Kunstfestival im Containergelände

Der Osten, gerade das Areal hinter dem Ostbahnhof erlebt einen neue Blüte. Nachdem der Kunstpark Ost Geschichte ist, entwickelt sich dort eine neue, spannende Szene. Ich war schon öfter im Container Collective, bei dem Gelände weht einen fast ein Hauch Berlin an. Coworking Spaces, Schräge Konzerte, alternative Cafes, coole Sitzgelegenheiten und über dem Hochhaus des Werk3 eine der schönsten Terrassen der Stadt, das LITRoof.

Nun wird ab 1.September das Gelände bespielt und genutzt – ich hoffe, die Münchner entdecken das Areal neu für sich… Zehn Tage lang lädt das Kulturfestival FNY dort Designfans, Musikenthusiasten, Partygänger und Kulturinteressierte zum Schauen, Spielen und Tanzen ein. Auf dem Programm stehen dafür u.a. Live-Performances nationaler und internationaler Acts, Mode- und Kunst-Installationen, Filmvorführungen, kinderfreundliche Familientage, Poetry Slams und Virtual-Reality-Welten.
Der weithin sichtbare Glanzpunkt des Festivals ist dabei die „Stadt aus Licht“ von Balestra Berlin: 273 monochrom illuminierte Wassertanks, sogenannte Kubiks, auf rund 400 Kubikmeter Sand platziert, die Musik in wechselnde Farbbilder übersetzen. Jeder der recycelten, übereinander gestapelten Wassertanks funktioniert dabei wie ein einzelnes Pixel, das vom Künstler einzeln angesteuert wird und die Musik auf der Bühne in ein eindrucksvolles Bild übersetzt. Als DJ Hell am Sonntag auf dem LITroof auflegte, blinkten unten die bereits aufgestellten Kubiks im Takt mit, das war ziemlich beeindruckend – ich freue mich zu sehen, wenn alle Würfel stehen…

Und für VR Fans wie mich gibt es ein besonderes Schmankerl, ich liebe virtuelle Welten, in die man mit einer Brille eintauchen kann: Mit VR-Brillen ausgestattet erleben Besucher einen Exkurs in die kollossalen Welten von Geoffrey Lillemon, Martina Menegon, Jakob Kudsk Steensens, sowie des Trios aus Salome Asega, Reese Donohue und Tongkwai Lulin, die auch über 50 Jahre später noch als Pioniere gelten.
Die Organisatoren sind „Super Paper“-Macher Hubertus Becker, der eh ganz schön was los macht in München, Veranstalter Marc Meden (Moderndisco / Elli Disco), DJ und „Mjunik Disco“- Koryphäe Mirko Hecktor.  An den zwei FNY Familiensonntagen, 3. und 10. September 2017, richtet sich das Festival mit Graffitikursen, einer Kinderdisko, Bastelecken und Skatecontests gezielt an die jüngeren Stadtbewohner – ich finde gut, dass Familie und coole Kunst kein Widerspruch sein müssen

Wer nicht vor Ort sein kann, hat die Möglichkeit, das Festival über hochauflösende 360 Grad Livestreams über Facebook und YouTube zu verfolgen. Aber hey, Ostbahnhof ist doch Stammstrecke…

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