Fair gehandelte Kleidung – eine erste Übersicht

Nachdem die ARD mit dem Report über KIK eine Welle losgetreten hat, habe ich mal geschaut, was es den schon so gibt zu dem Thema im Netz. Und natürlich gibt es einen Menge. Ich habe versucht, eine Positivliste zu erstellen. Die hat keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, im Gegenteil: Ich freue mich, wenn weitere Tipps hinzukommen – und ein herzliches Dankeschön an alle, die schon was beigetragen haben! Es ist auf alle Fälle ganz schön was zum Stöbern da.  Ich habe auch eine Liste von Greenpeace angehängt, die einzelne Fair Trade Standards unter die Lupe nimmt: Was die Verpflichtungen beinhalten, welche Marken mitmachen. Hier ist das Fair Trade cum Grano Salis zu nehmen, bei Fair Labor zum Beispiel verpflichten sich die Marken, lediglich den Mindestlohn im den jeweiligen Ländern zu zahlen, der aber meist unter dem Existenzminimum liegt – da ist H&M dabei.  Fair Wear oder Ethical Trading verpflichten Unternehmen, Living Wages zu zahlen, die eine Existenz sichern.  Levis ist dort ausgetreten, weil sie diese Löhne nicht bereit waren zu bezahlen…

Ich würde mich freuen, wenn noch viel, viel mehr hinzukäme…

http://fairwear.org/?w=fair-wear-brands

http://www.bioverzeichnis.de/oeko-kleidung-naturtextilien.htm

http://www.zeit.de/lebensart/mode/2010-07/produktionsbedingungen-mode-test

http://www.saubere-kleidung.de/ccc-20_unternehemen/ccc-21_recherchen.html

http://www.oeko-mode.info/

http://thekey.to/brands/acceleration/

http://www.gruenemode.com/

http://marktcheck.greenpeace.at/4844.html

Shops:

http://www.fairtragen.de/index.php

http://www.thinkfairtrade.com/collection_ss_06.html

http://www.valevida.de/

http://www.greenality.de/

http://www.kuyichi.com/

http://www.fein-store.de/

http://www.unique-nature.com/

http://www.made-by.nl/madeby_merken.php?lg=en

In Deutschland produziert:

http://www.ja-zu-deutschland.de/suche.php?action=search&kategorie=2 (recht gute Übersicht)

http://www.albert-kreuz.de/

http://www.trigema.de/shop/index.jsf

http://www.manomama.de/

Diverse Organisationen und ihre Mitglieder (Gelistet von Greenpeace)

Fair Wear Foundation (FWF)

1999 wurde in den Niederlanden die Fair-Wear-Foundation von Wirtschaftsverbänden, Gewerkschaften und NGOs (Non-Governmental Organizations) gegründet.

Die Sozialstandards, die eingehalten werden müssen sind:

  • Keine Zwangsarbeit
  • Keine Diskriminierung
  • Keine Kinderarbeit
  • Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen
  • Zahlung eines Entgelts, das zum Leben ausreicht (living wages)
  • Keine unzumutbaren langen Arbeitszeiten
  • Ein technischer und gesunder Arbeitsplatz
  • Eine rechtsverbindliche Beschäftigungsbeziehung

Es findet jährlich eine Kontrolle durch die Mitgliedsunternehmen und eine Prüfung durch die FWF statt. Des Weiteren gibt es eine Beschwerdemöglichkeit seitens der Beschäftigten.

Unternehmen in der Bekleidungsindustrie, die der FWF angehören und sich deren Verhaltenskodex unterstellt haben sind:

Ethical Trading Initiative (ETI)

Die Initiative für ethischen Handel (Ethical Trading Initiative) wurde im Jahr 1998 gegründet und ist ein Zusammenschluss von Unternehmen, Gewerkschaftsorganisationen und NGOs.

Der Basiskodex enthält folgende Bestimmungen:

  • Recht auf Vereinigungsfreiheit und auf kollektive Verhandlungen
  • Verbot der Zwangsarbeit
  • Verbot der Kinderarbeit
  • Verbot der Diskriminierung
  • Ein Entgelt, das für den Lebensunterhalt ausreicht (living wages)
  • Arbeits- und Gesundheitsschutz
  • Arbeitszeiten
  • Geregelte Beschäftigungsbeziehung
  • Verbot menschenunwürdiger Behandlung

Es findet eine jährliche Berichterstattung über die Umsetzung des Basiskodex statt. Die ArbeitnehmerInnen können Verstöße melden und genießen auch in anderer Weise Schutz.

Zu den Unternehmen der Bekleidungs- und Sportartikelindustrie, die der ETI angehören, zählen:

Die Mitgliedschaft von Levi Strauss & Co wurde Ende 2006 eingestellt, da  das Unternehmen sich weigerte die „living wage“ Bestimmung des ETI Basiskodex an zu nehmen.
Fair Labor Association (FLA)

Die Fair Labor Association wurde 1998 gegründet und besteht aus Unternehmen, Universitäten, NGOs, dem Anwaltsauschuss für Menschenrechte, dem nationalen Verbraucherverein und dem nationalen Rat der Kirchen.

Wesentliche Aspekte im Verhaltenskodex der FLA sind:

  • Verbot der Zwangsarbeit
  • Verbot der Kinderarbeit (wenn nach nationalen Gesetzen erlaubt, ist die Altersgrenze 14, ansonsten 15 Jahre)
  • Verbot von Schikane und Missbrauch
  • Verbot von Diskriminierung
  • Sicherer und gesunder Arbeitsplatz
  • Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungen
  • Mindestens Zahlung der gesetzlichen Mindestlöhne
  • Arbeitszeit
  • Vergütung von Überstunden

Jährlich werden Berichte veröffentlicht, in denen offengelegt wird, ob und inwieweit sich die Unternehmen an den Verhaltenskodex gehalten haben. Außerdem gibt es eine Beschwerdemöglichkeit von Seiten Dritter und ein vertraulicher Beschwerdegang.

Unternehmen der Bekleidungs- und Sportindustrie, die der FLA angehören sind:

Zephyr Graf-X: www.zhats.com

16 comments

  1. Als ich im Internet nach Kleidung mit Fairtrade-Siegel suchte, stieß ich auf den Deeds Fashion Shop (www.deeds-shop.de ). Hier fand ich preiswerte, schöne Shirts mit super Qualität, wie ich nach meinem Kauf feststellen durfte. Ich finde es super, wenn ein vielseitiger Shop wie Deeds Kleidung aus fairem Handel vertreibt und somit unterstützt. Der Service dort ist auch gut, man wird toll beraten & ich werde weiterhin meine Kleidung dort bestellen. Ich kann Deeds Fashion jedem empfehlen der auf Kleidung aus fairem Handel achtet.

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  2. Hallo zusammen,
    kürzlich ist unsere Internetplattform http://www.orfafa.com/ live gegangen.
    ORFAFA ist die erste deutschsprachige Online-Community für alle, die faire und ökologische Mode lieben. Unter Fair Shoppen bündelt ORFAFA das Online-Angebot an fairer Biomode auf einer Seite und macht damit mehr als 7000 Produkte für Frauen, Männer, Kinder und Babys von über 100 Labels leicht durchsuchbar. Im Forum können User sich beim Einkauf gegenseitig beraten oder Online-Kampagnen starten. Das Magazin bietet News und Hintergrundinformationen aus der Fair & Eco Fashion-Szene. Unser Ziel ist es, gemeinsam das eigene Konsumverhalten zu ändern und langfristig ein Umdenken in der Textilindustrie zu bewirken. Wir freuen uns auch, wenn ihr uns auf Facebook liked https://www.facebook.com/orfafa

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  3. Hallo Katrin,

    toller Blog!

    Ich möchte gern „LÄSH – fair & organic style“ vorschlagen.
    http://läsh.com

    Das Label LÄSH wurde im letzten Jahr von Dipl. Des. Maren Galke und Dipl. Des. Sabrina Strunk gegründet. Die Beiden haben zusammen Modedesign an der FH Bielefeld (FB Gestaltung) studiert und es sich zur Aufgabe gemacht, verantwortungsvolle und nachhaltige Mode selbst zu produzieren. Deshalb verarbeiten Sie nur Stoffe, die zumindest GOTS-zertifiziert sind und produizeren die Kleidung in Handarbeit.

    Viele Grüße,

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  4. Ein klasse Thema.. Guck dir bei Gelegenheit mal http://www.aweiku.com an. Das faire Sportlabel ist ein junges Start-Up aus Hamburg und die Klamotten sind zu 100% nachhaltig hergestellt, zertifiziert, aus Bio-Baumwolle und tragen sich echt klasse beim Sport!

    Außerdem sind sie nicht super teuer! Kann es nur empfehlen.

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