Frauenfeindlich oder Postgender? – Männermodel wirbt für BH

Klar, deutlicher kann man den Punkt nicht rüberbringen:  der BH zaubert zwei Körbchengrößen mehr hin, auch dort, wo vorher nix war. Eine holländische Unterwäsche-Marke namens HEMA hat Andrej Peijic verpflichtet. Wer das ist? Eine Art Transenmodel, das sowohl für Männer als auch Damenkollektionen läuft. Eigentlich eine coole Neuinterpretation von Geschlechterrollen, nicht Mann, nicht Frau – oder aber beides und beides sogar besonders toll.

Aber es gibt da doch so einen Punkt, der mich stört. Denn der schöne Andrej ist eigentlich die Frau 2.0, die sich Modemacher immer wünschen. Androgyn, ohne Busen, ohne Hüften, ohne Cellulitis. Perfekt geeigneter Kleiderständer. Nur eben keine Frau. Postgener und frauenfeindlich zugleich, weil eben kaum eine Frau so aussehen kann, wenn sie sich nicht völlig gegen ihre Natur wehrt und sich auf  die Knochen runterhungert. Deswegen wird aus der augenzwinkernden, ach so toleranten Wahl des Models ein sehr intoleranter Akt gegen die Frauenfigur.

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Best Ager über 50. Redakteurin, Bloggerin, PR-Beraterin Infuencer Relations, Twitterfan. Spezialistin für das gute Leben: Nachhaltigkeit, Fair Trade, schöne Dinge aus Manufakturen - if you wanna have a good time, gimme a call

2 Kommentare zu „Frauenfeindlich oder Postgender? – Männermodel wirbt für BH

  1. Hi, gerade für mich als molligeres Mädel ist sowas nicht wirklich hilfreich. Sicher, ich bin nicht wirklich die Zielgruppe für ein „Mehr“ an Busen, ich gebe dir recht, das damit, gerade bei Jüngeren, der Eindruck eingepflanzt wird: „Sieh aus wie eine Kleiderstange, den Rest kann man aufpimpen.“ Individualität in Aussehen und Kleidung geht immer mehr verloren. So schade.
    Übrigens: toller Blog 🙂
    Viele Grüße Molli March

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  2. Definitiv postgender!

    Auch ein Mensch mit XY-Chromosomen sieht ohne Testosteronblocker nach seiner Pubertät nicht mehr lange so aus. Google mal nach „Facial Feminization Surgery“, was die Menschen alles auf sich nehmen…

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