Verbietet das Mikroplastik!

Vermutlich hat jeder heute schon die Weltmeere ein kleines bißchen schmutziger gemacht. Ohne es zu wissen und im besten Wissen und Gewissen, etwas Gutes gekauft zu haben. Denn in den meisten Kosmetikprodukten, vor allem solchen mit Peelingeffekt, steckt etwas ganz Heimtückisches: Mikroplastik. Und das bei weitem nicht nur in Billigmarken, nein auch edelste Kosmetika, sogar solche, die das „Bio“ im Namen führen, sind voll damit. Wie immer beim Einkauf: Teuer schützt nicht davor, doch umweltbelastenden Quatsch zu kaufen. Mikroplastik wird als Füller und Bindemittel benutzt, für den Peelingeffekt, in Puder oder Lippenstift.Jede Dusche schwemmt 100.000 laut einer Studie solche Teile ins Wasser, eine Tube Peeling 2,8 Millionen. Und jetzt einfach mal alle Haushalte zusammenzählen…

IMG_2130Mirkoplastik, der Name sagt es schon, sind Teile, die kleiner als 5 Millimeter sind, häufig sind sie winzig. Deswegen werden sie in den Kläranlagen nicht komplett ausgefiltert, sonden rutschen durch die Siebe. Sie gelangen so in die Flüsse und irgendwann ins Meer. Dort werden sie von den Kleinstlebewesen, dem Plankton und dem Krill, mit deren Nahrung aufgenommen oder durch die kiemen eingeatmet – und gelangen so in die Nahrungskette. Am Ende landet ein pastiniertes Fischfilet wieder auf unserem Teller. Keine schöne Vorstellung. Für die Meere ist das Mirkoplastik aber tödlich.Muscheln, Seehunde, Fische – alles voller Mikroplastik. Wer sich genauer informieren will, hier geht es zu einem guten Video dazu!

Wer wissen will, in wellchen Marken das Zeug steckt, hier eine Liste, die der Bund für Umwelt udn Natur herausgegeben hat Da sind Marken wie AOK dabei, Biotherm, Laura Mercier, Benefit oder Nivea. Es sind Biotherm, Avene, L’Oreal, Shiseido, Kneipp und Olaz, sogar in Penaten Babykosmetika sind die Partikel enthalten. Hier die Namen für Mirkoplastik, wenn man auf den Inhaltsangaben selbst suchen will: Kunststoff (das Kürzel dahinter ist die Abkürzung)

Acrylates Copolymer AC
Acrylates Crosspolymer ACS
Nylon-6
Nylon-6
Nylon-12
Nylon-12
Polyacrylate PA
Polyethylen PE
Polyethylenterephthalat PET
Polymethylmethacrylat PMMA
Polypropylen PP
Polyquaternium P
Polystyrene PS
Polyurethan PUR

Unsere Regierung tut mal wieder das, was sie am besten kann: sie tut nichts. Bis 2020 soll eine freiwillige Verpflichtung für die Kosmetikindustrie geben, aber wie das mit Freiwilligkeit so ist, wird da nicht viel passieren. Deswegen müsen wir leider mal wieder selbst ran. Entweder durch Verzicht oder durch Petitionen Druck auf die Hersteller machen, damit wir nicht jedes Mal, wenn wir selbst sauberer werden, die Erde etwas dreckiger wird.

9 Kommentare

  1. Ein wichtiges Thema, das gar nicht oft genug von uns Bloggern aufgegriffen werden kann!

    Beim Kauf meiner Naturkosmetika achte ich sehr genau darauf, was diese enthalten. Mikroplastik kommt mir nicht ins Haus.

    Ich wünsche dir ein wunderschönes Wochenende!

    XOXO

    Sissi

    Gefällt mir

  2. Super Artikel! Von Mikroplastik hatte ich tatsächlich noch gar nicht gehört. Sehr erschreckend, wie viel Müll in unseren Meeren landet.
    Ich werde in Zukunft auf jeden Fall beim Kauf darauf achten.
    Liebe Grüße!

    Gefällt 1 Person

  3. Da bin ich voll bei dir! Bis vor nen Jahr oder zwei war mir das auch nicht bekannt. ich wusste nicht mal dass jemand PLASTIK in Duschgele, peelings und Co. packt. ich war total schockiert, vor allem aber weil es so sinnlos ist. Es gibt wirklich unzählige natürliche Peelingstoffe die wesentlich besser wirken – salz oder Zucker, um mal die offensichtlichsten zu nennen. Aber auch Kaffeesatz, Natron, gemahlene Granatapfelkerne und und und. Und alle schrubben nicht nur gut sondern haben noch weitere tolle nebeneffekte für die Hautpflege.
    Seit ich davon gehört habe, nutze ich solche Produkte nicht mehr und kaufe sie auch nicht mehr.
    Bei meinen Reviews zu Beautyprodukten mache ich auch darauf aufmerksam, das ist das mindeste das ich tun kann. ich hoffe noch mehr Menschen öffnen die Augen und versuchen auf solche Produkte und Hersteller zu verzichten.
    Liebe Grüße
    Tama ❤

    Gefällt 2 Personen

  4. Es handelt sich um Teilchen im Micro- oder Nanobereich (Nanopartikel), das ist dramatisch weniger als 5 Millimeter – eher ein 1000stel Millimeter. Deshalb erfasst sie kaum ein normales Filter. Dieses Zeug ist schon fast überall präsent, obwohl die Auswirkungen noch kaum erforscht sind.

    Gefällt 1 Person

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