Heute sind wir alle zurück in der Zukunft

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Wer heute nicht über „Zurück in die Zukunft“ schreibt, hat keinen Blog. Oder ist kein Nerd. Heute ist der Tag, an dem Marty McFly im zweiten Teil der Filmtrilogie aus den Achtzigern in die Zukunft reiste. Nur die Zukunft ist jetzt Gegenwart. Heute. Ich kann mich noch gut an den Film damals erinnern, ich war damals im Kino. 1989, die Mauer war gefallen und plötzlich schien alles Unmögliche möglich. Wir haben uns damals ausgemalt, wie es wohl sein wird in der Zukunft. Ob wir mit Hoverboards herumfliegen, ob Autos fliegen, ob wir bis dahin alle in Frieden leben? Auf alle Fälle war ich sicher, diese ferne Zukunft würde sich futuristischer anfühlen, moderner, als es jetzt geworden ist. Es war so unendlich weit weg und ich kann heute kaum glauben, dass wir tatsächlich schon so weit sind. Auf der einen Seite hat die Entwicklung der zu der Computer unsere Erwartungen weit übertroffen. Das Internet hätte ich mir niemals träumen lassen. Ich dachte, unsere Kleidung würde futuristischer werden, aber heute trage ich ein 70er Revival-Outfit, das schon meine Mutter hätte tragen können. Nichts ist zu sehen von selbst schließenden Nikes, elektrischen Jacken, fliegenden Autos oder Hoverboards (obwohl, da gibt es in letzter Zeit einige Versuche, unter anderem mit laubbläsern). Nichts von Küchengeräten, die die Pizza aufblasen. Aber einer meiner Kunden ist gerade dabei, Sensoren zu entwickeln, die feststellen können, ob der Kaffee noch frisch ist. Kühlschränke können bald selbsttätig bestellen und Milch nachordern. Immerhin.


Wir haben uns damals nicht nur die Zukunft ausgemalt, sondern, wie es wäre, eine Zeitmaschine zu haben und was man damit anstellen würde. Meine Lieblingsstelle ist im ersten Teil, als Marty mit seinem Auftritt beim Schulball den Rock’n’Roll erfindet, weil Chuck Berrys Cousin seinem Verwandten am Telefon begeistert den neuen Sound vorspielt – „Johnny B. Goode“ … Ich muss gestehen, der Almanach mit den Sport-Ergebnissen ist eine wahnsinnig gute Idee, aus der Zukunft mitzubringen, aber die Lottozahlen von der nächsten und übernächsten Woche würden ja schon reichen. Ich würde lieber in die Vergangenheit reisen, Videos drehen von bedeutenden Ereignissen, mich ganz eitel von Da Vinci, Rembrandt, Dürer, Holbein oder von Gogh malen lassen, ich würde mit Gewürzen für zehn Euro vom Aldi den halben Mittelalter-Markt leer kaufen (und versuchen, mir nicht die Pest zu holen), ich würde die Bergpredigt auf Video aufnehmen und damit ein Riesengeschäft machen. Oder Karnevalsschminke in Versailles verkaufen, um mir dann ein echtes Kleid aus dieser Zeit machen lassen zu können.
Also, Zeitmaschinen sind was Tolles. Vor allem davon zu träumen ist super. Sie zu nutzen kann gefährlich werden, das sieht man an Marty McFly, der sich seine eigene Zukunft fast versaut.

Ein Film, der so die Fantasie anregt, der so lange und so nachhaltig die Popkultur beeinflusst, der ist mehr als nur ein Film, der wird selbst Geschichte.

Was sind eure Erinnerungen? Was würdest ihr tun mit einer Zeitmaschine?

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