Grün ist das neue Sexy

Der Greenshowroom wird immer größer auf der Fashion Week, das ist Fluch und Segen zugleich – passte er bis vor ein paar Jahren noch problemlos in ein paar Räume des Adlon am Brandenburger Tor, ist nun sogar das Postgelände am Ostbahnhof zu eng geworden und die Messe – mittlerweile richtig groß – musste an das Funkhaus im Osten ausweichen. Das Gebäude ist sicherlich malerisch, aber es war vom Hinkommen dorthin entsetzlich, extrem abgelegen.  Teilweise brauchten Besucher 1,5 Stunden Anfahrt, je nachdem, auf welcher Messe man sich in Berlin befand. Das ist extrem schade – denn das Gezeigte war maximal toll. Das hat der Greenshowroom nicht verdient! Von großen Playern der grünen Mode bis zu kleineren und allerkleinsten Brands war die Halle voller Entdeckungen. Viele davon werde ich euch im Laufe der kommenden Wochen vorstellen.

Manch andere, wie ArmedAngels, oder Wunderwerk gehen gleich einen anderen Weg und stellen gemeinsam mit den übrigen „normalen“ Marken aus.  „wir wollen keine Extramesse, wir wollen, dass Fair Trade und faire Herstellung absolut selbstverständlich werden. Deswegen sind wir hier auf der Premium mit anderen modischen Marken. Wir wollen als schicke Mode wahrgenommen werden und nicht als nur  „grün“, erklärt mir Wunderwerk. Und wirklich sind die Kollektionen dieser Marke wunderschön, elegant und haben so gar nichts mehr gemein mit dem Ökoimage, das bis vor kurzem Fair Trade Labeln anhaftete. Armed Angels ist eine preisgünstige Einstiegsmarke für alle, die gerne auf Faire Mode umstellen möchten. Immer sehr süß und unschuldig, für einen ganz bestimmten Frauentyp zugeschnitten, der ich nicht bin.

Wie sehr sich manche Marken von ihrem biederen und Ökoimage entfernen und immer modischer und – ja – auch sexier werden, war wunderbar zu sehen, als Birkenstock zusammen mit Andreas Murkudis zu einer Party in dessen Concepstore (Potsdamer Strasse 81) lud. Das eigentliche Zentrum der Party war aber eine Box, in der besonders stylische Modelle von Birkenstock verkauft wurden, darunter monochrome Designerstücke von Andreas Murkudis persönlich in Schwarz, Blau und Grün. Die Box ist ein von den Architekten Judith Haase und Pierre Jorge Gonzalez umgebauter Frachtcontainer, der leer zu verschiedenen Stores reisen soll – und dort dann eine eigene Persönlichkeit erhält. Denn jeder Shopbetreiber stellt sorgfältig eine Auswahl zusammen, die dort verkauft wird – natürlich gemischt mit vielen besonderen Paaren aus der Birkenstock Kollektion. Ich selbst habe mir welche in einem zarten Taubenblau erworben. Der Container ist noch bis 22. Juli in Berlin und wandert dann zu anderen Stores weiter. Die Party war fantastisch, coole Menschen (darunter Influencer wie Justin o’Shea und Victoria Heilbrunner oder Thomas Hayo) – und fast alle in Birkenstocks und nicht in den üblichen High Heels! Ich mach das schon seit Ewigkeiten so, ich hab in hohen Hacken noch nie laufen können. Bei mir rennt Birkenstock mit sowas offene Türen ein – und vielleicht war die unfassbar entspannte und coole Party auch darin begründet, dass niemandem die Füße wehtaten? Es wäre eine Möglichkeit…

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