Eine Hymne auf meine Kantine Kutchiin!

Nicht jeder hat einen Sternekoch in der Kantine. Doch die, die wie wir ihr Büro in der Neuen Balan haben, denen wird dieses seltene Glück zuteil. Denn das Lokal namens Kutchiin, das Promikoch Holger Stromberg in einer alten Werkshalle an der Balanstraße 73 errichtet hat, ist zugleich die Kantine des Geländes. Holger Stromberg ist Koch der Fußball-Nationalmannschaft und so war die Freude groß, als er dort vor drei Monaten sein Lokal aufmachte. Was Jogi und seine Jungs zu essen bekommen, das kann für mich nicht schlecht sein, hab ich mir gedacht. Und damit hab ich auch Recht behalten. Die Kantine ist mittlerweile ein echter Treffpunkt auf dem Gelände. Da mischen sich die Angestellten des nahen Siemens-Standortes mit den kreativen Köpfen und Modeleuten, die hier ihre Ateliers, Büros oder Showrooms haben. Und alle finden das Passende auf der Karte – ein Kunststück!

Ich gehe also fast  jeden Tag ins Kutchiin, denn es ist tatsächlich die beste Kantine, in der ich je gegessen habe. Nicht wie Polt meint, „wegen der Wollwürste – nur zum  Siemens. Dafür ist der Fisch ist bei der Müchner Rück am besten!“  Nein, so eine Kantine ala Kalbsbraten bürgerlich und Gemüsepfanne „Balkan“ ist das gar nicht. Hier gibt’s jeden Tag was Gutes, Günstiges, Frisches – auf gehobenem Niveau, weit weg von Kantine. Alles wird mit frischen Zutaten zubereitet, ohne Fertiggebatzel und Schmierölsaucen von Maggi und Co – toll. Am besten sind die Desserts: Limettencreme mit Kumquats etwa oder Aprikosen-Crumble, heute aktuell Marzipan-Mousse –  die haben absolutes Sterneniveau und machen den Arbeitstag wesentlich bekömmlicher. Man hat einen Blick in die Küche und sieht, wie das Essen zubereitet wird und wie es aussieht – dann fällt die Entscheidung leichter, es gibt immer um die 5 Gerichte auf der Karte, dazu eine Salatbar.

Für maximal sieben Euro für ein Hauptgericht wird man im Kutchiin wunderbar satt. Ein kleiner Delikatess-Markt ergänzt das Angebot. Gut, die Balanstraße  liegt nicht gerade zentral, aber wer gerade im Münchner Osten ist, der sollte vorbeischauen. Und demnächst hat das Kutchiin auch abends für witzige Dinner oder zum gemütlichen Abendessen geöffnet. Der Playboy hat schon gebucht und veranstaltet dort im September ein Essen für seine Leser mit Hasen – am Tisch, nicht auf dem Teller. Für alle, die gerne was Bodenständiges essen, für die gibt es immer noch Strombergs Currywurstbude Curry 73. Mit Biowürsten, hausgemachter Mayo und Sauce samt hausgemachten Pommes ein „Genuss ohne Reue“, wie das Werbeschild verspricht.

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