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Hach, ist Armut romantisch!

Der Hotel-Slum in Südafrika Foto: Emoya Luxury Hotel and Spa
Der Hotel-Slum in Südafrika Foto: Emoya Luxury Hotel and Spa

Mir fehlen echt die Wort. Auf dem Blog Schlecky Silberstein (danke dafür) bin ich auf ein Hotel in Bloemfontein, Südafrika, gestoßen, dass eine Ohrfeige für alle Leute ist, die in Wellblechhütten hausen MÜSSEN. Das „Shanty Town“ ist nämlich ein nachgebauter Slum, inclusive Erdmännchen, Ziegen und Außentoiletten, aber natürlich ohne Geziefer, Kriminalität und andere häßliche Dinge, die sonst so inbegriffen sind im echten Slum. Spaß für die ganze Familie wird versprochen, oder eine unvergessliche Hochzeit oder ein Teambuildingevent mit den Kollegen. Im Werbefilm stolziert dann auch noch eine nette Preppyfamilie (weiß), durch die malerische Armut.

Aber wenn es einem dann doch zu viel wird vom einfachen Leben – Shanty Town gehört zum Emoya Luxury Hotel and Spa, da kann der Elendstourist sich bei einer Hot Stone-Massage von den Strapazen erholen. Sehr „sensibel“ das Ganze, wenn man sich die Geschichte Südafrikas so ansieht. Aber vielleicht sehe ich das auch nur als Außenstehende so eng, wie seht ihr das?

5 Kommentare zu “Hach, ist Armut romantisch!

  1. Die echten Slumbewohner würden sich wohl darüber amüsieren, dass Leute viel Geld zahlen, um dann in einer Luxus-Blechhütte zu wohnen. Werde diese „wir zahlen viel Geld, um das Gefühl zu haben, wie arme zu reisen“ nie verstehen. Aber wenn es Leute gibt, die dafür Geld zahlen, wird es auch Firmen geben, die sich diesen Wünschen annehmen.

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  2. Nigel Tufnel

    Dekadent, zynisch, geschmacklos.

    Also genau das Richtige für die Spaßgesellschaft 😉

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  3. Ich finds super und schön polarisierend. Ich würde das zwar auch nie nutzen (wollen), aber ich bin mir sicher dass es dafür Kunden geben wird – alleine schon aus Neugier.

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  4. Echtes Slum-Feeling ist das ganz sicher nicht – krass, was Menschen erfinden, damit andere den Eindruck von „echtem Leben und Erleben“ bekommen sollen. Danke fürs Teilen!

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  5. Pervers. Einfach pervers.
    Schon allein die Annahme, jemand könnte irgendwie das „Leben im Slum“ erleben, wenn er für ein paar Tage dort übernachtet…

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