Welcome to the Dschungel

Webseite rtl.de
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Nachdem „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ vergangenes Jahr die „Grimme“- Weihen der deutschen Intelektuellen bekommen hat, geht es nun wieder los. Wieder machen sich diverse „Prominente“ aus dem Bodensatz der deutschen Society auf, ihren Bekanntheitsgrad zu steigern und doch noch bei RTL zum „Recall“ geladen zu werden, um dann weitere TV-Formate zu versemmeln oder ihren Busen gewinnbringend weiter auf dem roten Teppich schwenken zu dürfen. So eine echte Prominenz, auf die man sich wirklich freut, gibt es dieses Mal nicht, außer vielleicht den Schlagersänger „der Wendler“, der mit Frohsinnskantaten wie „sie liebt den DJ“ Discofoxtänzer von Wuppertal bis Traunstein beflügelt. Der wird auch 90 Prozent der Aufgaben und damit der Sendezeit bekommen.

wendlerDschungelcamp ist ein schmaler Grat. Da gibt es die, die auf ihrer Liege dahindämmern und nach der Sendung so schnell wie möglich wieder in ihrer Sozialwohnung verschwinden wollen, mit genug Geld, um die Privatinsolvenz zu tilgen. Aber ich bewundere die Leute, die sehenden Auges ins Fegefeuer laufen und im Dschungel die Rampensau geben. Wohl wissend, dass sie mit Fischaugen essen und Känguruhhoden tracktiert werden. Und je prominenter, umso wahrscheinlicher, auf so eine Dschungelmahlzeit gebeten zu werden. Da muss der Hunger nach Ruhm größer sein als alle Ekelgefühle der Welt. Witzig ist auch, dass schon bei den Kandidatinnen vom Bachelor sich leicht die ausmachen lassen, die im kommenden Jahr ins Dschungelcamp müssen um dort für Erotik zu sorgen und sich tapfen den Schafshoden stellen müssen – dnenen auf dem Tisch oder denen der Mitbewohner, wer weiß das schon? Ein Schelm, wer RTL da Kalkül unterstellt.

Das Dschungelcamp beweist eindrucksvoll, was viele Menschen vor dem TV nicht glauben: in Deutschland sind nur wenige Stars so vermögend, dass sie für immer nach ihrer Karriere ausgesorgt hätten. bachelorAnders als in den USA, wo Serienstars hohe sechsstellige Beträge pro Folge einstreichen,bekommen deutsche Serienstars ein Gehalt wie ein Angestellter im mittleren Management. Nicht schlecht, aber weit vom Reichtum entfernt. Da muss wirklich draufgesattelt werden: mit Bezahlungen für Partyauftritte (C-Promis kann man für ca 1.500 Euro pro Abend mieten), ein Nacktshooting für den Playboy oder mit einer leidlich selbst designten Kollektion auf QVC. Insofern bedeutet das Dschungelcamp eine wahre Geldspritze und Balsam fürs geplagte Konto. Und wir kucken ja auch alle nur allzu gerne hin. Und der Boulevard hat wieder ein paar Sternchen mehr, mit denen sich Geschichten und Geschäft machen läßt. Eigentlich eine Win-Win-Win-Situation…auf der Strecke bleibt nur das Niveau. Aber wer braucht das schon?

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