) und bedeutet geeignet, passend, vorteilhaft. „Anukoo beschreibt die Herausforderung, um die uns es geht: Nicht nur das Kleid muss passen, sondern auch das Umfeld, in dem es entsteht. Design und Herstellungsbedingungen haben gleichermaßen Gewicht. Das Fundament von Anukoo ist die direkte Zusammenarbeit mit  Partnerorganisationen in Indien, Peru und Bolivien.Transparent zu arbeiten, menschenwürdig zu produzieren und dabei die Umwelt zu schonen ist der verbindende Anspruch.“ Was herauskommt, sind aber mitnichten etwas freakig anzusehende Ökoklamotten, sondern ein wunderschöner, minimalistischer Schick, der lange tragbar ist, weil er cool und zeitlos rumkommt.  https://www.anukoo.com/

 

Mein grünes, veganes Lieblingslabel: Lanius

Capsule Collection für die Brigitte: Faire Mode von Lanius – das rechte Outfit ist mein Favorit

Lanius ist eine Marke, die mir extrem gut gefällt. Modisch, cool, immer perfekt angezogen. Ich bin völlig begeistert von der Capsule Collection, die Lanius mit der Brigitte gemeinsam an den Start bringt und ich hoffe, das Label wird so Fair Trade Mode einem riesigen Käuferkreis zugänglich machen. Ein Look ist besoders toll: verschiedene Materialien in verschiedenen Rottönen geben zusammen eine wunderbare, coole Grundgarderobe – ich fürchte, ich werde sie mir komplett bestellen müssen… „LOVE FASHION / THINK ORGANIC / BE RESPONSIBLE lauten die Maximen von Lanius. Auf diesen Grundpfeilern basiert die Vision von Gründerin Claudia Lanius: Ökologische Materialien in Einklang bringen mit fairen Arbeitsbedingungen, femininen Silhouetten und einer perfekten Passform – Lanius since 1999. Vieles hat sich seitdem entwickelt, eines ist bis heute geblieben: das gute Gefühl – auf der Haut und fürs Gewissen. Zweimal jährlich entsteht im Kölner Atelier eine neue Kollektion. Das Label ist GOTS-zertifiziert und verwendet hauptsächlich biologische Materialien, die von unabhängigen Instituten kontrolliert werden. Aus Liebe und Respekt zum Tier verwenden wir Mulesing-freie Wolle. Die vegane Mode ist nach dem PETA-„Approved Vegan“-Label für tierleidfreie Kleidung zertifiziert.

Hosenträger – Fair Trade Accessories

Hosenträger sind hip

Mein Freund trägt sehr häufig Hosenträger, kein Wunder, dass mir dieses Label ins Auge gestochen ist, das heuer im Sommer auf der Ethical Fashion Show seine Kollektion präsentiert – denn stylische Halter sind das Kernprodukt. Mir gefällt dieser Retro-Look unfassbar gut an Männern, das hat so was – eben – männliches, modisch entspannt-wurstiges. Überstylte Typen kann ich nicht leiden..

klYmp steht für zeitlose Accessoires von Hosenträgern, Fliegen und Einsteckertüchern. Diese stechen gerade durch ihre einzigartige Ästethik hervor, die durch das Zusammenspiel von Nadel auf erlesenem Stoff entstehen. Der oder die zukünftige Hosenträger-Träger*in wird sich aus einer großen Auswahl an Stoff-Mustern und Ledern das individuelle Designer-Stück zusammenstellen.

Nachhaltigkeit durch bewußten Konsum: Das neue kleine Schwarze

Raffiniertes Kleid von Seifert

MARIA SEIFERT designt Mode für selbstbewusste Frauen, die ihr Leben fest im Griff haben und dennoch gerne ihre feminine Seite ausleben ohne dabei viel Zeit vor dem Kleiderschrank zu verbringen. Bio-Business-Mode. Ihr Stil ist wunderbar unkompliziert und individuell zugleich: Kleider, Röcke, Blusen und Mäntel, deren Schnitte, Farben und Stoffe sich einfach kombinieren lassen – eine Kollektion, die sich immer richtig anfühlt und zu jedem Anlass passt. Ihr Keypiece ist das kleine Schwarze – neu interpretiert. Das Signature-Piece der Kollektion steht allen Frauen und gehört in jeden Kleiderschrank.  Statt mehrfach im Jahr komplett neue Kollektionen mit enormen Ressourcenverbrauch aufzulegen und damit einen schnelllebigen, saisonal orientierten Modekonsum zu bedienen, konzentriert sich MARIA SEIFERT auf eine ausgereifte Basiskollektion mit saisonalen Highlights. Auch das ist nachhaltig, denn gutes, durchdachtes Design überzeugt länger als nur wenige Monate.

 

 

 

Wahrhaftig fair – aus meiner Heimat München

Mode von Sooth aus München – wunderbare Nononsense Fashion!

Sarah Buortesch und Corinna Mikschl, Modedesignerinnen aus München, gründeten SOOTH MUNICH im April 2016. Sie lernten sich bereits im Studium an der Akademie Mode und Design München kennen und entschlossen sich, gemeinsam ihre Leidenschaft in einem Projekt zu verwirklichen, dass ihnen am Herzen liegt: Mode ohne negativen Beigeschmack. „Sooth“ ist ein altenglisches Wort für Wahrheit, sehr passend für ein faires Label. Die Wahrheit ist, dass viele faire Labels trotzdem bevorzugt günstiger im Ausland produzieren, die Designerinnen finden das sehr schade – und das kam für sie nicht in Frage. Deshalb haben sie sich entschieden, ihre Produktion komplett in Deutschland fertigen zu lassen. Zum einen können sie so sehr flexibel produzieren und zum anderen haben sie einen engen und vor allem persönlichen Kontakt zu ihren Produzenten und deren Angestellten. Momentan produziert Sooth  je nach Produkt, selbst im Münchener Atelier beziehungsweise in einer Näherei in Erding bei München. Für die Kollektionen verwendet das Label ausschließlich biologische Stoffe. Der Großteil der Looks wird aus GOTS zertifizierten Stoffen gefertigt, doch da leider noch nicht alle Biostoffe mit GOTS Siegel erhältlich sind, greifen sie teilweise noch auf Materialien aus kbA (kontrolliert biologischem Anbau) zurück oder entwerfen die Prints selbst. Alle Prints werden im Münchner Atelier von Hand per Siebdruck erstellt, was ein jedes Teil zu ein Unikat macht!  „Wir sind stolz ein Teil der fair fashion Bewegung zu sein, haben großen Spaß daran ökologischer Mode einen zeitgemäßen Look zu geben, weshalb ihr noch lange was von uns zu sehen bekommt! WE ARE JUST AT THE BEGINNING!“

Auch „Made in China“ kann Fair Trade bedeuten – Traue keinem Etikett

Coole Jacke von LangerChen

Ein Beweis, das das Etikett mit dem Herstellungsland nicht immer aussagt, ob ein Produkt fair hergestellt wure, sind die Mäntel und Regenjacken von LangerChen. Seit 2009 produziert die Firma öko-faire Mode in Shanghai. Mit ihrer nachhaltigen Produktionsstätte ist sie ein Pionier auf dem Gebiet der fairen Arbeitsbedingungen in China.

Bei LangerChen hat sich die Firmenführung einer umweltfreundlichen und zertifiziert biologischen Herstellung verschrieben: „Die Umwelt und unsere Mitarbeiter liegen uns sehr am Herzen. Wir glauben fest daran, dass man durch grüne Produkte und ein Geschäftsmodell, das auf Nachhaltigkeit basiert, einen Unterschied bewirken kann. Unsere einzigartigen Stoffe sind alle eigens von uns entwickelt und mit besonderen Techniken hergestellt. Wir wollen alles dafür tun, die Ressourcen unserer Erde achtsam zu nutzen – denn es hat einen Effekt auf uns alle“, so LangerChen.

Und richtig lässig sieht die Mode auch noch aus!

 

Die schönsten Bikinis aus Meeresmüll
Wear Your Waste hat die schönsten Bikinis, die ich je gesehen habe – ud dazu Fair Trade. Hergestellt sind sie aus Econyl – ein Stoff, der unter anderem aus alten Fischernetzen hergestellt wird. Die Designs werden von unterschiedlichen Künstlern gestaltet. Eine wunderbare Mischung von gutem Geschmack und gutem Gewisen, die letzten Sommer zum ersten Mal auf der Ethical Fashion Show in Berlin kennenlernen durfte. Nichts altert schneller als die Mode. Das ganze Konzept fördert die Verschwendung. Die klassischen Designs haben deswegen keine trendigen Drucke, sondern sind einzigartige Kunstwerke, die sie zu zeitlosen Stücken machen, die für immer getragen werden können. „Die Bikinis sind so hergestellt, dass sie viele Jahre halten, um ihre Lebensdauer vor dem Recycling zu maximieren. Wir verwenden die hochwertigsten Badebekleidungsstoffe. Unsere Farben verblassen nicht nach ein paar Wäschen oder einem Urlaub in der Sonne. Diese Qualität wird mit Hilfe von regenerierten Fischernetzen und anderen Nach-Gebrauchsabfällen erzielt. Ihr Bikini wird brandneu aussehen, aber Sie werden tatsächlich Abfall tragen.“

Die Bikins tragen ihre Herstellung im Titel: Wear your Waste Bademoden sind aus Meeresmüll

Verfasst von

Best Ager über 50. Redakteurin, Bloggerin, PR-Beraterin Infuencer Relations, Twitterfan. Spezialistin für das gute Leben: Nachhaltigkeit, Fair Trade, schöne Dinge aus Manufakturen - if you wanna have a good time, gimme a call

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