Wunderschön und Fair Trade: KOKOworld

Die Farbigkeit afrikanischer Drucke hat es mir schon immer angetan. Ich liebe die bunten Kleider der Frauen in Westafrika, die sie mit der Grazie von Haute Couture Models auf den staubigen Marktplätzen tragen. Nicht anders geht es Agata Kurek, einer jungen Polin. Ihr kleines Labels samt onlineshop ist eins der Projekte, die voller Idealismus versuchen, eine Veränderung zum Besseren zu bewirken. Deswegen möchte ich es euch präsentieren. Agata gründete ihr Label und Onlineshop KOKOworld im Jahr 2011 – und hatte von Anfang an die Idee, eine Art „Weltmode“ zu schaffen, die Drucke aus verschiedenen Kontinenten mit europäischen Schnitten verbindet. Und natürlich ist alles Fair Trade, denn Agata und ihre Mitstreiter glauben fest daran, dass man mit kleinen Schritten die Welt verändern kann. „Der würdigste Weg, jemandem zu helfen, ist, ihm einen Arbeitsplatz anzubieten“, erklärt sie. Auf ihren Reisen hat sie Kontakte zu Handwerkern in Südamerika, Afrika und sogar in Asien geknüpft, sie liess sich deren traditionelle techniken zeigen udn die Besonderheiten der einzelen Stoffe. Und von jeder Reise kehrte sie mit übervollem Rucksack zurück, voller Stoffe, Borten, Fotos und dem Kopf voll von Ideen und Inspirationen, was man aus den Souveniers nähen könnte. KOKOworld ist wieder ein Hobbyweltverbesserer-Projekt im allerbesten Sinne: es wird eine wunderschöne, ungewöhnliche und sehr individuelle Mode geschaffen, die auch denjenigen hilft, die sich im Herstellungsprozess engagieren.

„Wenn wir darauf schauen, was wir essen, was wir tragen, welche Gegenstände wir benutzen, stellt sich heraus, dass die weit entfernten Ecken der Welt gar nicht so weit entfernt sind. Deshalb sollten wir uns bewusst sein, dass unsere Konsumentscheidungen jeden Tag die Welt beeinflussen – nicht nur unsere Umgebung, sondern auch die Umwelt auf anderen Kontinenten! Mit einem Einkauf auf meiner Webseite helfen die Leute, Arbeitsplätze für lokale Handwerker in Indonesien und Westafrika zu schaffen und die gut bezahlte Arbeit verbessert das Lebensniveau von deren gesamten Familien. Mit Mode verändern wir wirklich die Welt. Sie tragen Kleidung, auf die Sie stolz sein können. Und die Kleider, die von afrikanischer Handarbeit inspiriert sind, sind einfach wunderschön!“ – sagt Emilia, CSR und E-Commerce Manager von Kokoworld. Ich kann ihr nur beipflichten. Sicher ist das Projekt ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber aus vielen Tropfen wird einmal eine Flut. Ich halte es zudem für ein gutes Konzept, statt unsere abgetragenen, gespendeten Kleider nach Afrika zu verschiffen und so den Handel dort zu versauen, lieber umgekehrt von dort Kleider und Stoffe zu importieren.

KOKOworld ist ein sehr idealistisches Vorhaben – es verbindet Mode mit sozialen Projekten, polnische Handwerker mit Handwerkern aus allen Ecken der Welt, klassische Schnitte mit etwas Ethno-Wildheit. Zum Beispiel gibt es Tuniken aus polnischer Baumwolle mit bunten Batik-Einsätzen aus Indonesien oder Westafrika. Alle Kollektionen werden von dem KOKOworld-Team in Krakau entworfen und nach Richtlinien des gerechten Handels gefertigt. Sie werden in einer Familien-Nähstube bei Krakau oder in Westafrika genäht, aus Materialien, die in Zusammenarbeit mit lokalen Handwerkern aus der ganzen Welt entstehen. Und weil ich idealistische Projekte gerne supporte, möchte ich euch den Shop mit seinen schönen Kleidern nicht vorenthalten – mein besonderer Tip sind die Batikkleider Addis Abeba. Wenn ich eine Kritik anbringen kann, dann sind es die Größen, die ich etwas zu schmal halte und es sollte durchaus größere Größen als nur ein kleines L geben. Aber daran kann man sicher arbeiten.

4 Kommentare Gib deinen ab

  1. tom174 sagt:

    Schade.. nix für mich dabei…
    Kennst du Get Lazy https://get-lazy.com/vision/ schon ? Da habe ich mal nen Hoodie bei Kickstarter gebacked. Auch immer nette sachen hat es bei Armed Angels.

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    1. katrinhilger sagt:

      Dake für den Tipp, ich stelle die Labels immer gerne vor!

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      1. tom174 sagt:

        ich hör da auch immer gerne von neuem. Fairtrade ist da für mich mehr und mehr zum Entscheidungskriterium geworden.

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  2. blaubeerlaeuferin sagt:

    Ich freue mich immer, wenn ich neue Marken kennen lerne, die fair produzieren. Oft weiß ich leider viel zu wenig darüber, wo die Stoffe tatsächlich her kommen.
    Liebe Grüße

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