Leistungsshitrecht

bell2Darf man sich positive Wahlwerbung mit sinnlosen und schädlichen Gesetzen erkaufen? Offensichtlich in Deutschland kein Problem, denn das Leistungsschutzrecht ist ein echt sweetes Geschenk an die Verlage von Burda bis Springer, die sich dafür bestimmt nicht lumpen lassen und Merkels samt ihren Brüderles echt Topzeugnisse ausstellen wird, um die Wiederwahl ihrer Wohltäter zu sichern. Ob dadurch eingegriffen wird in die Meinungsvielfalt, weil wir Blogger uns unabwägbaren juristischen Problemen gegenübersehen, wenn wir Artikel verlinken und weil die Bürger Informationen nicht mehr so einfach im Netz finden – egal.

Für alle, die nicht so genau wissen, was das Leistungsschutzrecht beinhaltet, hier ein ganz kurzer Abriß: die Verlage sind der Meinung, dass Google und andere Suchmaschinen dadurch Geld verdienen, indem die Texte ihrer Onlinemedien dort auf Googlenews inklusive kleiner Zitate verlinkt werden. Von diesem Kuchen wollen sie ein Stück ab. Völlig widersinnig, wie die Piratenpartei anprangert. Ansonsten darf Google die Links nicht mehr zeigen. Auch andere Medien online, Blogs, andere Nachrichtenseiten, dürfen keine Zitate mehr bringen – das würde sonst sehr teuer. Von 250 Euro pro Link ist die Rede. Das ist ungefähr so, wie wenn ein Taxifahrer Geld dafür bezahlen müßte, wenn er jemanden ins Bordell fährt. Google wird sich nicht erpressen lassen und einfach nicht mehr verlinken – oder eben nur noch zu den Verlagen, die wissen, das sie mehr nutzen aus der Googlesuche ziehen als andersherum. Burda, Springer bleiben draußen – wie unbequem das für die User ist, ob sich die Werbetreibenden auf den Seiten freuen, wenn die Visits einbrechen – alles egal – weil die Verlage kein Geld verdienen mit Journalismus. Sondern – gnihihi – mit Verlinkungen. Mit Verlinkungen auf Shops (viele davon gehören den Verlegern selbst) mit Verlinkungen auf Werbung und Gewinnspiele und Partnerseiten. Weniger Visits, auch weniger Besucher auf dem ganzen Tineff. Da sollten sich einige Herren wirklich gut überlegen, ob sie nicht den Ast absägen, auf dem sie sitzen.

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