Freundinnen – wie gut, dass es sie gibt

Zum heutigen Frauentag wird viel geschrieben zu unterschiedlichen Gehältern bei Männern und Frauen, über strukturelle Benachteiligung und Feminismus.  Alles wichtig, alles berechtigte Forderungen. Dennoch will ich nicht auf Ungerechtigkeiten eingehen, die uns Männer antun, sondern die, die wir uns gegenseitig antun. Wenn wir das konsequent unterlassen würden und zusammenhalten, dann wären die anderen Probleme schnell gelöst. Wir müssen keine Bitches sein.
Frauen beschneiden andere Frauen in Afrika, Frauen zerren Frauen vor die IS Richter, weil der Schleier nicht richtig sitzt, Frauen neiden anderen Frauen Karriere, Beziehung oder die besseren Noten ihrer Kinder. Frauen sind überkritisch beim Aussehen anderer. Alles ist Konkurrenz: vom Balzen bis zum Bloggen. Da geht man nicht mit Freundinnen weg, weil die vielleicht den Traummann im Club wegschnappen…. Wegen anderer Frauen nehmen wir ab, gehen schön geschminkt zum Bäcker – könnte einen ja die blöde Nachbarin sehen (und der süße Nachbar vom Haus gegenüber – nix ist monokausal) Ganze Sendekonzepte sind auf weiblicher Gehässigkeit aufgebaut: Germanys Next Top Model, Bachelor, Bauer sucht Frau. Wollen wir wirklich so sein? Eigentlich nicht, oder?

Was rede ich da? Ich will nicht immer nur ranten: es wird besser, viele Frauen haben die Konkurrenz satt, wollen sich nicht immer mit anderen vergleichen. Gerade die Töchter der 68er wie ich wurden so erzogen. Denn alles ist so schön, wenn wir uns helfen, unterstützen und zusammenarbeiten. Wir hätten nicht nur ein angenehmes Leben, wir kämen auch weiter, weil uns Männer nicht mehr gegeneinander ausspielen könnten. Wir könnten eigene Netzwerke bauen, uns auch die Karriereleiter rauf helfen.  Das macht sich im Büro bemerkbar, mit meinen jetzigen Kolleginnen –  die sind alle klasse: kollegial, freundlich, nie gehässig und darüber intelligent und kompetent. Unbezahlbar.

Und deswegen: denkt heute am Weltfrauentag an all die wunderbaren Frauen in eurem Leben: denen, mit denen wir nächtelang quatschen können, denen wir vom Liebesglück vorschwärmen dürfen und die uns trösten, wenn er sich doch als Niete entpuppt, denen, die uns ehrlich sagen, wenn uns die Hose nicht steht. Mit denen wir feiern können, Streitgespräche führen ohne sauer zu sein. Mit denen wir die beste Zeit unseres Lebens teilen. Denen, die in unseren hellsten udn unseren dunkelsten Stunden da sind für uns. Ich danke euch allen – ihr seid toll!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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