Eine Heimatgalerie

So, in ein paar Tagen ist es soweit. München hat mich wieder. Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Ich war glücklich in Frankfurt – ich hätte da vermutlich nicht weggehen sollen, aber aus beruflichen Gründen hat es mich dann nach Düsseldorf verschlagen. So richtig angekommen bin ich da nie, denn irgendwie stand alles unter keinem guten Stern. Jobverlust, neuen Job suchen, ihn in Köln finden – das ist nicht die Art, wie man sesshaft werden kann – immer auf unsicherem Boden. Aber ich habe viele nette Menschen kennengelernt, die ich nicht aus meinem Leben lassen werde. Ich werde immer wieder zu Besuch kommen, angebotene Gästebetten gibt es genug – und es gibt den Karneval, den ich unbedingt wieder besuchen werde. (Ich bringe übrigens eine große Umzugskiste voller Karnevalskostüme mit nach München) – die Rheinländer wollen dagegen alle auf das Oktoberfest. Deal!

Und ich hab schon viel erlebt hier: Aufgelegt auf dem Wagen der Kölner Piraten beim CSD, weil der DJ abgesagt hatte, verrückte Friseure in Oberbilk kennengelernt, am Rheinufer getanzt, durch die lange Nacht der Museen gezogen, alle Burgerläden ausprobiert, auf der Fashionweek gewesen, auf der Schuh-Wein und Bootsmesse, einen Hurrikan erlebt, mich mit lustigen Zeltbauern angefreundet, Karneval gefeiert, den Fernsehturm besucht, die besten Bäcker entdeckt, die schlechtesten auch. Vor Heimweh geheult und jetzt doch nicht wegwollen, freundliche Menschen kennengelernt und extrem oberflächliche, authentische japanische und chinesische Küche gegessen, mit reichen Zahnärzten auf der Kö betrunken und mit Bloggern im Jades gefeiert, gearbeitet, gearbeitet, beim Pendeln gelacht und geflucht…doch es war so alles in allem keine so schlechte Zeit gewesen. Ich werde viele Erinnerungen mitbringen.

Und noch was bringe ich mit, nämlich schöne Bilder von hier. Ich werde sie mir vergrößern lassen, als Fotowand-Collage, genau wie hier im Blog. Sowas gibt es bei FotoPremio.de, wenn man im Internet rumsucht, findet man immer die spannendsten Sachen – ich bin immer wieder verblüfft, was Firmen so alles anbieten.  Auf alle Fälle wird es eine coole Deko, die werde ich in der Münchner Küche aufhängen.  Alle Orte, an denen ich schon mal gelebt habe: Rosenheim, München, Frankfurt, Düsseldorf, Köln. Mal schauen, was sonst so dazukommt. Ich hab das Gefühl, dass die Reise noch nicht beendet ist…

4 Kommentare

  1. Das Gute an Wohnortwechsel ist nicht nur, dass man rumkommt: Man bewahrt sich einen kritischen Blick und eine Distanz auf das, was man allgemein „Heimat“ nennt und verklärt es nicht romantisch wie die Leute, die Zeit ihres Lebens in immer der gleichen Stadt, möglichst noch im gleichen Viertel wohnen.
    Man lernt, dass es anderswo auch schön und lebenswert ist – und dass weder Frank Goosens „Woanders ist auch Scheiße“ wirklich wahr ist noch „Extra Bavariam nulla vita, et si vita, non est ita“.

    Diese Perspektivenwechsel lässt die Welt bunter erscheinen – und macht ihre Bewohner toleranter und weltoffener. Willkommen zurück in Bayern, meiner Wahlheimat nach diversen Stationen in Deutschland.

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