Alnatura Alptraum

Es war mal wieder so ein Erlebnis, das einen am Verstand seiner  Mitmenschen zweifeln lässt.  Samstag Nachmittag im Alnatura an der Sonnenstraße. Der Laden ist voll. Eine Kasse ist offen. Ein Vater (natürlich mit Jack Wolfskin Jacke) hat seine beiden kleinen Töchter im Schlepptau. Offensichtlich erledigt die Familie gerade den Wocheneinkauf. Dass die Kinder die ganze Zeit über falsch Jingle Bells plärren, kann man noch lustig finden.

Was man nicht mehr lustig finden kann, ist, dass nicht nur der Vater einen Einkaufswagen hat, sondern jede der kleinen Töchter. Der Vater füllt  seine Waren aufs Band geht dann vor die Kasse, um sie wieder einzuräumen –  nun kommen die Töchter an der Reihe: die legen nicht nur jede Karotten liebevoll einzeln aufs Band, sondern dazwischen andere Waren,  dazwischen wieder Karotten, so dass der Kassierer jede Karotte einzeln abgewogen und eingetippt hat.  Ich sage nur: es waren sehr viele Karotten. Sehr, sehr viele. Mittlerweile reicht die Kassenschlange bis ans Ladenende und ich bin sicher, jeder einzelne andere Einkäufer spielte in Gedanken die Karottenmorde aus „Shoot them up“ nach.  Ich hab den Vater dann darauf angesprochen, ob das jetzt sein müsse, worauf der nur patzig meinte, wenn man es eilig habe dürfe man eben nicht am Samstag einkaufen. Gut, dass der Mann einige Meter von mir weg stand, ich hätte ihm sonst eine Karotte sonstwohin gerammt. Das sind die Momente, an denen man Eltern echt hasst. Jedenfalls die mit 5 Kilo Karotten…

14 Kommentare

  1. Irgendwann überschreiten bestimmte Grenzen und werden Rüpeleltern… die dann glauben, dass das ganze aktuelle Umfeld sich komplett den Wünschen und aktuellen Bedürfnissen ihrer Kinder unterzuordnen haben.
    Alles andere wird dann als kinderfeindlich gebrandmarkt. Letztlich schürt aber solch ein Eltern-Verhalten erst Kinderfeindlichkeit.

    PS: Damit gar nicht erst Fragen aufkommen: Ich hab 2 Kinder. Und die sind groß geworden, ohne dass wir allen Mitmenschen endlos viel Toleranz und Geduld für alles Mögliche abverlangen mussten.

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    1. Jawoll. Früher™ herrschte noch Zucht und Ordnung. Da gab es nicht solche rüpelhaften Eltern, die Kinder ihren eigenen Einkaufswagen schieben ließen. Womöglich entwickeln Die beiden Kleinen noch Freude daran, ihre Selbstwirksamkeit zu spüren. Wo kämen wir da hin, wenn das jeder so machen würde? Und die Umwelt durfte auch nicht durch deren Existenz belästigt werden. Ja, das waren goldene Zeiten…

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      1. @Alphachamber: Meiner Meinung nach ergibt mein Kommentar Sinn. Er geht lediglich nicht mit den anderen Meinungen konform, was schon mal dazu führen kann, dass der Versuch der Abwertung stattfindet.

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  2. Wie treffend beschrieben ! Leider sind derartige Vorfälle längst kein Einzelfall mehr . Was wird aus solchen Kindern die mit hingebungsvoller Affenliebe grossgepämpert werden?
    Die nächste Generation u die Gesellschaft müssen es ertragen .
    Schönen Sonntag
    P.S habe selbst zwei Kinder

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