Der Schwarze will bestimmt klauen“ – geniales Video zum Alltagsrassismus

Dieses Video, das ich auf Upworthy gefunden habe, zeigt deutlich, wie sehr beim „Racial profiling“ mit völlig anderen Masstäben gemessen wird. Ich erlebe das jeden Tag im Frankfurter Bahnhofsviertel. Der weiße Junge hat beim Schloßaufbrechen sicher nur „den Radschlüssel verloren“, während der schwarze Junge sofort als „Dieb“ beschimpft wird. Und der heißen Blondine wollen die Männer gar beim Sägen helfen. Okay. Nicht. Anschauen, nachdenken, bessermachen.

Ein Kommentar

  1. Ich finde es unglücklich, hier von „Rassismus“ zu sprechen.
    Genaugenommen haben sich die Passenten gegenüber dem schwarzen „Dieb“ vollkommen korrekt verhalten.
    Sie haben nur gegenüber dem Weißen Dieb Zivilcourage vermissen lassen, was man auch als „positven Rassismus“ im soziologischen Sinne begreifen kann.
    Natürlich sollte man ein Verhalten unabhängig von der Hautfarbe bewerten und darauf reagieren.
    Es wäre aber zu prüfen, ob es sich bei schwarzen Dieben überhaupt um ein reines Stereotyp handelt, oder ob die Wahrnehmung nicht auch verständlicherweise mit mehr Belegen im LZ-Gedächtnis verknüpft ist, die hier die korrekte Reaktion triggern.
    Bei einer Frau, noch besser einer 70-jährigen Omi hätte auch niemand einen Diebstahl vermutet. Das liegt nicht einfach an gruppenbezogenem Hass, sondern daran dass die availability heuristic uns einen solchen Fall nicht nahe legt und dementsprechend interpretieren lässt.

    Von Rassismus sollte man nur bei vorurteilsbehaftet feindseligem Verhalten sprechen.

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