Absichern gegen das Flugroulette

Meine Freundin Michi und ich haben vor Wochen eine günstige Parisreise gebucht – Weihnachtsshoppen an der Seine, ich freu mich drauf. Aber einen Wermutstropfen gibt es derzeit: Das Fliegen. Es ist ein Kurztrip und wenn uns da der Flieger aus München ausfällt, ist der halbe Urlaub hin. Bis jetzt hatte ich immer Glück, naja, fast. Einmal bin ich einen Tag in Dubai gestrandet und einmal musste ich in Catania übernachten, weil der Flieger nicht ging. Ansonsten flogen meine Urlaubs- und Businessflieger relativ pünktlich. Aber so oft mach ich das eh nicht (Ökobilanz!) – da hat die Bahn, mit der ich viel öfter unterwegs bin, eine wesentlich schlimmere Verspätungs- oder Ausfallbilanz.

Trotzdem: es ist megaärgerlich, wenn durch Verspätungen oder gar Ausfälle wichtige Termine nicht wahrgenommen werden können, der verdiente Urlaub verkürzt und mit unnötigem Stress garniert wird. Deswegen hab ich mal spaßeshalber recherchiert, was man da eigentlich machen kann, wenn der Flieger nicht geht – auch im Hinblick auf solche Pleiten wie die von Air Berlin. Sowas will ich mir ersparen. Und: es gibt durchaus nennenswerte Geldbeträge, wenn der Flieger nicht oder extrem zu spät abhebt. Wann einem Fluggast welche Entschädigung zusteht, hat Finanztip gut zusammengefasst. Grundsätzlich muss die Fluggesellschaft schuld sein. Also beim Überbuchen, wenn der Pilot oder der Rest der Crew verschläft oder das Enteisungsmittel für den Flieger ausgegangen ist und die Maschine nicht starten kann. Streik oder das Wetter sind höhere Gewalt und deswegen auch nicht entschädigungspflichtig.

Beim Fliegen ist also relativ eindeutig, wann man entschädigt wird und wann nicht. Das nutzt zum Beispiel ein Dienstleister wie Flightright.de. Die speisen täglich die Verspätungen, Streiks, etc in die Datenbank ein und machen so aus einer individuellen Ermessenssache etwas Objektives. Ich finde das Konzept spannend, Dinge wie eine Rechtsberatung zu digitalisieren und in eine Webseite zu packen, denn eigentlich denkt man, Recht ist etwas sehr Individuelles. Gibt es das auch schon für die Bahn oder für andere Dienstleistungen? Da wäre ich auch sofort dabei…

 

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